Schnelle Hilfe im Notfall: Positives Zeugnis für Flugrettung

Claudia  Brandt Claudia Brandt, Tips Redaktion, 28.08.2017 13:50 Uhr

KREMS. „Wir sind in Niederösterreich im Notfall gut aufgestellt“. Diese Bilanz zog Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) heute Vormittag bei einer Pressekonferenz zum Thema ÖAMTC-Flugrettung am Stützpunkt in Krems-Gneixendorf. Seit Jahresbeginn flogen die drei niederösterreichischen Notarzthubschrauber 2880 Einsätze. Sehr zufrieden zeigen sich Vertreter von ÖAMTC und Landesregierung zudem mit dem Nachtflugbetrieb, welcher seit Jahresbeginn als bundesweit einmaliges Pilotprojekt in Krems läuft.  

„Die Flugrettung in Niederösterreich schreibt seit Jahrzehnten Erfolgsgeschichte“, bilanziert Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Seit dem Jahr 1983 sei sie für die kompetente und verlässliche Erstversorgung von Notfallpatienten zuständig und mittlerweile aus dem Gesundheitswesen nicht mehr wegzudenken. Der erste niederösterreichische Stützpunkt wurde 1983 in Krems eröffnet, später kamen dann noch zwei weitere Standorte in Ybbsitz und Wiener Neustadt dazu.

In drei Minuten in der Luft

„Wir haben ein optimales Netzwerk und können schnelle Hilfe im Notfall garantieren“, erklärte Mikl-Leitner. Innerhalb von drei Minuten nach Alarmierung seien die Notarzthubschrauber in der Luft und im Schnitt in 14 Minuten am Einsatzort, was die Landeshauptfrau als „ganz große Leistung“ bezeichnete. Im Schnitt dauere es 43 Minuten, bis ein Patient erstversorgt und stabilisiert dem Krankenhaus übergeben werden kann. Über den Einsatz des Hubschraubers entscheide der Notruf 144.

2880 Einsätze seit Jahresbeginn 

Seit Jahresbeginn wurden Mikl-Leitner zufolge landesweit insgesamt 2880 Einsätze geflogen, davon 900 vom Stützpunkt Gneixendorf aus.  Lobende Worte fand sie für die Zusammenarbeit mit den Nachbarbundesländern: 111 Mal seien Hubschrauber aus anderen Bundesländern in Niederösterreich im Einsatz gewesen, 447 Mal haben die niederösterreichischen Hubschrauber in anderen Bundesländern Hilfe unterstützt.

Bundesweites Pilotprojekt 

Seit Jahresbeginn ist der Kremser Notarzthubschrauber Christophorus 2 als einziger rund um die Uhr einsatzbereit. Laut Landesrat Maurice Androsch (SPÖ) funktioniert der Nachtflugbetrieb hervorragend. Bislang habe man 130 Nachteinsätze zu verzeichnen, von denen ein Drittel lebensrettend gewesen sei. Das bundesweite Pilotprojekt sei Vorbild für ganz Österreich. Androsch ist überzeugt, dass diesem Beispiel noch viele Bundesländer folgen werden.

Zwei Millionen investiert 

Der ÖAMTC habe rund zwei Millionen Euro in den Nachtflugbetrieb und die Schulung der Crew investiert, berichtet Direktor Oliver Schmerold. Grundsätzlich seien mittlerweile alle Notarzthubschrauber nachtflugtauglich, was auch mehr Sicherheit bei Einsätzen in der Dämmerung bedeute.  „Wir haben richtig investiert und ausgebildet“, erklärt auch der Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung, Reinhard Kraxner. Die Crew sei gut vorbereitet worden, bislang habe es keinen einzigen Vorfall im Nachtflugbetrieb gegeben.

Geteilte Finanzierung

Finanziert wird die Flugrettung laut Schmerold zu jeweils einem Drittel von den Sozialversicherungsträgern, privaten Versicherungen und der öffentlichen Hand. Laut Landesrat Androsch unterstützt das Land den Betrieb jährlich mit 780.000 Euro.

 

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