Freistädter Citybus: Weiterbestand ginge auf Kosten anderer Verkehrsprojekte, sagt Bürgermeisterin

Freistädter Citybus: „Weiterbestand ginge auf Kosten anderer Verkehrsprojekte“, sagt Bürgermeisterin

Mag. Claudia Greindl Mag. Claudia Greindl, Tips Redaktion, 28.11.2018 14:10 Uhr

FREISTADT. Der Schlagabtausch um die bevorstehende Einstellung des Citybusses nimmt kein Ende: Wie berichtet, will die Opposition im Gemeinderat über den Weiterbestand verhandeln. Davor warnt Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer, da man in diesem Fall andere wichtige Verkehrsprojekte zurückstellen müsse. Der ORF OÖ berichtete heute Früh über einen Anruf der Bürgermeisterin im Büro von Landesrat Steinkellner (FPÖ) 

Am Dienstag, 27. November, um 9 Uhr früh soll Bürgermeisterin Paruta-Teufer im Büro von Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) zum Thema Citybus angerufen haben. Peter Handlos, FPÖ-Bezirksobmann und Verkehrssprecher im Landtag, dazu wörtlich im ORF-Gespräch: „Wir waren alle sehr, sehr überrascht über den Anruf der Frau Bürgermeister, wo sie uns wissen hat lassen, dass – falls die FPÖ in Freistadt für die Wiedereinsetzung des Citybusses stimmen sollte – es im Gegenzug dann keinen Pendlerparkplatz gibt, der ja im Süden von Freistadt geplant ist. Wir waren da wirklich sehr, sehr überrascht, weil das eine mit dem anderen nichts zu tun hat und die Planungen schon sehr weit fortgeschritten sind. Außerdem ist dieser Pendlerparkplatz sehr wichtig für die Leute aus der Umgebung, die pendeln. Dies jetzt aus Gründen der persönlichen Befindlichkeit in die Waagschale zu werfen, verstehe ich menschlich nicht - und politisch schon gar nicht.“

Citybus: „Sparen auf Kosten anderer Projekte“

Bürgermeisterin Paruta-Teufer reagierte darauf mit folgender Stellungnahme: „Eine etwaige Wiedereinführung des Citybusses ist budgetär nicht berücksichtigt. Der Citybus kostet der Stadtgemeinde auch mit 33 Prozent Förderung des Landes rund 130.000 Euro jährlich. Dazu kommen die Kosten für den Umbau der Haltestellen, damit wir überhaupt wieder eine Konzession bekommen würden. Wenn bestimmte Oppositionsparteien den Citybus wiedereinführen wollen, sollen sie mir sagen, bei welchen Projekten sie dieses Geld einsparen wollen. Wollen sie den Kindergarten nicht bauen? Nächstes Jahr weniger Straßen sanieren? Oder verzichten wir auf die P&R-Anlage, die wir uns dann einfach nicht mehr leisten könnten. Bei einer etwaigen Wiedereinführung des Citybusses müssten wir uns für mehrere Jahre vertraglich binden. Marktüblich sind laut Auskunft des OÖVG fünf bis zehn Jahre, bei kürzeren Laufzeiten würden die Kosten steigen. Für zehn Jahre wären das Kosten in Höhe von 1,3 Mio. Euro plus Umbaukosten für die Gemeinde, und auch nur dann, wenn das Land die 33 Prozent Förderung für die gesamte Dauer garantieren würde. Mit dem Freistädter Citymobil ist uns in monatelanger Vorbereitungsarbeit unter Einbindung aller Fraktionen eine gute Alternative gelungen, die wir uns langfristig auch leisten können.“

 

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Kommentare

  1. Da Wegmocha 30.11.2018 18:09 Uhr

    ICH - Das große ICH bin ICH hat immer Recht - und die Schuld haben die Anderen, gell!

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