Bitcoin & Co - Kryptowährungen unter der Lupe

Bitcoin & Co - Kryptowährungen unter der Lupe

Ariane Zeilinger Ariane Zeilinger, Tips Redaktion, 30.04.2018 12:00 Uhr

GRESTEN. Immer häufiger berichten verschiedene Medien über Bitcoins, Kryptowährungen und deren Kursschwankungen. Tips sprach mit Christoph Lichtnegger und den beiden gebürtigen Grestnern Rafael Ribarsch und Johannes Bramreiter, von der Coin Factory GmbH, mit Firmensitz in Gresten. 

Tips: Bitcoin, Etherium und Co – Was sind Kryptowährungen denn eigentlich?

Christoph Lichtnegger: Eine Crypto-Währung ist ein digitales Zahlungsmittel. Es wird im Gegensatz zu herkömmlichen Geld nicht zentral von einem Emittenten ausgegeben, sondern von einem dezentralen Peer-2-Peer („P2P“) Netzwerk verwaltet. Jeder Teilnehmer hat dabei ungehinderten Zugriff auf sämtliche Transaktionen seit Einführung der Währung. Der Kurs der Währung bestimmt sich nach Angebot und Nachfrage auf verschiedenen freien Märkten beziehungsweise Online-Plattformen. Es kann auch zu Preisunterschieden auf den einzelnen Märkten kommen. Bei einer Crypto-Währung handelt sich um ein autarkes System, das keinem festen Wechselkurs unterliegt. Grundsätzlich sichert eine Crypto-Währung den eigenen Bestand. Jede Crypto-Währung ist mit einer Blockchain und einem einzigartigen Algorithmus hinterlegt, wodurch sich grundlegend auch die einzelnen Währungen unterscheiden.

Tips: Welche Kryptowährung erzeugt die Coin Factory?

Lichtenegger: Die Palette der Mining Hardware, welche die Coin Factory einsetzt, ist vielfältig und ermöglicht daher die Bewerkstelligung von unterschiedlichen Rechenprozessen. Aktuell bietet die Coin Factory Mining Packages an, welche Rechenaufgaben der Algorithmen SHA-256 (Bitcoin, Bitcoin Cash, Litecoin Cash), Ethash (Ethereum), Scrypt (Litecoin) und X11 (Dash) lösen können.

Tips: Wer steht hinter der Coin Factory und was war der Beweggrund diese zu gründen?

Lichtenegger: Die Gründer der Coin Factory besitzen jahrelanges Know-how im Crypto Mining, kennen die Crypto-Szene bestens und unterstützen Kunden beim Einstieg in den Zukunftsmarkt der Crypto-Währungen. 2017 wurde die coin factory GmbH mit Sitz in Gresten in Niederösterreich gegründet und die Homepage www.coin-factory.at ging samt Kundenportal online. Zwei der Gründer, Rafael Ribarsch und Johannes Bramreiter sind gebürtige Grestner und von da an war es sozusagen gegeben auch den Firmensitz in Gresten zu haben.

Rafael Ribarsch: Wir finden das Thema Crypto-Währungen seit mehreren Jahren extrem spannend und beschäftigen uns seit mehr als zwei Jahren auch mit dem Mining. Wir sahen großes Potential und haben uns bald darauf entschieden, professionell in das Geschäft einzusteigen. 2017 war es dann so weit.

Johannes Bramreiter: Die Coin Factory sieht sich als ein dynamisches Unternehmen mit dem klaren Ziel, den größtmöglichen Output für ihre Kunden zu generieren. Angeboten werden unterschiedliche All Inclusive Mining Packages auf Basis spezieller Mining Hardware mit erstklassiger Rechenleistung samt Strom- und Betriebskosten. „Zudem werden die Rechenzentren mit Strom aus eigenen Wasserkraftwerken betrieben und darüber hinaus benötigte Energie besteht ebenfalls aus 100 Prozent erneuerbaren Energieträgern. Somit kommt bei der Coin Factory ausschließlich als Ökostrom zertifizierte Energie zur Verwendung. Das ist ein USP auf den wir besonders stolz sind.

Tips: Wie und wo wird diese Währung erzeugt und wie kann man sich eine Miningfarm vorstellen?

Lichtnegger: Die Coin Factory hat sich für das Mining mit ASICs (Application Specific Integrated Circuits) entschlossen. Der Einsatz von ASICs stellt die professionellste und modernste Art des Minens dar. Dies ist eine Hardware, die ausschließlich für das Mining von Crypto-Währungen konzipiert wurde. Diese Hardware ist zwar teuer aber sie ist die energieeffizienteste, die am Markt erhältlich ist. Eine Miningfarm unterscheidet sich grundlegend von herkömmlichen Rechenzentren, sind durchwegs komplex aufgebaut und erfordern permanente Betreuung. Die Coin Factory kümmert sich um das laufende Mining Management, das aufwendige Konfigurieren und um die dementsprechenden Wartungsarbeiten und Reparaturen. Auch die Herausforderungen wie Kühlung, Hitze und Lärmentwicklung der Hardware sind zu bewerkstelligen, damit das Rechenzentrum reibungslos funktionieren kann.

