Theaterfestival Die Stadt der Träume erwacht und hinterlässt großartige Erinnerungen

Alfred Pressler, Leserartikel, 02.10.2013 10:56 Uhr

HORN. Das internationale Szene Bunte Wähne Theaterfestival ist über die Bühne gegangen. Nach einem furiosen Auftakt und gut besuchten Vorstellungen konnte man gegen Ende des Festivals jedoch den Besucherzustrom nicht halten. 

Man nehme zwei Bühnendarsteller, zwei Musiker, drei Tänzerinnen, etwas Live-Musik, füge ein paar kleine Stelltische hinzu und fertig ist eine Tanzaufführung, die das Publikum in Atem hält. Was hier auf dem Papier nach einem einfachen Rezept klingt, ist in Wirklichkeit eine Erfahrung, die man schlichtweg nicht wiedergeben kann. Auch wenn man von „Menschlichen Knäueln“ oder durch die Luft wirbelnden Akteuren spricht. Dennoch kann man die Eindrücke, die „R O S E S“ bei der Eröffnung des Festivals hinterließ auch „Nicht-Kunstliebhabern“ nur weiterempfehlen. Rückblick Dass die Szene Bunte Wähne mit ihrem Theaterfestival begeistern kann, dafür sprechen die rund 6500 Besucher, welche in einer Woche in die Vorstellungen strömten. Für manche Vorstellungen, besonders die für die kleineren Besucher, mussten sogar Extravorstellungen gegeben werden. Dennoch hielt der Besucherzustrom nur während der ersten Hälfte des Festivals an und flaute dann leider ab. „Ich will hier vor allem den Kontakt zu den Schulen suchen, um Feedback zu erhalten. Einerseits wollten Lehrer unbedingt mit den Schülern in die Vorstellung, andererseits fehlte komplett das Interesse“, so Intendantin Yvonne Birghan-van Kruyssen. Das Festivalteam erhielt durchwegs positive Rückmeldungen von Schulen und Zuschauern. So kam eine Wiener Familie an beiden Festivalwochenenden nach Horn und wünschte sich für zukünftige Veranstaltungen einen Festivalpass. Auch die Party im Tonkeller des Kunsthauses in Horn lockte viele Gäste an. „Diese Party machte das Festival zu einem richtigen Festival der Region, als auch viele Besucher kamen, die nicht das Festival selbst besucht hatten“, freute sich die Intendantin. „Für mich war es überhaupt ein großartiges Festival mit einem großen Team, wo man Lust bekam das Festival jeden morgen neu zu erleben. Auch erhielten wird tolle Unterstützung von Städten wie Gars, Horn und Langenlois“, resümiert Birghan-van Kruyssen über ihr zweites Theaterfestival. Auch die internationalen Theatergruppen fühlten sich bei uns sehr wohl und waren vom Publikum begeistert. Wald4tler Theatercup Das Theaterfestival bot auch Spielraum für Experimente. So wurde an zwei Abenden der Wald4tler Theatercup, eine Kooperation mit dem Wald4tler Hoftheater in Pürbach, ausgetragen. Vier Gruppen, bestehend aus Laiendarstellern, wurde je ein Coach an die Seite gestellt. Diese mussten zu thematischen Überbegriffen Szenen entwickeln und anschließend vortragen. Diese wurden vom Publikum und einer Fachjury bewertet und so ein Sieger ermittelt. Die diesmaligen Juroren waren Ossi Weissensteiner (Künstlerischer Leiter vom TaO! /Graz), Verena Kiegerl (Freie Regisseurin und Theaterpädagogin) und Dominic Chan (das M.I.L.C.H. /Horn). Die Siegergruppe des ersten Theatercups, GEA, besteht ausschließlich aus Lehrlingen der gleichnamigen Waldviertler Schuhwerkstatt. Das Format des Theatercups soll, nach dem sehr erfolgreichen Erstversuch, in Zukunft vor allem Schulen ansprechen. Schultheatergruppen bekommen einen Coach zur Seite gestellt und treten dann gegeneinander an.

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