GRÜNEN Niederösterreich äußern heftige Kritik gegen geplante Waldviertelautobahn
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GRÜNEN Niederösterreich äußern heftige Kritik gegen geplante Waldviertelautobahn

Olivia Lentschig Olivia Lentschig, Tips Redaktion, 12.01.2018 19:45 Uhr

WALDVIERTEL. Die GRÜNEN Niederösterreich fordern eine rasche, attraktive Mobilität statt Planungsdschungel und Gutachter-Lawine. Verkehrssprecherin Amrita Enzinger: „Pünktlich vor jeder Wahl taucht die Waldviertler Autobahn wie das Amen im Gebet auf.“
 

FP-Verkehrsminister Norbert Hofer hat sich diese Woche für eine Waldviertel-Autobahn ausgesprochen und angekündigt noch im Frühjahr mittels Potenzialanalyse den Bedarf zu erheben.

„Pünktlich vor jeder Wahl taucht die Waldviertler Autobahn wie das Amen im Gebet auf!“, so die Verkehrssprecherin der Grünen Niederösterreich Amrita Enzinger. Statt über eine „Unterversorgung im ländlichen Raum“ zu jammern sollte man lieber den Ausbau des öffentlichen Verkehrs forcieren.  

„Was die Bevölkerung jetzt braucht ist eine rasche, attraktive Lösung in der Mobilität. Das heißt, eine Netzkarte die für alle leistbar ist, das 365-Euro-Jahresticket und Busverbindungen auch abseits der Hauptrouten“ so Enzinger. Auch hinsichtlich der Intervalle muss es eine sichtbare Verbesserung geben.

„Wir Grüne fordern stündliche Intervalle und das auch an Wochenenden und schulfreien Tagen, sowie eine sinnvolle Anbindung an die Franz-Josefs-Bahn im Halbstundentakt und Zubringer zu Verkehrsknotenpunkten“, ergänzt Enzinger ihren Forderungskatalog. Die Umsetzung der Maßnahmen (Anm.: 1 Euro pro Tag für das Öffi-Ticket, stündliche Busverbindungen auch am Abend und am Wochenende) wäre innerhalb eines Jahres sicher umzusetzen. Für den Ausbau der Bahn wird man länger brauchen. Eine mögliche Evaluierung der Waldviertel-Autobahn würde, so Enzinger auch Jahre dauern und nur eine „Gutachterlawine und einen Planungsdschungel“ hinterlassen.

Ein Beispiel für ein gelungenes Zusammenspiel zwischen Öffi-Verkehr und Betriebsansiedlung kann man sich an der Schweiz nehmen. Dort ist das Gang und Gäbe, dass größere Betriebsgebiete oder Einkaufszentren vorher mit dem öffentlichen Verkehrsnetz erschlossen sein müssen, bevor sie genehmigt werden.

„In Niederösterreich könnten sich aufgrund der politischen Rahmenbedingungen auch Betriebe an den öffentlichen Verkehrsknotenpunkten ansiedeln. Damit würde man dort auch zusätzliche Arbeitsplätze in der Region schaffen“, so Amrita Enzinger abschließend.

 

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