Sister Act, Parsifal, Maria Stuart: Das bringt die kommende Landestheater-Saison

„Sister Act“, „Parsifal“, „Maria Stuart“: Das bringt die kommende Landestheater-Saison

Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 19.04.2019 13:48 Uhr

LINZ. 39 Neuproduktionen, darunter zehn Uraufführungen und eine europäische Erstaufführung, fünf Wiederaufnahmen: Das Landestheater Linz stellt die kommende Spielzeit 2019/2020 unter das Motto „Bekenntnisse“.

Nach „Welt aus den Fugen“ stellt Intendant Hermann Schneider seine kommende vierte Spielzeit unter das Motto „Bekenntnisse“ und kündigt eine Mischung aus Bekanntem und Neuem an. Werke, die Bekenntnischarakter haben, ziehen sich durch alle Sparten. „Das Thema beinhaltet eine Denkbewegung an sich“, so Schneider, es gehe aber nicht um Ideologien, sondern um den kritischen Blick. „Das Theater ist der Ort, diese Themen zu befragen und zu untersuchen.“

Auf ins Opernjahr

So wird ganz bewusst zum Auftakt der Spielzeit die Grand opéra „Le Prophète“ (Premiere: 22. September) des jüdischen Komponisten Giacomo Meyerbeer gezeigt, „ein jahrelang verfemter Künstler wird wiederentdeckt“, so Schneider. Dem gegenüber steht das Bühnenweihfestspiel von Richard Wagner „Parsifal“, inszeniert von Schauspieldirektor Stephan Suschke. Bei beiden Werken wird Chefdirigent Markus Poschner am Pult stehen.

Mit der „Entführung aus dem Serail“ wird der Mozart-Zyklus fortgesetzt, ebenso freuen darf sich das Publikum auf die Verdi-Oper „Il Trovatore“, die Operette „Der Bettelstudent“ unter der bewährten Regie von Karl Absenger, die Opernstudio-Produktion „The Rape of Lucretia“ aus der Feder von Benjamin Britten oder die Uraufführung des Musiktheaters von Michael Obst „Unter dem Gletscher“.

Uraufgeführt wird mit „Die Schule oder das Alphabet der Welt“ auch ein spartenübergreifendes Stück von Peter Androsch.

Musical-Auftakt mit neuen Darstellern und Mega-Hit

Die ganze Bandbreite wird wieder das Musical-Ensemble des Landestheaters bespielen, kündigt Musical-Chef Matthias Davids an. Und die neue Spielzeit werde etwas komödiantischer und humorvoller als die letzte. Und gleich mit einem großen Knaller geht's los, mit einer Neuinszenierung der bekannten Filmkomödie „Sister Act“ (ab 7. September). Eine spannende Dynamik werde ab der kommenden Saison auch das neue Ensemble bringen, so Davids.

Publikumslieblinge gehen, neue werden kommen

Die Hälfte des Musical-Ensembles wird Linz nach der laufenden Saison ja verlassen - Riccardo Greco, Ariana Shirasi-Fard, Anais Lueken, Myrthes Monteiro, Christof Messner und Carsten Lepper. Dafür kehrt eine gute Bekannte fix zurück: Daniela Dett. Und auch die restlichen neuen Darsteller stehen schon fest: Sanne Mieloo, Celina dos Santos, Lukas Sandmann, Karsten Kenzel und David Arnsperger. Besonders präsentieren können sich die Neuzugänge am 24. April, beim Highlight-Konzert „Wir sind Musical!“.

Eine europäische Erstaufführung gibt's im Musical mit „Mary und Max Oder wie funktioniert die Welt?“. Ins antike Rom entführt ab 1. Februar das Stephen Sondheim-Musical „Die spinnen, die Römer!“. Und die Macher des Erfolgsmusicals „In 80 Tagen um die Welt“ arbeiten bereits wieder an einer neuen Musical-Uraufführung: Linz konnte sich die Rechte für „Fanny und Alexander“ von Ingmar Bergman sichern. Zu sehen ab 4. April im Schauspielhaus.

Tanz mit großer Strahlkraft

Tanzdirektorin Mei Hong Lin wird mit Igor Strawinskys Meisterwerk „Le sacre du printemps“ in die Saison starten (26. Oktober), mit „Cinderella“ wird ein weiterer Klassiker der Moderne gezeigt. Uraufgeführt wird das Tanzstück des Schweizers Urs Dietrich „Credo“.

Komödie und Drama

An der Promenade wird die Spielzeit mit Schillers Trauerspiel „Maria Stuart“ eröffnet (13. September), am Spielplan stehen auch das Nestroy-gekrönte „Jedermann (stirbt)“ von Ferdinand Schmalz, das Raimund-Märchen „Der Verschwender“ oder der Lessing-Klassiker „Nathan der Weise“, „Immer noch Sturm“ von Peter Handke oder Thomas Bernhards „Ritter, Dene, Voss“. Ein Pilot wird die Uraufführung des digitalen Projekts „Prometheus Unbound“ gemeinsam mit den Cyberräubern.

Die Sparte Junges Theater, die mit neuem Ensemble antreten wird, startet mit dem bekannten sommerlichen Road-Trip „Tschik“ für alle ab 13 Jahren in die Saison (19. September), mit „Die Weiße Rose“ wird die Geschichte von Hans und Sophie Scholl auf die Bühne gebracht. Die kleineren Besucher dürfen sich unter anderem auf „Die Schneekönigin“ oder mit der Uraufführung von „Es war einmal...“ auf ein Märchenchaos nach den Grimm-Brüdern freuen.

Preise angeglichen

„Es ist wieder eine engagierte Programmierung“, freut sich Landeshauptmann Thomas Stelzer. „Publikumslieblinge haben genauso Platz wie der Mut zu Neuem.“ Wie Geschäftsführer Thomas Königstorfer ankündigt, wird auch das Preissystem von Schauspielhaus und Kammerspielen vereinfacht und vereinheitlicht. Die teuerste Karte koste 49 statt 60 Euro. Die Preise im Musiktheater werden maximal um einen Euro erhöht.

Alle Infos auf einen Blick

Der Spielplan ist auf www.landestheater-linz.at zu finden, dort kann auch das Jahresheft heruntergeladen werden.

Der Vorverkauf startet am Dienstag, 23. April. Karten gibt's online, per Mail an kassa@landestheater-linz.at und unter Tel. 0732/7611-400. 

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