Machtwechsel nach 70 Jahren – neue Gmünder Stadtregierung steht
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Machtwechsel nach 70 Jahren – neue Gmünder Stadtregierung steht

Daniel Schmidt, Leserartikel, 18.02.2015 17:00 Uhr

GMÜND. Bereits am Wochenende war durchgesickert, dass es in Gmünd zu einem Machwechsel im Rathaus kommen wird (Sonne und Regen für die Genossen) Im Rahmen einer Pressekonferenz im Hotel Goldener Stern gaben nun ÖVP, FPÖ und die Liste „Aktiv für Gmünd“ (AfG)  ihre Einigung auf eine neue Stadtregierung bekannt. ÖVP-Spitzenkandidatin Helga Rosenmayer wird neue Bürgermeisterin, die SPÖ muss somit nach 70 Jahren den Bürgermeistersessel räumen. Neuer Vizebürgermeister wird Hubert Hauer, Spitzenkandidat der Liste AfG.

Drei Wochen nach der Gemeinderatswahl am 25. Jänner ist die erste „bunte“ Koalition in Gmünd fix. Volkspartei, FPÖ und AfG haben sich für eine zukünftige Zusammenarbeit entschieden und ein Arbeitsprogramm für die nächsten Jahre entwickelt.   Gute Basis gefunden Die designierte Bürgermeisterin Helga Rosenmayer zur Einigung: „Wir haben in einem guten Klima lange und gewissenhaft verhandelt. Unser Ziel war klar: So wie wir es vor der Wahl gesagt haben, wollen wir Gmünd besser machen. Die guten Ideen aller Parteien werden dabei berücksichtigt, die Basis für eine gute Zukunft ist gelegt.“ Der designierte Vizebürgermeister Hubert Hauer war nach internen Zerwürfnissen mit der SPÖ aus der Partei ausgetreten und mit einem eigenen Team angetreten. Nach dem gelungenen Einzug in den Gemeinderat wird der bisherige Finanzstadtrat auch als Vizebürgermeister für dieses Ressort verantwortlich zeichnen. Hauer: „Mein Thema waren immer die Finanzen. Dafür habe ich mich jahrelang eingesetzt – jetzt will ich Finanzpolitik mit Sozialpolitik verknüpfen.“ Für die Freiheitlichen wird Benjamin Zeilinger als neuer Stadtrat für die Liegenschaften und den Fuhrpark der Gemeinde sowie für Sport zuständig sein und ins Rathaus einziehen. Zeilinger erläutert seine Motive sich auf die Koalition einzulassen so: „Für mich ist es besonders wichtig Dinge zukunftsorientiert zu bewegen. Mit dem nötigen Engagement und entsprechendem Einsatz werde ich an diese Aufgabe herangehen. Das verfolge ich in meinem Beruf so und mit dieser Einstellung bin ich auch zur FPÖ gekommen und das will ich auch zukünftig für Gmünd umsetzen.“ Alle Redner betonten unisono in Zukunft die Parteipolitik aus dem Tagesgeschäft heraushalten zu wollen, man möchte in Zukunft eine „parteipolitik-freien Regierung“ bilden. Auch an die bisher regierende SPÖ wurde ein Angebot zur Zusammenarbeit bei Sachthemen im zukünftigen Gemeinderat gestellt. Auch auf eine „gute Mischung“ in der neuen Stadtregierung legten die Parteien großen Wert. Rosenmayer: „Aus allen Bereichen des Lebenssetzt sich nun die neue Regierung von Gmünd zusammen: Frauen, Männer, Jugend, Pensionisten, Angestellte, Pädagogen und Unternehmer.“ Zu den bereits genannten werden darüber hinaus noch Martin Preis, Jürgen Trsek und Alexander Berger (alle ÖVP) in den Stadtrat einziehen.   Erste Maßnahmen angekündigt Abschließend betonte Rosenmayer, dass man bei den Verhandlungen vor allem die Finanzsituation  immer im Auge gehabt habe: „Wir haben die Bezahlung der Funktionen neu gestaltet. Bezüge wurden verringert. Die Politiker kommen somit dem Gmünder Steuerzahler günstiger. Im Laufe der kommenden Periode werden wir in Summe 200.000 Euro für unsere Heimatstadt einsparen.“ Dies soll trotz einer Aufstockung auf zehn Stadträte möglich sein. Noch Bürgermeister Andreas Beer (SPÖ) war noch zu keiner Stellungnahme bereit.  
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