Hausmittelchen: Omas Wunderwaffen gegen Erkältung & Co

Hausmittelchen: Omas Wunderwaffen gegen Erkältung & Co

Olivia Lentschig Olivia Lentschig, Tips Redaktion, 18.12.2017 12:00 Uhr

BEZIRK. Erst kratzt es im Hals, dann ist die Nase verstopft und schließlich folgt der lästige Husten: das ist der Start eines typischen grippalen Infektes. Viele Menschen schwören dann auf alt bewährte Hausmittel: Essigwickel, Dampfbäder, Zwiebelsäckchen, Gurgeln und Hühnersuppe. Was diese natürlichen Hilfsmittel im Kampf gegen die Erkrankung ausrichten können hat Tips sich genauer angeschaut.

Erkältung ist der Oberbegriff für die Symptome einer Infektion der oberen Atemwege. Leider ist an der Volksweisheit: „Eine Erkältung dauert sieben Tage, wenn man zum Arzt geht und eine Woche, wenn man sie einfach aussitzt“ etwas Wahres dran.

Ob man mit einem grippalen Infekt zum Arzt geht oder erst mal auf Hausmittel setzt, hängt vom Allgemeinbefinden ab. Fühlt man sich ganz gut und hat nur die typischen Symptome wie Schnupfen, Husten und Halsschmerzen, kann man Hausmittel einsetzen. Kommen Gliederschmerzen, Fieber und Schlappheit dazu, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Heilmittel aus Küche und Vorratsschrank

Haus und Garten bieten eine Menge hilfreiche und vor allem rasch verfügbare Wirkstoffe, wenn die Krankheitssymptome wieder einmal am Wochenende zuschlagen. Wasser, Salz, Kartoffeln, Zwiebel, Topfen oder Essig - um nur einige zu nennen. Unsere Omas wussten damit noch richtig effektiv umzugehen.

Wundermittel Hühnersuppe

Laut einiger Studien soll Hühnerbrühe tatsächlich wirken: Der in der Suppe enthaltene Eiweißbaustein Cystein soll entzündungshemmend und abschwellend auf die Schleimhäute wirken. Zudem enthält sie Mineralien und man ersetzt mit ihr die Flüssigkeit, die man durch Schwitzen, etwa durch erhöhte Temperatur, verliert. Aber das gilt letztlich für jede Art von Suppe, denn die heiße Flüssigkeit tut gut, befeuchtet den Rachen und wärmt den Körper von innen.

Trendgetränk „Goldene Milch“

Die Goldene Milch ist eine Neuentdeckung in unseren Breitengraden. Das ayurvedische Getränk soll ein echtes Wundermittel gegen Erkältungen sein. Ayurveda ist eine mehr als 5000 Jahre alte Heilkunde und bedeutet übersetzt „Wissen vom Leben“. Die goldene Milch enthält die Wurzel Kurkuma - bei uns auch als Gelbwurz bekannt und Bestandteil der Gewürzmischung Curry. In der ayurvedischen Medizin ist die Knolle seit Jahrtausenden ein anerkanntes Heilmittel und soll das Immunsystem kräftigen, die Leberfunktion anregen und neue Energie schenken. Und auch in unseren Breitengraden wird ihre heilende Wirkung von Experten untersucht: Neueste Forschungen sagen der Wurzel eine krebshemmende und entzündungshemmende Wirkung zu. Ihre ganze Kraft kommt in der Goldenen Milch zur Geltung – auch dank der Kombination mit Öl und Pfeffer. Für alle, die die Wirkung am eigenen Leib testen möchten: siehe Rezept:

 

GOLDENE MILCH

1 Esslöffel Kurkuma-Pulver mit

120 ml Wasser in einem Topf erhitzen

15 g Ingwer schälen und langsam in die andickende Flüssigkeit reiben.

Je nach Geschmack

1-2 Prisen Muskat zugeben und köcheln lassen bis sich eine aromatisch duftende Paste gebildet hat.

350 ml Milch (gerne auch Nuss- oder Getreidemilch) erhitzen und die Paste mit einem Schneebesen einrühren.

