Bergretter bergen einen tagelang Vermissten aus Doline am Dachstein
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Bergretter bergen einen tagelang Vermissten aus Doline am Dachstein

Hans Promberger Hans Promberger, Tips Redaktion, 09.11.2017 08:15 Uhr

GOSAU. Um ca. 4 Uhr früh gelang es Einsatzkräften der Bergrettung und Polizei einen verunglückten deutschen Bergsteiger in einer Doline in ca. 30 Meter Tiefe orten. Derzeit wird der verletzte Bergsteiger versorgt und für die Bergung vorbereitet.  

Im Bereich der Adamek Hütte am Dachstein läuft derzeit eine großangelegte Rettungsaktion nach einem deutschen Staatsbürger, der bereits seit Samstag abgängig und vermutlich in eine Felsspalte gestürzt ist.

Seit Samstag abgängig

Der 45-jährige Deutsche wurde bereits am Montag bei der Polizei abgängig als gemeldet, weil der Sohn des Bergsteigers keinen Kontakt mehr zu seinem Vater herstellen konnte. Eine Ortung des Mietwagens des Mannes ergab einen Standort in Gosau, wo das Fahrzeug auch gefunden wurde. Eine erste Suche verlief ergebnislos. Bis heute um Mitternacht ein Notruf bei der Polizei in Gmunden einging, der aber immer wieder abbrach.

Notruf erst nach Tagen empfangen

Per SMS gelang es schließlich den Beamten, mit dem Vermissten einen Kontakt herzustellen und seinen Standort einzugrenzen. Laut seiner Aussage befinde er sich seit mehreren Tagen in einer Felsspalte, sei verletzt und könne sich nicht selbst befreien. Rund 20 Mann von Alpinpolizei und Bergrettung steigen auf und versuchten den Mann zu orten, was gegen 4 Uhr früh auf gelang. Seither versuchen die Bergretter den Mann aus der Doline zu holen. Sobald die Flugbedingungen es zulassen, soll ein Hubschrauber die weitere Bergung unterstützen.

 

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Kommentare

  1. Gastuser 09.11.2017 14:42 Uhr

    Rettung am Dachstein nach 5 Tagen - Als zweimaliger Dachsteinbegeher, allerdings mit einem bekannten erfahrenem Bergführer aus der Region, ist es mir unerklärlich wieso dieser Flachländer alleine gegangen ist? Die Dolinen am Dachstein sind bekannt und bei Schnee besonders gefährlich. Entweder spielt hier Unerfahrenheit, Leichtsinn oder auch Selbstüberschätzung eine Rolle. Leidtragende sind immer die Bergretter.

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