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Bürgerinitiativen fordern Schwerpunkte bei Energiestrategie

Olivia Lentschig Olivia Lentschig, Tips Redaktion, 21.09.2016 09:00 Uhr

BEZIRK HORN. Die Bürgerinitiativen (BI) im Bezirk sind weiterhin aktiv. Nun startete eine großangelegte Unterschriftensammlung zu einer Parlamentarischen BI, die in Zusammenarbeit mit anderen Initiativen ausgearbeitet wurde.

Es wird an den Nationalrat appelliert, die „bisher sehr erfolgreiche Klima- und Energiepolitik der Republik Österreich unter vermehrter Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte fortzuführen“. Gefordert wird, das auslaufende Ökostromgesetz von 2012 zukünftig als Ökoenergiegesetz zu bezeichnen. Begründung: Da Strom nur 16-20 Prozent des Energieaufkommens ausmache, solle in Zukunft vermehrt das Augenmerk auf die Umweltverschmutzer Verkehr und Heizung gelegt werden.

Der Rechnungshof soll die bisher aufgebrachten Fördermittel nach zielführender Verwendung überprüfen und auch den tatsächlich erzielten Beitrag der Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele Österreichs evaluieren. Dazu meint Franz Radaschütz von der BI „Lebenswertes Sigmundsherberg“: „Mehr dezentrale Energieerzeugung würde die Netze entlasten, Versorgungssicherheit bringen und Natur und Landschaft schonen. Am meisten würde Natur, Landschaft und Geldbörse geschont werden, wenn die Maßnahmen zur Energieeffizienz erhöht werden.“

Natur und Landschaft schonen – für Generationen

Die breitflächige Inanspruchnahme bisher unberührter Landschaften und die Errichtung von Windindustrieanlagen in Wäldern ist den zahlreichen Anhängern der BI ein Dorn im Auge. Empört über die Vorgangsweisen der Betreiber, deren Gutachter beispielsweise das Brutvorkommen von Schwarzstörchen im Herrschaftswald ignorieren, wird die Beauftragung von unabhängigen Gutachtern gefordert, sowie Vorrang des Artenschutzes vor der Errichtung von Windkraftanlagen und Schutz des Waldes. Dass unter den vielen möglichen Standorten ausgerechnet in Japons auf einem der wenigen Brutplätze für einen streng geschützen Greifvogel ein Windparkareal realisiert wurde, finden Ornithologen kritikwürdig. Durch das Repowering mit neugeplanten 212 Meter hohen Windkraftanlagen, die sich die dreifache Zeit der bisherigen Anlagen drehen, steigt die Gefährdung für die streng geschützten Vögel drastisch an. Hier sollte das Energieunternehmen EVN sorgsamer die EU-Richtlinien für geschützte Vögel und die Helgoländer Papiere beachten, so die Forderung.

Zitat, Kurt Kienast: „Ein Naturjuwel soll hier geopfert werden.“

Kurt Kienast, ein Kenner der Wild ist der Meinung: „Die EVN will trotz des Vorkommens von See- und Fischadler, den drei Weihenarten, Amphibien und Fledermäusen, den floristischen Besonderheiten, den Kranichen, welche zu Tausenden die Wild als Hauptdurchzugsplatz nutzen, an dem Bauvorhaben festhalten.“

 

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