Der Natur hinterher

Der Natur hinterher

Andreas Hamedinger Andreas Hamedinger, Tips Redaktion, 15.01.2018 11:36 Uhr

GOLDWÖRTH. Der in Linz geborene Naturfilmer Erich Pröll gehört zu den wenigen glücklichen Menschen, die ihren großen Lebenstraum verwirklicht haben. Ein Einblick in ein bewegtes Leben.
 

11 Uhr. Am Tisch stehen frische Salzstangerl, etwas Käse und Wurst. Wenige Meter entfernt träumt ein Hund vom nächsten Abenteuer und gegenüber sitzt Erich Pröll, der bei jedem seiner Worte ein Funkeln in seinen Augen versprüht. Der 1949 geborene Naturfilmer hat auch allen Grund glücklich zu sein: Seit über 40 Jahren jagt Pröll – bewaffnet mit Kamera und Stativ – im Jemen, in Australien, in Indien oder auf den Malediven – nach den besten Motiven. Nein, keine Traumstrände oder Luxushotels. Sondern Weiße Haie, Komodo-Warane oder Gorillas sind bei den Reisen Prölls das Ziel. Pröll: „Als Naturfilmer hat man die Möglichkeit, die schönsten Gegenden der Welt kennenzulernen. Und, auch wenn man alleine davon nicht leben kann, gibt es wohl nichts Schöneres auf der Welt.“

Gedanken zum Leben

Wenn man einen großen Teil unserer Welt bereist hat, dann sieht man das Leben des Menschen auch von einer anderen Seite. „In Österreich lebt man mit Sicherheit in einem der besten Länder der Welt. Und dass sich viele Menschen über eigentlich belanglose Dinge des Lebens Gedanken machen, ist sinnlos. Eigentlich wäre es wichtig über den Dingen zu stehen und mit Gelassenheit zu agieren“, erklärt Pröll.

Der Reiz an der Arbeit

Um den Österreichern die Schönheit ihrer Heimat näher zu bringen, arbeitet der Oberösterreicher zurzeit an einem Filmprojekt über das Almtal. Und wie lange die Dreharbeiten dazu dauern werden kann man – wie immer bei solchen Vorhaben – nicht genau sagen. Pröll: „Ich weiß im Vorfeld nie, wie das Wetter sein wird, ob Sturm aufkommt, Schnee fällt, Straßen gesperrt sind oder die Tiere sich einfach nicht blicken lassen. Daher können aus neun geplanten Tagen schnell 14 oder mehr werden. Aber das macht auch einen gewissen Reiz meiner Arbeit aus. Das Unerwartete, das Einzigartige daran ist auch das Besondere an dem Drehen von Naturfilmen.“

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