Das Rote Kreuz sucht für den Bezirk Gmunden noch Zivildiener
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Das Rote Kreuz sucht für den Bezirk Gmunden noch Zivildiener

Thomas Leitner Thomas Leitner, Tips Redaktion, 07.12.2018 10:09 Uhr

GMUNDEN. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft und sind Teil einer aktiven Zivilgesellschaft: Jedes Jahr absolvieren an die 54 junge Menschen ihren Zivildienst beim OÖ. Roten Kreuz im Bezirk Gmunden. Neun Monate, die Sinn machen und Zivildiener mit persönlichen Mehrwerten belohnt, die sie im Berufs- und Privatleben gewinnbringend einsetzen können.

Wer Zivildienst leistet, engagiert sich aktiv für eine solidarische Zivilgesellschaft. Jährlich entscheiden sich rund 670 junge Menschen, diesen Dienst an der Gemeinschaft im oberösterreichischen Roten Kreuz zu absolvieren. Die jungen Männer sind hauptsächlich im Rettungsdienst tätig. In ihren Einsätzen stärken Zivildiener ihre Teamfähigkeit, übernehmen Verantwortung und erlernen einen vollwertigen Beruf. Nach einer zwei Monate dauernden Ausbildung gelten sie als vollwertige Rettungssanitäter. Zivildiener sind bei einem Drittel aller Rettungseinsätze des OÖ. Roten Kreuzes dabei und unverzichtbar, um flächendeckend rasche Hilfe zu garantieren. „Menschen, die sich für andere einsetzen, sind meist auch im späteren Arbeitsleben besonders aktiv und verantwortungsbewusst“, erklärt Harald Pretterer, Bezirksgeschäftsleiter des Roten Kreuzes in Gmunden.

Zivildienst: Bewährtes Modell seit 43 Jahren

Das Engagement im oberösterreichischen Roten Kreuz verleiht Zivildienern zusätzlich die Fähigkeit, im Fall der Fälle richtig Erste Hilfe leisten zu können. Seit Februar 1975 bildet das OÖ. Rote Kreuz Zivildiener aus. Rund 80 Prozent von ihnen bleiben der landesweit größten humanitären Hilfsorganisation danach als freiwillige Mitarbeiter weiter treu. Diese Verbundenheit zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der jungen Männer ihren Zivildienst als positiv, sinnstiftend und bereichernd erlebt. „Auch unsere Bevölkerung profitiert vom Zivildienst“, weiß Pretterer und verweist dabei auf den hohen volkswirtschaftlichen Wert des Zivildienstes.

Demografischer Wandel hinterlässt Spuren

Die Menschen werden zunehmend älter, die Zahl junger Menschen geht sukzessive zurück. Der demografische Wandel ist auch im oberösterreichischen Roten Kreuz angekommen. „Vor allem in den Monaten April und Juni wird es immer schwieriger, die offenen Zivildienststellen zu besetzen“, verrät der Rotkreuz-Bezirksgeschäftsleiter.

Wenn Zivildiener fehlen, würde das österreichische Sozialsystem massiv teurer. „Zivildiener sind ein wichtiges Bindeglied in unserem engmaschigen Netzwerk der Hilfe. Dank ihnen sind wir an 365 Tagen pro Jahr überall sofort zur Stelle. Zivildiener stärken die Qualität unseres Rettungssystems, welches den internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht“, schildert Pretterer.

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