Streit in Münichreith geht weiter

Streit in Münichreith geht weiter

Bettina  Kirchberger Bettina Kirchberger, Tips Redaktion, 25.11.2014 20:00 Uhr

Münichreith-Laimbach. Vizebürgermeister Josef Hintersteiner (ÖVP) wird derzeit von zwei Mitgliedern der Bürgerliste Aktiv hart angegriffen.

Das ehemalige ÖVP-Mitglied und nunmehriger Obmann der Bürgerliste Aktiv Karl Reithner und Josef Mühlberger (ebenfalls Bürgerliste Aktiv) stellen das politische Engagement von Josef Hintersteiner in Frage und forderten ihn zum Rücktritt auf.  Josef Hintersteiner dazu: „Seit diesen Äußerungen geht bei mir das Telefon über. Bei uns in der Gemeinde verstehen die wenigsten, warum die beiden mich öffentlich an den Pranger gestellt haben. Es stimmt, Reithner hat sein politisches Interesse kundgetan und wollte über eine Bürgerliste in der Gemeindepolitik mitarbeiten. Ich habe ihn dann in einem Gespräch gebeten, sich bei uns in der ÖVP zu engagieren. Dies wollte er aber nur, wenn ich mein Amt als Vizebürgermeister sofort niederlege. Dass er bezüglich nicht stattfindenden Fraktionssitzungen mein Engagement in der Gemeindepolitik anzweifelt, ist lächerlich. Solche Sitzungen gehen ihn gar nichts an. Er weiß über stattfindende oder nicht stattfindende interne Sitzungen gar nicht Bescheid. In der Gemeinde herrscht eine allgemein gute Zusammenarbeit“. Das sieht Reithner ganz anders: „Ich bin generell mit seiner Arbeit unzufrieden. In Münichreith ist nichts passiert. Und daher habe ich mich entschlossen zu handeln. In der Gemeinde gibt es vier Parteien, die ÖVP und die beiden ÖVP-nahen Listen Heimatliste Laimbach und unsere Bürgerliste Aktiv sowie die SPÖ. Selbstverständlich wäre es wünschenswert, wenn man unsere Liste eines Tages mit der ÖVP verschmelzen könnte. Aber ich bleibe dabei, dies passiert nur ohne Hintersteiner. Denn die Mitglieder der Bürgerliste, die ich übernommen habe, hat er bislang – gelinde gesagt – sehr uninformiert gelassen.“   Mühlberger holt noch weiter aus Den Unmut über Josef Hintersteiner teilt auch Josef Mühlberger (ebenfalls Bürgerliste Aktiv), der mit der Aussage „Mit Vizebügermeister Josef Hintersteiner ist eigentlich niemand zufrieden“ noch weiter ausholt. „Ich bin von Josef Mühlberger menschlich zutiefst enttäuscht. Wir hatten bis zu diesem Artikel ein gutes Verhältnis. Es kann doch nicht sein, dass jene, die in der Gemeinde viel gearbeitet und geleistet haben, durch massive Rufschädigung in den Hintergrund gedrängt werden. Ich werde sicherlich in der Öffentlichkeit keine Schmutzwäsche waschen, ich sage aber schon ganz klar, dass jeder vor seiner Haustüre kehren sollte und bin überzeugt, dass sich unsere Bürger in der Gemeinde bereits ein Bild gemacht haben und sehr wohl wissen, wer in der Gemeinde arbeitet und wer kurz vor der Wahl mit nicht nachvollziehbaren Äußerungen auf sich aufmerksam machen will“, so Hintersteiner.    ÖVP-Bezirksobmann meldet sich zu Wort Nun meldete sich auch ÖVP-Bezirksparteiobmann Karl Moser zu Wort. „Bezüglich den Anschuldigungen der fehlenden Fraktionssitzungen oder fehlendem Engagement kann ich keine Stellung nehmen, weil ich den Sachverhalt nicht im Detail kenne. Aber in der Politik ist das Verhältnis von Bring- und Holschuld ausgewogen. Man muss sich schon die Frage stellen, warum diese Anschuldigungen gerade jetzt im Wahlkampf kommen und ob das Interesse an Sitzungen jemals von irgendjemand eingefordert wurde“.   Ortschef Riegler: „Hatten bisher immer eine sehr gute Zusammenarbeit“ Über den Streit zeigt sich auch Bürgermeister Josef Riegler (Heimatliste Laimbach) enttäuscht.  „Ich möchte zu dieser Sache nur sagen, dass man bedenken soll, dass wir uns nach den Wahlen auch noch in die Augen schauen und zusammenarbeiten sollten. Von meiner Seite aus kann ich schon sagen, dass die Zusammenarbeit mit Vizebürgermeister Josef Hintersteiner bisher sehr gut funktioniert hat.“ Ein baldiges Ende der Streitigkeiten ist somit nach der zweiten Runde stark anzuzweifeln. Einig sind sich alle Beteiligten nur in einer Sache: „Am Ende entscheiden die Wähler, wem sie in Zukunft ihr Vertrauen schenken.“
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