„Tag des Apfels“ schärft Bewusstsein für regionalen Konsum

„Tag des Apfels“ schärft Bewusstsein für regionalen Konsum

Nora  Heindl Nora Heindl, Tips Redaktion, 09.11.2018 08:00 Uhr

OÖ. Essen und Ernährungsbildung sind ganz nah am Alltag der Menschen. Von Gesundheit, Nachhaltigkeit über Kultur gibt es viele Aspekte, die das Thema umfasst. Die Bäuerinnen nehmen am heutigen „Tag des Apfels“ (9. November) einmal mehr die Gelegenheit wahr, auf die Vorzüge heimischer, saisonaler Lebensmittel hinzuweisen.

Der Apfel ist das beliebteste Obst der Österreicher, der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch beträgt rund 20 Kilo pro Jahr. „Der Tag des Apfels ist kein offizieller Feiertag, sondern vielmehr ein Aktionstag, der die Aufmerksamkeit auf den Apfel als das beliebteste Obst der Oberösterreicherinnen und Oberösterreich lenken soll“, so die Landesbäuerin Landtagsabgeordnete  Annemarie Brunner. „Wer beim Kauf auf heimische Lebensmittel achtet, unterstützt nicht nur unsere Bäuerinnen und Bauern, sondern fördert auch den Ausbau der gepflegten Kulturlandschaft und der regionalen Wertschöpfung.“

Der Tag des Apfels dient dementsprechend dazu, den regionalen Konsum zu stärken und das Augenmerk auf die eigene Landwirtschaft zu richten. „Gerade in Zeiten, wo Klimawandel und ökologischer Fußabdruck diskutiert werden, bietet es sich an, zu saisonalem und regionalem Obst zu greifen“, betont Brunner.

Kleiner Snack für Zwischendurch

Äpfel machen satt und haben nur rund 70 Kalorien pro Stück, damit sind sie eine praktische Zwischenmahlzeit. „Unser kalorienarmes Lieblingsobst enthält aber auch viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe und macht somit teure Nahrungsergänzungsmittel überflüssig“, so Brunner. Der aktuelle Ernährungsbericht 2017 zeigt, dass 25,8 Prozent der Männer und 15,1 Prozent der Frauen übergewichtig sind. Zudem zeigen die Daten, dass bereits bei acht- bis neunjährigen Schulkindern eine erhöhte Tendenz zu Übergewicht gegeben ist. „Gezielte Ernährungs-, Bewegungs- und Gesundheitsförderung im schulischen Umfeld sind wesentliche Elemente eines präventiven Gesamtkonzeptes“, zitiert Brunner aus dem Bericht. Erfreulich ist aber, dass der tägliche Obstkonsum bei den Schülerinnen und Schülern seit 2006 kontinuierlich im Steigen begriffen ist.

Bäuerinnen für Einführung des Lehrfachs Ernährungsbildung

Die Bäuerinnen sind bereits seit mehr als 20 Jahren mit den Angeboten von Schule am Bauernhof, Landwirtschaft macht Schule oder Lebensmittelweiterbildungen in Schulen bis zur 8. Schulstufe aktiv. „Wir Bäuerinnen unterstützen jegliche geplanten Intensivierungen der Lehrinhalte zum Lebensmittelwissen in den Schulen“, so die Landesbäuerin. Es ist wichtig, dass die Schulkinder die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Herkunft und Herstellung von Lebensmitteln in Verbindung mit unserer heimischen Landwirtschaft verstehen lernen. „Ernährungsbildung ist der erste Baustein zu einer ausgewogenen Ernährung und damit zu einer gesunden Zukunft unserer Kinder“, ist Brunner überzeugt.

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