Vorschau auf neue Theater-Phönix-Saison

Vorschau auf neue Theater-Phönix-Saison

Valerie Himmelbauer Valerie Himmelbauer, Tips Redaktion, 09.07.2013 11:59 Uhr

Das Theater Phönix blickt auf eine erfolgreiche Theatersaison 2012/13 zurück. 20.050 Zuschauer besuchten 201 Vorstellungen. Auch in der nächsten Saison verspricht der künstlerische Leiter Harry Gebhartl und das Phönix Team abwechslungsreiche, politisch-groteske Produktionen.

„Auch heuer ist uns der alljährliche Seiltanz gut geglückt, wir haben wieder gut abgeschnitten trotz eingefrorener Subventionen und gleichbleibenden Neufassungen und Uraufführungen. Wir wissen, dass wir den Erfolg unserem Publikum zu verdanken haben und lassen uns gerne für eine gute, neue Saison herausfordern“, so der künstlerische Leiter Harry Gebhartl. „Fra Diavolo“ war in der vergangenen Saison 2012/13 vor „Die schmutzigen Hände“ das beliebteste Phönix-Stück der letzten Saison, auf Platz drei bis fünf finden sich „Der Weibsteufel“, „Die fetten Jahre sind vorbei“, und „Waisen“. „Zur heutigen Zeit ist die politische Groteske oder Staire die beste Waffe, um das was in der Welt schief läuft darzustellen, daran halten wir uns auch in der nächsten Saison“, so Gebhartl. Um das Profil der Marke Phönix weiter zu verschärfen ist eine neue Fassade geplant. Ab Juli 2013 wird die Fassade des Theater Phönix renoviert und nach dem Entwurf der bildenden Künstler Stefan Mittlböck und Petra Fohringer neu gestaltet. Das Kernensemble besteht in der neuen Saison wieder aus Lisa Fuchs und Matthias Hack, Judith Richter kehrt aus der Elternteilzeit zurück, David Fuchs (zuletzt in „Fra Diavolo“) und Felix Rank (bereits bekannt aus „Die fetten Jahre sind vorbei“ und „Waisen“) vervollständigen das fixe Team. Saison 2013/14 „Höllenangst“ – eines der dunkelsten und schärfsten Nestroy-Stücke zeigt das Theater Phönix ab 12. September. Das scharfe politische Stück mit dunklem Humor von einem der Autoren, mit dem sich das Phönix am meisten identifiziert – geschrieben im nahen Eindruck der Revolution von 1848 – erzählt wie schwer es ist eine neue soziale Ordnung zu etablieren. In „Die Fortpflanzung der Amöben“ (ab 15 Jahren) nähert sich das Theater Phönix auf höchst entspannte Weise und mit kultverdächtigen Brit-Rock-Songs dem schönsten Thema der Welt. Mit „Biedermann und die Brandstifter“ hat der Schweizer Autor Max Frisch 1958 eine Parabel geschrieben, die mit Humor und Ironie Opportunismus, Mitläufertum und politische Blindheit anprangert und nach verantwortungsvollem Denken und Handeln des Einzelnen fragt. Die messerscharf geschriebene Komödie über Liebesbeziehungen und Betrug „Die Wahrheit“ von Florian Zeller lässt die moralische Frage offen, ob es besser ist die Wahrheit zu sagen oder den Schein der Harmonie wegen aufrechtzuerhalten. Messerscharf, grotesk, spannend zeigt das Phönix europaweit zum ersten Mal „The Lyons“ die bitterböse Satire in einer deutschen Erstaufführung über eine Familie, in der es durch den nahenden Tod des Familienoberhauptes drunter und drüber geht. 2012 schaffte Nicky Silver mit „The Lyons“ erstmals den Sprung an den Broadway. Das letzte Stück der Saison „Happy Planet“ von Thomas Baum setzt sich mit dem wahrscheinlich wichtigsten Thema der Gegenwart, dem Klimawandel auseinander und präsentiert eine hoch politische Farce mit viel schwarzem Humor. Höllenangst von Johann Nestroy ab 12. September Die Fortpflanzung der Amöben von Suse Grünau ab 15. Oktober (Balkon) Biedermann und die Brandstifter von Max Frisch ab 5. Dezember Die Wahrheit von Florian Zeller (Balkon) ab 23. Jänner The Lyons von Nicky Silver ab 20. Februar, Happy Planet von Thomas Baum ab 8. Mai, www.theater-phoenix.at
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