1-2 EL Agavendicksaft

1 Prise Zimt und

1 TL natives Kokosöl beimengen, weitere zwei Minuten köcheln lassen.

1-2 Prisen schwarzen Pfeffer in die Milch geben und heiß servieren.

 

Tee mit Ingwer

Und noch eine Wunderknolle ist laut Naturheilkundern ein kleiner Alleskönner bei Krankheiten: frischer Ingwer. Er hilft gegen Bauchschmerzen und Übelkeit, wird aber auch gern bei Erkältungen eingesetzt. Hier soll er speziell bei Halsschmerzen helfen und den Hustenreiz lindern. Außerdem enthält er sekundäre Pflanzenstoffe, die das Immunsystem stärken und Bakterien vernichten. Dafür einfach ein Stück Ingwer mit heißem Wasser übergießen, ein wenig Honig zufügen und möglichst heiß trinken.

Inhalieren

Eines der wirksamsten Hausmittel bei einer Erkältung ist das Inhalieren. Durch die heißen Dämpfe werden die Schleimhäute der Nase befeuchtet und das Atmen fällt leichter. Gleichzeitig wird der Husten beruhigt und der Schleim in den Bronchien gelöst. Dampfbäder kann man zu Hause ganz leicht selber machen. Dazu heißes Wasser in eine Schüssel füllen und je nach Beschwerden ein wenig Salbei oder Kamille ins Wasser geben. Den Kopf dann mit einem Handtuch abgedeckt über das Wasser halten und tief durchatmen.

Alleskönner Zwiebel

Geruchstechnisch zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber durchaus hilfreich: Zwiebel. Die Knollen enthalten das ätherische Öl Alliin, das die Immunabwehr stärkt und die Bakterien bekämpft, genau wie das Flavonoid Quercetin. Damit die Inhaltsstoffe freigesetzt werden, sollte man die Zwiebel schälen und in Stücke schneiden. Im Einsatz als Wickel um den Hals oder als Säckchen auf das schmerzende Ohr können die Stückchen in ein sauberes Küchentuch gewickelt werden. Wer unter einer verstopften Nase leidet, kann die zerkleinerte Zwiebel auf ein Teller legen und dieses nachts neben das Kopfkissen stellen.

Bewährt hat sich auch ein Zwiebel-Honig-Hustensaft: Dazu eine Zwiebel klein schneiden und gemeinsam mit zwei Esslöffel Honig in ein Glas mit Schraubdeckel füllen. Etwa eine Stunde auf der Heizung ziehen lassen und mehrmals täglich löffelweise verabreichen.

Essigsocken

Über den Essig wussten schon unsere Großeltern viel Wundersames zu berichten. So kann leicht erhöhte Temperatur auch mit Hilfe von Essigsocken gesenkt werden. Dazu fünf Teile Wasser mit einem Teil Essig (zum Beispiel Apfelessig) vermischen. Danach Wollsocken oder Baumwollsocken in das Essigwasser legen, leicht auswringen (dass es nicht mehr tropft) und anziehen. Entweder trockene Socken darüber ziehen oder ein Baumwolltuch darüber wickeln.

Kartoffel-Wickel

Ist der Husten sehr trocken und hart, hat sich oft schon eine gekochte und zerdrückte Kartoffel bewährt. Den Brei auf eine Küchenrolle streichen und auf die Brust legen. Darüber kommt ein weiches, warmes Tuch.

Thymianaufguss

Einige Zweigerl Thymian in eine Schüssel geben und mit einem halben Liter kochendem Wasser aufgießen. Auf das Fensterbrett im Kinderzimmer stellen und über Nacht stehen lassen - wirkt gegen Reizhusten.

Ihre Grenze erreichen Hausmittel jedoch, wenn nach einigen Tagen hohes Fieber auftritt oder sich der Betroffene deutlich schlechter fühlt. Dann ist ein Gang zum Arzt angesagt.

Das A und O um eine Infektion zu vermeiden ist das Händewaschen. Richtiges und regelmäßiges Händewaschen mit warmem Wasser und Seife ist einer der wichtigsten Beiträge um einer Erkältung vorzubeugen.

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