Romantisch und bewegend: Broadway-Musicalhit Jane Eyre

Romantisch und bewegend: Broadway-Musicalhit „Jane Eyre“

Valerie Himmelbauer Valerie Himmelbauer, Tips Redaktion, 24.01.2018 18:36 Uhr

GMUNDEN/LINZ. Mit Jane Eyre steht heuer ein romantisches und bewegendes Broadwaymusical ab 22. März auf dem Spielplan des Gmundner Musicalfrühlings. Mastermind und Initiator Markus Olzinger aus Linz lässt Tips im Interview hinter die Vorbereitungen zur neuen Produktion blicken und verrät, worauf sich das Publikum freuen darf. 2x2 Karten gibt es für die Premiere im Stadttheater Gmunden zu gewinnen.

Tips: Sie haben als Linzer in Gmunden ihren Kindheitstraum verwirklicht und vor drei Jahren den Gmundner Musicalfrühling gegründet. Wie kam es dazu?

Olzinger: Ja, das stimmt: Ich wollte immer schon Theater machen, vor allem die Arbeit hinter der Bühne faszinierte mich schon als kleines Kind. Nach einigen Jahren als Darsteller auf der Bühne wurde der Drang nach einer eigenen Inszenierung immer größer. Als Bühnenbildner war ich auch zuvor schon vermehrt im Einsatz. Mit Caspar Richter und Elisabeth Sikora habe ich schließlich Mitstreiter gefunden, die ähnlich denken wie ich und so konnten wir mit viel Idealismus schließlich in Gmunden 2015 nach drei Jahren der Planung die erste Produktion realisieren.

Tips: Warum Gmunden?

Olzinger: Gmunden haben wir uns als Spielstätte ausgesucht, weil wir einen Ort haben wollten, wo man gerne auch von weiter her anreist. Und mir war das wunderschöne Stadttheater in Gmunden auch noch von früheren Theatererfahrungen in Erinnerung.

Tips: Die Musicals in Gmunden haben ihren ganz eigenen Stil, was ist Ihnen bei Ihren Aufführungen wichtig?

Olzinger: Das ist eine sehr tolle Frage, die mich freut. Ja, die Produktionen haben etwas ganz Besonderes an sich, was den Zauber ausmacht, kann man nicht in einem Satz beantworten, aber ich glaube, es liegt daran, dass jeder der beteiligten hochkarätigen Künstler, aber auch Techniker aus purer Leidenschaft und Idealismus dabei ist. Ich glaube, man spürt das Herz, verbunden mit bedingungslosem Perfektionismus des Teams und fühlt sich als Zuseher ernst genommen.

Tips: Woher kommen die Einflüsse, die Sie in Ihren Produktionen verwerten?

Olzinger: Wenn ich Musiktheater inszeniere, höre ich zuerst über Wochen und Monate ausschließlich die Musik und lasse die Bilder und Emotionen kommen, lasse mich auf die Musik ein. Dabei entsteht meist das Konzept wie Bühnenbild, Farben, Emotionalität. Erst im zweiten Schritt lese ich das Libretto, recherchiere die Hintergründe zum Stück. Bisher war die erste Intuition immer richtig und die im ersten Schritt entworfenen Konzepte deckten sich immer mit den Inhalten.

Tips: Mit Jane Eyre steht ein Broadway-Meisterwerk heuer auf dem Programm, die Erwartungen werden bestimmt nicht gering sein. Wie geht man damit um?

Olzinger: Natürlich schauen jetzt viele nach Gmunden und beobachten, was wir hier machen, aber mich kümmert das ehrlich gesagt gar nicht. Gmunden ist für mich eine Spielwiese, wo ich Theater ganz nach meinen Vorstellungen machen kann. Ich orientiere mich auch nicht an sogenannten Trends.

Tips: Worauf darf sich das Publikum heuer freuen?

Olzinger: Auf eines der schönsten Musicals unserer Zeit. Jane Eyre verbindet eine romantische und bewegende Geschichte mit unfassbar schöner Musik. Die Inszenierung wird historisch, aber in einer heutigen Bildsprache umgesetzt. Mir ist es immer wichtig, neben emotionaler Intensität auch optisch einiges zu bieten, so wird es auch heuer wieder Momente geben, die zum Staunen anregen sollen.

Tips: Auch Julia Ledl – auch bereits bekannt von ihrem Engagement am Linzer Landestheater – wird wieder für die Choreografie zuständig sein. Wie funktioniert die Zusammenarbeit?

Olzinger: Die Zusammenarbeit mit Julia Ledl ist jedes Jahr eine sehr befruchtende. Wir sprechen künstlerisch eine sehr ähnliche Sprache und ergänzen uns hier ideal. Ihre Art zu choreografieren hat etwas sehr Organisches und auch bei ihr hab ich die Gewissheit, dass sie sich nicht an bereits Da-Gewesenem orientiert, sondern stets bestrebt ist, neue Wege der Umsetzung zu finden.

Tips: Caspar Richter – der letztes Jahr sein 30-jähriges Musicaljubiläum feierte – wird als musikalischer Leiter wieder dabei sein, worauf wird er sich heuer konzentrieren?

Olzinger: Caspar ist als Gründungsmitglied wesentlicher Teil des Musicalfrühlings. Wir sind ein perfekt eingespieltes Team und ergänzen uns ideal. Auch heuer wird Caspar ein von ihm handverlesenes Orchester mit Spitzen-Qualität dirigieren. Derzeit sitzen wir viel zusammen, konkretisieren die Konzeption und schauen, ob alle Vorstellungen meinerseits auch musikalisch so umsetzbar sind. Es ist viel Arbeit, aber wir freuen uns schon sehr auf die Produktion

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