Fachkräfte in der Altenarbeit dringend gebraucht: Neue Ausbildungsmodelle und Kampagne sollen Lust machen

Fachkräfte in der Altenarbeit dringend gebraucht: Neue Ausbildungsmodelle und Kampagne sollen Lust machen

Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 15.03.2019 16:37 Uhr

OÖ/LINZ. „Werde Sinnstifter“ –unter diesem Slogan startet das Sozialressort des Landes OÖ gemeinsam mit dem Netzwerk SoNe eine neue Kampagne. Auch neue Ausbildungsmodelle im Bereich der Altenarbeit sollen Menschen für das Berufsfeld gewinnen. Laut Berechnungen fehlen bis zum Jahr 2025 alleine in Oberösterreich 1.600 zusätzliche Fachkräfte in Vollzeit.

„Das Thema braucht mehr Öffentlichkeit, teilweise können Betten nicht belegt werden, weil zu wenig Personal da ist,“ so Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer. Bis zum Jahr 2025 werden in Oberösterreich bis zu 1.600 zusätzliche Fachkräfte in der stationären und mobilen Altenarbeit gebraucht – in Vollzeit. Ein solcher Mehrbedarf bedeute, dass jährlich etwa 800 Personen eine Ausbildung beginnen müssten, um das System langfristig abzusichern, rechnet Gerstorfer vor.

Um eine Ausbildung im Bereich der Altenpflege schmackhaft zu machen - für alle Altersklassen, also von Pflichtschulabgängern bis zu Umsteigern, hat das Sozialressort ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgelegt, das vor allem auch die finanzielle Absicherung während der Ausbildung gewährleistet.

Konkretes Maßnahmenpaket für die Ausbildung

So werden ab 2019 alle Ausbildungen in der Altenarbeit in Oberösterreich kostenlos angeboten – die Kosten von rund 1,6 Millionen Euro trägt das Sozialressort.

Mit insgesamt 36 Ausbildungslehrgängen in ganz Oberösterreich im Jahr 2019 werden 1.080 Ausbildungsplätze angeboten. Erstmals ist es möglich, gleich nach der Pflichtschule eine Ausbildung zu beginnen, mit dem Lehrgang „Junge Pflege“. Bislang lag das Mindestalter bei 17 Jahren.

Das Kombi-Modell „Ausbildung plus Anstellung“ bietet eine zusätzliche Chance, ab heuer wird auch erstmals eine verkürzte Ausbildung mit dennoch allen notwendigen Inhalten angeboten, um schneller in den Beruf einsteigen zu können. Forciert werden ab heuer sogenannte „Teilzeit-Ausbildungen“.

„Für jeden das passende Modell“

„Die neuen Lehrgänge in unterschiedlicher Dauer und die unterschiedlichen Möglichkeiten der Finanzierung – das sind wirklich neue Angebote, wo wir wissen, dass sie gebraucht werden“, so Martin König, Geschäftsführer der SoNe Soziales Netzwerk Gmbh.

„Wir wollen die besten Rahmenbedingungen für alle schaffen, auch für Erwachsene.“ Egal wer sich interessiere, es werde eine gute und individuelle Lösung beim Standort, Ausbildungsmodell und bei der finanziellen Absicherung gefunden, betont Gerstorfer. „Wir können mit gutem Gewissen sagen: für jeden der hier eine Ausbildung machen will, wird auch das passende finanzielle Modell gefunden.“

Gerade im Bereich der Altenarbeit gebe es eine große Garantie auf einen in Wohnort-Nähe und einen sicheren Arbeitsplatz mit langfristiger Zukunftsperspektive, streichen Gerstorfer und König hervor.

Finanzierungsmodelle

Zum bewährten Stiftungsmodell wurde für die Ausbildungen in der Altenarbeit das Fachkräftestipenium des AMS wieder geöffnet, wodurch während der Ausbildung ein Einkommen garantiert ist.

Beim Kombimodell „Ausbildung und Anstellung“ liegt ein Dienstverhältnis bei einem Heimträger mit 20 Wochenstunden zu Grunde, wobei zehn Stunden davon für die Ausbildung zur Verfügung stehen. Der Gesamtaufwand beläuft sich auf 40 Wochenstunden, das Einstiegsgehalt entspricht den Kollektivverträgen.

Eine Möglichkeit wäre auch die Inanspruchnahme einer Bildungskarenz, um sich der Ausbildung zu widmen.

Neue Kampagne

Informiert und kommuniziert wird mit der neuen Kampagne „Werde Sinnstifter“, die das Image der modernen Altenarbeit und all ihre Chancen kommunizieren soll. Ab 18. März wird plakatiert.

Zudem wird aktiv auf die Menschen zugegangen, in Einrichtungen oder bei regionalen Messen.

Anlaufstelle für Beratung

Unterstützt und informiert über alle Möglichkeiten und Kombinationen bei der Ausbildung werden Interessierte von der zentralen Servicestelle der SoNe. Alle Infos gesammelt gibt's nun auf www.sinnstifter.at gesammelt, dort findet man auch den Kontakt für persönliche Beratung.

Alle Infos: www.sinnstifter.at

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