Neben Hotel „Lacus felix“ soll Bucht samt 15 „Chalets am See“ entstehen

Hans Promberger Hans Promberger, Tips Redaktion, 01.06.2012 16:00 Uhr

GMUNDEN. Gleichzeitig mit der Einreichung für das Hotel „Lacus felix“ legt die Errichtergesellschaft Seehotel Lacus felix GmbH diese Woche einen Entwurf für 15 „Chalets“ mit integrierten Bootshütten sowie zwei vierstöckigen Terrassenhäusern auf der benachbarten Liegenschaft bei den Behörden vor.

Unter dem Projektnamen „Chalet am See“ sollen am Grund des ehemaligen Parkhotels, das mittlerweile der Familie Asamer gehört, 15 Häuser mit eigenen Bootsanlegestellen entstehen. Im Gegensatz zum bereits genehmigten Vorprojekt wird die ufernahe Verbauung nur mehr zweigeschossig. Hinter den Chalets sind zwei vierstöckige Wohnbauten mit insgesamt 56 Wohnungen geplant. „Natürlich handelt es sich um keinen geförderten Sozialbau. Es wird sich um hochpreisige, hochqualitative Angebote handeln“, so Projektbetreiber Kurt Asamer. Generell seien die Wohnungen zu kaufen, aber es bestehe auch die Möglichkeit zur Rückvermietung. An der Nachfrage sollte es nicht scheitern. „Wir sind sicher, dass das vermartktungstechnisch kein Problem ist“, zeigt sich Asamer optimistisch.Fußgängerbrücke ersetzt Teil des KaisFür die neu geschaffene See- fläche vor den Chalets werden rund 60 Meter des Krakowitzer Kais durch eine Fußgängerbrücke ersetzt. „Damit bleiben die durchgehende Seepromenade und die Erreichbarkeit des öffentlichen Badeplatzes erhalten“, betont Architekt Peter Riepl, der für den Entwurf verantwortlich zeichnet. Die Bauarbeiten zu beiden Projekten sollen – nach Vorliegen aller Bewilligungen – noch im Herbst 2012 starten und im Frühjahr 2014 abgeschlossen werden. Trotz noch ausstehender Verhandlungen rechnen Betreiber und VP-Bürgermeister Heinz Köppl „mit keinen wesentlichen Hürden“.Gleichzeitiger Baustart im Herbst 2012 geplant„Es macht nur Sinn gleichzeitig die Gebäude zu errichten. Der Baulärm wäre sonst weder Hotelgästen, noch Wohnungsbesitzern zumutbar“, so Kurt Asamer. Der Baubeginn des Hotels hänge nicht vom Verkauf einer gewissen Zahl an Chalets oder Wohnungen ab. Natürlich sei eine Wechselwirkung angedacht, man erwarte sich entsprechende Synergieeffekte. „Viele Chaletbesitzer werden auch das Hotel-Service nutzen“, ist Asamer überzeugt. Zudem rechnet man damit, dass Gäste und Freunde der Chaletbesitzer im Hotel übernachten werden. Teile des Wellness- und Gastronomieangebots von „Lacus felix“ sollen nicht nur Hotelgästen, sondern auch anderen Besuchern offen stehen, ebenso das im Erdgeschoß des Hotels angesiedelte Restaurant. Durch die weniger verbaute Fläche würde auch mehr öffentliche Badefläche zur Verfügung stehen. Ein Wermutstropfen: Die im Vorprojekt versprochenen öffentlichen Tiefgarage-Parkplätze am Areal wird es nicht geben. Köppl: „Offenes, modernes Konzept für Gmunden“Die politischen Parteien Gmundens sehen die Planungen überwiegend positiv. „Das Projekt ,Lacus felix“ in Kombination ,Chalet am See„ ermöglicht künftig nach dem Vorbild von Kitzbühel oder St. Wolfgang ganzjährigen hochwertigen Tourismus für Gmunden“, hofft Bürgermeister Heinz Köppl. Es sei ein offenes, modernes Konzept und eine große Chance für die Stadt Gmunden. Auch SP-Vizebürgermeister Christian Dickinger spricht von einem „planerischen Befreiungsschlag“ und auch FP-Sprecher Gerald Grampelhuber zeigt sich positiv überrascht: „Das ist grundsätzlich eine tolle Sache und sicher der beste der bisherigen drei Vorschläge. Es gibt keine Verlierer.“Grünen-Kritik bleibtAnders sehen dies die Grünen. „Für uns ändert sich nichts. Das Hotel steht an der falschen Stelle. Gerade durch den Verkauf des Parkhotel-Areals durch die Familie Holzinger an Asamer stünde dieses für den Hotelbau zur Verfügung. Luxus-Wohnungen bringen gar nichts, außer schnelleren Profit für den Hotelbesitzer. Welche Garantien für einen Hotelbetrieb bleiben?“, fragt sich Otto Kienesberger.

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