Mit dem Papst in Panama gebetet

Mit dem Papst in Panama gebetet

Mag. Claudia Greindl Mag. Claudia Greindl, Tips Redaktion, 12.02.2019 18:30 Uhr

GRÜNBACH/PANAMA CITY. Hunderttausende Jugendliche strömten dieser Tage in das kleine zentralamerikanische Land Panama. Sie feierten mit Papst Franziskus den Weltjugendtag 2019. „Ich kann es noch gar nicht fassen, dass ich in Panama dabei war, es war wie ein Traum“, sagt Eva-Maria Haslhofer (17) aus Grünbach.

Als gute Schülerin der siebenten Klasse des Freistädter Gymnasiums hatte Eva-Maria Haslhofer 17 Tage lang Extra-Ferien vom Herrn Direktor genehmigt bekommen. Die 17-Jährige war einer von nur 200 Jugendlichen aus Österreich und weniger als einer Handvoll aus Oberösterreich, die die lange und recht anstrengende Reise nach Panama zum Weltjugentag 2019 antraten. „Es hat sich richtig ausgezahlt“, resümiert die junge Grünbacherin, die in ihrer Heimatgemeinde als Jungscharleiterin und Ministranten-Leiterin tätig ist und auch im Pfarrgemeinderat vertreten ist.

Krasse Gegensätze

Von Wien ging es via Madrid nach Panama, einem Land der krassen Gegensätze zwischen Reich und Arm. Panama City, eine der reichsten Städte Lateinamerikas, war extra für den Weltjugendtag herausgeputzt worden. Sogar die Obdachlosen hatte man aus der Stadt entfernt. „In der ersten Woche haben wir das Land kennengelernt, ein indigenes Volk im Dschungel besucht, sind Kajak gefahren, haben Faultiere und Brüllaffen gesehen und den Panama-Kanal besichtigt“, erzählt die 17-Jährige. Auch ein Abstecher in das nördliche Nachbarland Costa Rica stand auf dem Reiseprogramm. Mit den Spanisch-Kenntnissen aus dem Gym-Unterricht klappte die Verstständigung recht gut.

Berührende Begegnung mit dem Papst

Nach dem Sightseeing begann das Programm des Weltjugendtages. Die Jugendlichen, die in Schülen, Pfarrhöfen und bei Familien untergebracht waren, kamen auf einem großen Feld, dem Campo San Juan Pablo II, zum gemeinsamen Beten, Feiern und Singen zusammen. Das Zusammentreffen mit Papst Franziskus war für Eva-Maria wieder ein ganz besonders berührendes Ereignis. „Ich war schon 2016 beim Weltjugendtreffen in Krakau dabei, und diesmal war es wieder genauso faszinierend. Der Papst hat betont, dass die Jugend nicht die Zukunft ist, sondern die Gegenwart – die Jugend von Christus.“

Kontakt mit jungen Menschen aus aller Welt

Zu den Höhepunkten des Weltjugendtreffens zählten der Kreuzweg mit dem Papst und eine abendliche Andacht auf dem riesigen Feld, auf dem die Teilnehmer dann ein Fest mit Musik feierten und die Nacht verbrachten. Am folgenden Morgen fand die Abschlussmesse mit Papst Franziskus statt. Was die Grünbacherin neben dem Papst am meisten beeindruckt hat, war der Kontakt mit jungen Menschen aus aller Welt. „Wann hat man schon die Möglichkeit, mit jungen Leuten aus Botswana oder Hong Kong zu reden? Die Welt wird auf einmal so klein“, blickt Eva-Maria Haslhofer begeistert zurück.

Der Weltjugendtag wird von der katholischen Kirche ausgerichtet und geht auf eine Initiative von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) zurück. Das jeweilige Kirchenoberhaupt lädt jedes dritte Jahr junge Christen aller Erdteile zu einem Großtreffen unter einem bestimmten Motto ein.

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