Gutes Benehmen ist im Berufsalltag nach wie vor gefragt

Christina-Anna Stenz, Leserartikel, 29.09.2012

Nicht nur privat, sondern auch im Beruf spielen die richtigen Umgangsformen eine zentrale Rolle. Ein angenehmes soziales Verhalten am Arbeitsplatz zahlt sich aus, denn Vorgesetzte und Kollegen achten auch auf Auftreten, Benehmen und Tonfall. Wie es gelingt, sich als sensibler, respektvoller Gesprächspartner und Kollege zu präsentieren, darüber hat sich Tips informiert.

Wer denkt, dass beim Thema Knigge am Arbeitsplatz nur angemessene Kleidung, Tischmanieren und Höflichkeit gegenüber den Mitarbeitern angesagt ist, der liegt falsch: Auch bei Meetings, Präsentationen und Verhandlungen drohen Fehltritte. Die Fähigkeit, sich in jeder ­Situation angemessen und vorteilhaft zu verhalten, verleiht natürliche Autorität und bringt Pluspunkte. Umgangsformen beim Chef Welche Meinung man gegenüber seinem Chef hat, spielt keine Rolle, denn Respekt vor ihm und seiner Position, sowie Diskretion über firmeninterne Informationen sind absolute Pflicht. Klatsch und Tratsch sollte tabu sein, ebenso wie Kritik hinter dem Rücken des Vorgesetzten. Auch wenn man nicht mehr in der Firma arbeitet, sind negative Äußerungen unpassend, denn zukünftige Arbeitgeber suchen Mitarbeiter, bei denen sie nicht um ihre Loyalität fürchten müssen. Knigge unter Mitarbeitern Um ein angenehmes Arbeitsklima ist sicher jeder bemüht. Deshalb ist es wichtig, den Kollegen von Anfang an zu signalisieren, dass man an einer guten Zusammenarbeit interessiert ist. In der Probezeit können ­interne Umgangsformen und -regeln kennengelernt werden. Solche Regeln betreffen zum Beispiel die persönliche Anrede: Spricht man die Kollegen mit Sie oder Du an? Sind diese Regeln nicht klar, dann gilt grundsätzlich, dass der ältere Kollege oder der Vorgesetzte das Du anbietet. Telefonieren Während der eine ruhig arbeiten will, brüllt sein Nachbar in den Telefonhörer. Gerade in Großraumbüros muss Rücksicht auf die Kollegen genommen werden. Lautes Sprechen, den Hörer auf die Gabel knallen oder sehr private Gespräche stören das Arbeitsklima und den Arbeitsfluss. Auch das ständige Klingeln von Handys ist gefürchtet, also einfach das Telefon auf lautlos stellen. Während Geschäftstelefonaten ist ebenso Diskretion angebracht, um Kollegen nicht bei der Arbeit zu stören. Chaos am Schreibtisch Sowohl in den eigenen vier Wänden als auch am Arbeitsplatz ist Ordnung gern gesehen. Papierstapel, Aktenordner, leere Getränkeflaschen oder alte Kaffeetassen sollten spätestens gegen Feierabend geordnet oder weggeräumt werden. Auch wenn man selbst den Überblick im Chaos behält, macht ein unordentlicher Schreibtisch weder bei Kollegen noch bei eventuellen Besuchern einen guten Eindruck.   Kniggefalle E-Mail   Viele lassen sich beim Verfassen von E-Mails zu einem saloppen Ton hinreißen oder missachten Rechtschreibregeln. Auch elek­tronische Post ohne Anrede oder mit zweideutigen Formulierungen sind Nährboden für Missverständnisse. Berufliche Mails sollte man wie einen Brief betrachten und sich um eine schöne äußere Form, sowie um einen sachlichen Ton bemühen. Die Nachricht braucht auch einen Betreff. Zusätzlich muss beachtet werden, dass unter jede geschäftliche E-Mail der vollständige Name des Absenders, sowie eine Telefonnummer für Rückfragen gehört. Tipps für den Büroalltag Um bei Sitzungen erfolgreich zu sein, sollte man sich gut darauf vorbereiten und stets bemüht sein, den anderen etwas Neues mitzuteilen. Eine E-Mail sollte nie in aufgebrachter Stimmung geschrieben werden, lieber abwarten, bis sich die Situation wieder entspannt und erst dann antworten. Über Informationen, die man von Kollegen im privaten Umfeld erfahren hat, sollte nicht geplaudert werden. Ein guter Rat ist auch, Kollegen und Geschäftspartner nicht dauernd zu verbessern, denn das wirkt lehrhaft und ist unhöflich.Benimmregeln sind keinesfalls verstaubt, sondern gehören nach wie vor zur guten Etikette und erhöhen die Erfolgschancen im Berufsleben.

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