Von Apetlon bis Zell am Ziller: Eine Gemeinde auf Österreich-Tour

Claudia Natschläger, Leserartikel, 18.10.2012 16:40 Uhr

HAIBACH. Im April 2011 startete die Dorfentwicklung Haibach im Mühlkreis mit der Gemeinde ein ehrgeiziges Projekt. Nach der erfolgreichen Österreichquerung in 50 Etappen nahm man sich vor, innerhalb von sechs Jahren alle 2357 Gemeinden Österreichs offiziell zu besuchen. Landesrat Viktor Sigl gab dazu den offiziellen Startschuss.

Dank der lebhaften Beteiligung vieler Haibacher, die ihre Sommerurlaube oder Wochenendausflüge nutzten, ist es gelungen, in Rekordzeit einen markanten Meilenstein zu erreichen: Ein Drittel aller Gemeinden Österreichs ist bereits besucht. Ein Besuch wird anerkannt, sobald ein Foto eines Haibachers zusammen mit der Ortstafel der besuchten Gemeinde eingereicht wird. Der Kreativität der Besucher sind jedoch keine Grenzen gesetzt: Fotos von Sehenswürdigkeiten, der Schule, dem Gemeindeamt, ein Foto mit dem Bürgermeister und weitere werten das entstehende Fotoalbum dementsprechend auf. Das Ehepaar Liselotte und Gottfried Bachner hat kürzlich Illmitz als 786. Gemeinde erkundet. Nach einer Laufzeit von nur 17 Monaten gilt damit ein Drittel der österreichischen Gemeinden als besucht, damit ist für die Umsetzung des Projektes ein wichtiger Schritt gesetzt worden.Die meisten Gemeindebesuche absolvierte Familie Poscher. „Wir haben bereits 182 Gemeinden besucht, das Projekt, das auch meine Frau und die Kinder begeistert, führt uns an so viele schöne und interessante Plätze in Österreich, die man sonst wohl nie kennen lernen würde“, sagt Martin Poscher aus Oberbaumgarten. Aus allen Winkeln Österreichs trafen im Sommer zahlreiche Berichte und hunderte Fotos ein. Die Bilder werden von Martin Poscher auf die Homepage der Dorfentwicklung (www.unser-haibach.at) gestellt. Dort sind bereits über 3000 Bilder gespeichert und zeigen die Vielfalt der Besuche auf. Bürgermeister Josef Reingruber und Peter Neuböck schreiben dazu detaillierte Besuchsberichte und dokumentieren sie nach Gemeinde-nummern. Helmut Ehrenmüller betreut die Homepage technisch. „Stellt man den Mauszeiger über die interaktive Landkarte Österreichs, so sieht man sofort, ob die Gemeinde schon besucht ist oder nicht. Doppelbesuche können so weitgehend verhindert werden“, so EDV-Koordinator Helmut Ehrenmüller. Seit dem Projektstart haben über 5000 Personen auf die Homepage www.unser-haibach.at zugegriffen. „So ein Projekt kann nur dann funktionieren, wenn man sich auf die Mitarbeit einer großen Zahl von Personen verlassen kann. Nach anfänglicher Skepsis stimmt uns die Zahl der schon besuchten Gemeinden sehr optimistisch, dass wir bis Ende 2016 tatsächlich alle 2357 Gemeinden offiziell besucht haben“, sind Bürgermeister Josef Reingruber und Dorfentwicklungsobmann Siegfried Ehrenmüller überzeugt. Projekt findet Anklang Dass diese Idee nicht nur bei den Haibachern großen Anklang findet, beweisen die vielen positiven Reaktionen der österreichischen Bürgermeister. Die eingehenden Rückmeldungen gehen von „sehr ambitioniert“ über „fantastische Idee“ bis zu „Gratulation“ und „viel Erfolg“. Auch Josef Keplinger von der Regionalbetreuung der Orts- und Stadtentwicklung beim Land OÖ spricht von einem einzigartigen Projekt, das der Haibacher Verein mit der Gemeinde gestartet hat. Ganz besonders freut die Organisatoren, dass auch Landeshauptmann Josef Pühringer und Bundespräsident Heinz Fischer bereits persönlich dem Projekt einen erfolgreichen Verlauf gewünscht haben.

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