„Ganz nah am Publikum sein“: Der Mann hinter „Glatt & Verkehrt“

„Ganz nah am Publikum sein“: Der Mann hinter „Glatt & Verkehrt“

Claudia  Brandt Claudia Brandt, Tips Redaktion, 12.07.2018 17:38 Uhr

KREMS. Das Kulturfestival Glatt & Verkehrt„ findet heuer bereits zum 22. Mal in der Region statt. Von Anfang an dabei war ein Mann: Albert Hosp. Heuer zeichnet der Musikexperte und Radiomoderator erstmals als Künstlerischer Leiter für das Programm verantwortlich. Tips sprach mit ihm über seine Ziele für dieses besondere Festival fernab des Mainstreams.

„Kann ich mich auf etwas einlassen, ohne zu wissen, was mich erwartet?“. Dies ist für Albert Hosp die entscheidende Frage bei „Glatt & Verkehrt“. Denn das Musikfestival will seinen Besuchern nicht nur ein paar schöne Stunden fernab vom Alltag bescheren, sondern sie vor allem auch fordern. „Wir versuchen immer wieder ganz neue Sachen anzubieten“, erklärt der Künstlerische Leiter. Dieser Anspruch lässt sich durchaus auch in Zahlen messen: unter den 27 Veranstaltungen, die heuer in Krems und der Wachau über die Bühne gehen, sind 15 Uraufführungen, beziehungsweise Österreich-Debüts.

Aktuelle Musik aus aller Welt

Im Laufe der Jahre ist „Glatt & Verkehrt“ zu einer fixen Größe in der heimischen Kulturlandschaft geworden. Inhaltlich wird das Festival der Weltmusik zugeordnet. Eine Bezeichnung, die Albert Hosp in diesem Fall zu kurz greift. Er spricht lieber von einem „Festival mit aktueller Musik aus aller Welt“. Und zwar „abseits jeglichen Mainstreams“. Denn die Künstler, die hier auftreten, gehörten auch in ihren Heimatländern nicht zum Mainstream.

Von Anfang an dabei

Seit seiner Gründung im Jahr 1997 ist sich „Glatt & Verkehrt“ insofern treu geblieben, als dass sich das Festival immer wieder neu erfindet. Von Anfang an war auch Albert Hosp dabei, der das Festival sogar mitbegründet hat. Bis 2017 war er als Kurator tätig und beriet bei der Programmauswahl. Mit dem heurigen Jahr ist er nun erstmals selbst als Künstlerischer Leiter für den Inhalt verantwortlich und folgt damit Jo Aichinger nach.

Ö1 überträgt fünf Abende

Musikfans kennen den 54-jährigen Wiener vor allem durch den Radiosender Ö1, für den er seit 1987 Sendungen gestaltet. Eine Verbindung zu Ö1 gibt es auch bei „Glatt & Verkehrt“, denn der Sender ist ein langjähriger Partner des Festivals. Auch heuer wieder werden die fünf Konzertabende bei den Winzern Krems im Radio übertragen.

Gesellschaftlicher Aspekt

Albert Hosp will die Linie des Festivals fortsetzen und „zeitgemäße Konzerte auf hohem Niveau“ anbieten. Der Musikjournalist sieht bei „Glatt & Verkehrt“ auch einen gesellschaftlichen Aspekt, denn die Künstler kommen aus aller Welt. Hier in der Wachau präsentieren sie zeitgenössische Musik aus ihren Heimatländern. Neben dem reinen Musikgenuss geht es dem Festival dabei Hosp zufolge auch stark um die Vermittlung von Inhalten.

„Nähe zur Musik ist stark“

Heuer liegt der Fokus auf Albanien – laut Hosp noch ein „heller Fleck auf der musikalischen Landkarte“. Mehr als 100 internationale Künstler werden dazu in der Region erwartet. „Wir versuchen, ganz nah am Publikum zu sein“, betont Hosp. Die Locations fassen 450 bis 850 Zuschauer. „Die Nähe zur Musik ist stark“, erklärt der Intendant.

Treues Publikum

Das Festival darf sich über ein treues Stammpublikum freuen. Viele Zuschauer blieben gleich das ganze Wochenende über hier und besuchten mehrere Vorstellungen. Hops zufolge kommt ein Großteil der Besucher aus Wien und Niederösterreich. Aber natürlich gebe es auch immer wieder Kremser, die das Festival ausprobieren. Insgesamt werden über 5000 Tickets angeboten.

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