Bramreiter: Wir scheinen so einiges richtig gemacht zu haben. Bis dato läuft alles einwandfrei und es gab keine Ausfälle zu beklagen.

Tips: Rentiert sich der Mining Standort in Niederösterreich angesichts der Stromkosten und der Kosten für die Hardware?

Lichtnegger: Mining ist nicht gleich Mining. Die Coin Factory betreibt Mining im großen Stile und hat daher Zugriff auf andere Ressourcen und Möglichkeiten. Zudem setzt die Coin Factory die selbst entwickelte Software PSA ein (Abkürzung für Profit Switching Algorithmus). Mittels der Software können auch Pool Management, automatisches Settlement et cetera, bestmöglich für den Kunden abgewickelt und im Kundenportal relevante Informationen angezeigt werden. Diese Software automatisiert die für das effiziente Mining notwendigen Prozesse, überwacht den Markt in Echtzeit und stellt die Rechenleistung jenem Coin zur Verfügung, der aktuell die höchste Mining-Rentabilität bietet.

Tips: Wie viele Miningfarmen gibt es in Österreich, beziehungsweise in Niederösterreich und wann wurde die erste gegründet?

Lichtnegger: Die Coin Factory betreibt aktuell zwei Rechenzentren in Niederösterreich mit jeweils direkten Anschluss an ein Wasserkraftwerk. Das erste ging im Sommer 2017 in Betrieb, das zweite befindet sich gerade in der finalen Umsetzung und wird noch diesen Mai ans Netz gehen.

Tips: Wo kann ich denn mit Kryptowährungen zahlen?

Lichtnegger: Die Akzeptanzstellen werden laufend mehr. Bestellungen im Internet, wie etwa bei Essenszustellern, können natürlich ebenso mit Bitcoin und Co bezahlt werden. Und selbstverständlich kann auch auf www.coin-factory.at mit Crypto-Währungen bezahlt werden.

Tips: Welche Kryptowährung ist derzeit am gefragtesten und gibt es Prognosen, wie sich der Markt weiterentwickelt?

Lichtnegger: Laut aktueller Marktkapitalisierung liegt der Bitcoin unangefochten seit Jahren am ersten Platz der Rangfolge. Er weist den eindeutig höchsten Marktwert auf und ist mit Abstand am bekanntesten. Generell geben Coins wie der Bitcoin, Bitcoin Cash, Litecoin oder Ethereum den Ton vor. Doch gibt es auch einige andere Coins, die ebenfalls riesige Marktanteile erobern möchten. Bei unseren Paketen ist ebenso das Bitcoin Mining Package der absolute Renner.

Ribarsch: Ich denke, dass Implikationen der Blockchain-Technologie oder von Crypto-Währungen auf die Finanzbranche absolut realistisch und teilweise ja auch bereits im Gange sind. Auf diversen kryptospezialisierten Medienplattformen liest man beinahe täglich, dass Kreditkartenanbieter, Versicherungen, die Industrie aber auch Banken sich diverser Bereiche der Blockchain annehmen, beziehungsweise diese Technologie implementieren. Und das Bankkonto verknüpft mit einem Wallet ist meiner Meinung nach auch nur eine Frage der Zeit. Anläufe in Kombination mit Kreditkarten gibt es ebenfalls bereits. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass sich auch der Bankensektor der Welt der Crypto-Währungen nicht verschließen wird oder möchte.

Tips: Ist die Anlange einer Kryptowährung, aufgrund der Schwankungsbreite des Kursesheutzutage noch zukunftsträchtig?

Lichtnegger: Unser Geschäftsmodell ist es, dem Kunden All Inclusive-Mining-Packages mit erstklassiger Rechenleistung samt Strom- und Betriebskosten sowie Full-Service-Management anzubieten und hierfür transparente Preise zu verlangen. Miner – und somit unsere Kunden – erhalten für ihre Rechen- und Validierungsleistung eine Vergütung vom Netzwerk der jeweiligen Crypto-Währung. Es gibt grundlegend zwei unterschiedliche Vergütungen, die Miner erhalten. Die erste ist eine vom Netzwerk der jeweiligen Crypto-Währung festgelegte Prämie für die Bereitstellung der Rechenleistung. Die zweite sind die in der Transaktion festgelegten Gebühren.

Bramreiter: Unsere Kunden kaufen daher nicht irgendeine Crypto-Währung und setzen sich zur Gänze einer Kursschwankung aus oder spekulieren auf steigende Kurse. Unsere Kunden werden für ihre Rechenleistung bezahlt, die sie in das jeweilige Netzwerk einbringen.

Tips: Wenn die Kryptowährung als Anlage gedacht ist, wann wäre dann der beste Zeitpunkt zu kaufen, beziehungsweise zu verkaufen und wie wird ein Verkauf versteuert?

Lichtnegger: Die Beratung, wann jemand Crypto-Währungen kaufen oder verkaufen soll ist nicht Teil des Geschäftsmodells der Coin Factory. Die Entscheidung des Handels trifft der Kunde selbst. Klare und einfach verständliche Informationen zum Thema steuerliche Behandlung von digitalen Währungen sind auch auf der Internetpräsenz des Bundesministeriums für Finanzen zu finden.

 

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