Terrakotta Armee schlägt 2013 ihr neues Lager in der Tabakfabrik auf

Jürgen Affenzeller Jürgen Affenzeller, Tips Redaktion, 02.01.2013 09:40 Uhr

LINZ. Ehrgeizige Ziele setzt sich die Tabakfabrik Linz. Nach über 100.000 Besuchern 2012 will sich die ehemalige „Tschickbude“ in Zukunft noch mehr als Dreh- und Angelpunkt der kreativen Szene in Linz positionieren. Dazu sollen Großausstellungen wie die Terrakotta Armee 2013 das Publikum in die Tabakfabrik locken.  

Chris Müller, Leiter der Tabakfabrik, blickt auf ein bewegtes Jahr zurück: 125 Veranstaltungen lockten 57.000 Besucher in seine Hallen. Dazu drängten über 50.000 Besucher in die Porsche-Ausstellung, die wegen des großen Erfolgs sogar verlängert wurde. Doch der Blick geht bereits in die Zukunft, unter dem Titel „4020 Linz - Tabakfabrik 2040“ wurde die Strategie für die nächsten Jahre festgelegt. Eine Neugestaltung der verschiedenen Gebäude am Gelände ist geplant, wodurch das 80.000 Quadratmeter große Areal der Tabakfabrik zum Dreh- und Angelpunkt einer neuen, jungen Kreativszene werden soll.   Kräfte bündeln Dabei soll ein sogenannter Co-Working Space geschaffen werden. In diesem Bereich (zunächst geplant in Bau 2 sollen Ein-Personen-Unternehmen, Start-Ups sowie kleine Organisationen den geschaffenen Raum nutzen  und von der gemeinsamen Ausstattung und dem gegenseitigen Austausch profitieren. Dadurch sollen, aufgebaut auf den Säulen Kreativität, Soziales, Arbeit und Bildung die kreativen Kräfte an einem Platz gebündelt werden. Bereits jetzt eingemietet ist die Ars Electronica Solutions. Erst vor wenigen Monaten ihre Tätigkeit in der Tabakfabrik aufgenommen, arbeitet sie an der Weiterentwicklung und Serienreife der vom Ars Electronica Futurelab entwickelten Prototypen. Somit ist bereits ein erster Brückenschlag zwischen zwei wichtigen Kulturinstitutionen der Stadt Linz gelungen.    Armee und Oper Zudem soll das Potential in der Linzer Musik- und Modeszene besser genützt werden. Neben der langfristigen Planung stehen auch die Eckpfeiler für 2013 fest: Nach über einer Million Besuchern in Europa macht von 21. März bis 2. Juni die Terrakotta Armee des ersten Kaisers von China in der Tabakfabrik Station. Das monumentale Heer umfasst Nachbildungen von etwa 150 lebensgroßen Terrakotta Figuren, acht originalgetreuen Pferden sowie 1000 Soldaten in Schlachtformation (im Maßstab 1:10). 1974 zufällig von zwei Bauern entdeckt, gelten die Ausgrabungen in Xi An als größte archäologische Sensation des 20. Jahrhunderts. 700.000 Zwangsarbeiter arbeiteten im 3. Jahrhundert vor Christus an der Grabanlage samt Armee, die Kaiser Qin Shi Huang Di auch nach seinem Tod die Macht erhalten sollte. Die von Burkard Pfrenzinger initiierte Ausstellung stellt eine logistische Meisterleistung dar: Für die Ausstellung mussten zuerst die Nachbildungen der Krieger, Pferde und Waffen über 8000 Kilometer von China nach Europa verfrachtet werden.   Vor Linz war die Ausstellung bereits in Berlin, München oder Wien zu sehen. Ab 12. September wird es im Rahmen des heurigen Brucknerfests Opernklänge in der Tabakfabrik zu hören geben. Auf dem Programm stehen etwa die Erstaufführung der Oper „Spiegelgrund“ von Peter Androsch und vier Opern der Moskauer Kammeroper Boris Pokrowski. „Die Tabakfabrik Linz ist ein 300.000 Kubikmeter großer Resonanzkörper, der die kulturellen und sozialen Schwingungen wiedergibt“, stellt Chris Müller die Verbindung zur Oper her.   Neue Homepage Auf der neu gestalteten Homepage der Tabakfabrik findet man unter www.tabakfabrik-linz.at alle Informationen über aktuelle Entwicklungen und zukünftige Veranstaltungen.

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