Parkplatz-Sperre ab Oktober ist nun fix

Jürgen Affenzeller Jürgen Affenzeller, Tips Redaktion, 07.09.2017 12:11 Uhr

LINZ. Nach dem Runden Tisch über die weitere Vorgehensweise zur zukünftigen Nutzung des Urfahranermarkt-Areals ist klar: Die Stadt verzichtet auf die Umwidmung des Geländes auf einen Dauerparkplatz. Nach Ende des Urfahraner Herbstmarktes bleibt das komplette Areal für Autos gesperrt.

Vizebürgermeister Bernhard Baier, Stadträtin Eva Schobesberger, Stadtrat Markus Hein sowie Neos-Gemeinderat Lorenz Potocnik nahmen neben Bürgermeister Klaus Luger an der Besprechung teil. „Einen Antrag auf Umwidmung des Geländes zu stellen, macht nur dann Sinn, wenn der Antrag im Gemeinderat eine Mehrheit findet. Ein solches Verfahren würde mindestens eineinhalb Jahre in Anspruch nehmen, da eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) notwendig ist“, so Bürgermeister Klaus Luger.

„Fläche anderweitig nutzen“

Nach eingehender Diskussion wurde einstimmig davon abgesehen, einen Antrag auf Änderung der Flächenwidmung zustellen. Luger: „Alle Vertreter waren sich einig, in Zukunft kein Dauerparken am Urfahranermarktgelände zu ermöglichen.“ Die Fläche soll nun anderweitig genutzt und nach Maßgabe der rechtlichen Rahmenbedingungen (Hochwasserschutzgebiet) neu gestaltet werden. Der Urfahranermarkt soll jedenfalls weiterhin dort stattfinden.

Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein will einen kooperativen Planungsprozess zu starten. „Wie am Kasernenareal Ebelsberg soll gemeinsam mit Anrainern, Stakeholdern und Interessensvertretungen die Fläche neu gestaltet werden. Nach Abklärung der rechtlichen und juristischen Möglichkeiten wollen wir damit im Herbst 2017 bereits starten.“ Im Sommer 2018 sollen bereits konkrete Ideen vorliegen.

Grüne: „Große Chance“

„Wir haben somit eine große Chance zu überlegen, wie wir diesen besonderen Platz den Menschen zurückgeben können“, sagt die Grüne Stadträtin Eva Schobesberger. Gleichzeitig braucht es einen Schutz der AnrainerInnen vor dem steigenden Parkdruck. „Zudem müssen die Park-and-Ride-Flächen außerhalb der Stadt endlich umgesetzt und der öffentliche Verkehr rasch ausgebaut werden“, betont Schobesberger.

Urfahraner Jahrmarkt bleibt

„Die Linzer näher an die Donau zu bringen, ist eine Langzeitforderung der ÖVP Linz. Seit Jahren versuchen wir Schritt für Schritt, die Linzer näher an den Fluss zu bringen – die Neugestaltung des Areals ist ein weiterer wichtiger Baustein für ein Mehr an Lebensqualität in der Stadt“, kommentiert ÖVP-Vize-Bürgermeister Bernhard Baier das heutige Ergebnis des Runden Tisch. In den vergangenen Jahren hat die ÖVP Linz mit zahlreichen Projekten wie etwa der Attraktivierung des Naturschotterstrandes in Alturfahr, mit mobiler Gastro wie der Sandburg und einem Food Truck am Steinmetzplatzl für die Belebung der Naherholungsoase Donau gesorgt. 

Baier betont aber auch einmal mehr, dass es durch eine Neugestaltung des Areals direkt an der Donau keinesfalls zu einer Absiedelung des Urfahraner Jahrmarktes kommen darf. „Der Jahrmarkt muss bleiben, daran gibt es nichts zu rütteln.“

NEOS: „Baustein Richtung Lebensstadt“

Auch die  Linzer NEOS-Fraktion und Lorenz Potocnik persönlich als Stadtentwickler begrüssen den heutigen Beschluss, kein Umwidmungsverfahren einzuleiten. „Für Linz ist das Freiwerden dieser wertvollen Fläche eine lang ersehnte, gewaltige Chance an die Donau zu rücken und einen weiteren Baustein in Richtung Lebensstadt zu gestalten. Nun gehört der Gestaltungsprozess vor allem professionell in Form eines kooperativen Verfahrens geplant. Dafür wurden heute früh die Weichen gestellt.“

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