Horner Alpinisten auf Hochtour: Sie bestiegen die 3739 Meter hohe Weißkugel

Katherina Held, Leserartikel, 06.09.2012 13:06 Uhr

HORN. Das Alpinprogramm des Horner Alpenvereines (ÖAV Horn) bietet für alle bewegungsfreudigen Naturliebhaber vom Wanderer bis zum Hochalpinisten Freizeitmöglichkeiten in ganz Österreich und auch im benachbarten Ausland.

Das höchstgelegene Tourenziel des ÖAV Horn war heuer die Weißkugel in den Ötztaler Alpen, mit 3739 Meter nach Großglockner und Wildspitze der dritthöchste Berg Österreichs. Während die beiden anderen schon richtiggehende Modeberge geworden sind, ist die Weißkugel relativ unbekannt, vermutlich auch weil sie von der alpinistischen Herausforderung weit anspruchsvoller ist. Der Name weist schon auf die Charakteristik hin, die Weißkugel ist von allen Seiten von mächtigen Gletschern umgeben und wer von ihrem Gipfel die grandiose Aussicht über die Ostalpen genießen will, braucht Kondition und Hochtourenerfahrung in Fels und Eis. Unter Leitung des langjährigen Horner Hochtourenführers Oberst Franz Langthaler brachen heuer ganze acht Bergsteiger in die Ötztaler Alpen auf, um diese recht selten ausgeführte Hochtour zu meistern. Den Alpinisten gehörten mit dem Hollabrunner-Bezirkshauptmann Stefan Grusch, Notar Leopold Mayerhofer und Banker Hans Steinhauser auch einige bekannte Horner Persönlichkeiten an. Als Ausgangspunkt wurde die Weißkugelhütte in Südtirol gewählt, eine kleine aber feine und urige Berghütte am Fuße des Langtauferer Gletschers. 14 Stunden AufstiegBereits in der Morgendämmerung begann der Gipfelanstieg, der mehr als 1200 Höhenmeter im Aufstieg beinhaltete und insgesamt 14 Stunden dauern sollte. Bei stabilen und warmen Hochsommerbedingungen überquerten die Horner Alpinisten zuerst den spaltenreichen Langtauferer Gletscher ehe sie auf 3450 Meter Höhe in den Ostgrat einstiegen. Das brüchige Gestein und einige steile Felstürme stellten zusätzliche Herausforderungen dar, die jedoch gekonnt gemeistert wurden. Am frühen Nachmittag erreichte die Waldviertler Bergsteigergruppe den Gipfel und konnte die grandiose Aussicht über die Ostalpen von den Ausläufern der Westalpen über die Ortlergruppe, den Bernina-Stock bis zu den hohen Tauern genießen.  Der Abstieg erfolgte über den Südostgrat und das Hintereisjoch und forderte nochmals das alpine Können der Horner Alpinisten. Am späten Nachmittag erreichte die Gruppe ohne Zwischenfälle wieder die Weißkugelhütte, wo der Gipfelsieg auch gebührend gefeiert wurde. Auch Tourenpläne für die nächste Saison wurden geschmiedet, für nächstes Jahr wird eine Hochtour in den Westalpen in Erwägung gezogen.

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