Sorgenfalten wegen geplanter Baurestdeponie

Sorgenfalten wegen geplanter Baurestdeponie

Robert Hofer Robert Hofer, Tips Redaktion, 06.03.2018 11:30 Uhr

NEUZEUG. Besorgt zeigen sich Gemeindevertreter aus dem Sierninger Ortsteil Neuzeug über derzeit kursierende Pläne der Firma Hasenöhrl. Sie will in der sogenannten Krennhuber Schottergrube eine Deponie für Baureststoffe errichten. 

„Wir haben erfahren, dass der Betreiber offenbar bereits vor mehreren Monaten ein Projekt bei den zuständigen Landesbehörden eingereicht hat. Weder die Bevölkerung noch die Gemeinde waren darüber informiert“, kritisiert Vizebürgermeisterin Maria Brameshuber (SPÖ).

Kritische Punkte

„Es gibt eine Reihe kritischer Punkte, auf die wir eine Antwort haben wollen“, fordert Gemeinderätin Ursula Auer aus dem Ortsteil Neuzeug. „Problematisch ist etwa die Tatsache, dass auf so einer Deponie auch Reststoffe wie Asbest eingebracht werden können. Wie wird sichergestellt, dass es hier zu keiner Belastung der Umwelt und vor allem der Menschen kommt?“ Offenbar ist auch geplant, das Sickerwasser aus der Deponie in den Steyrfluss einzuleiten. „Aber nur wenige Meter unterhalb der geplanten Einleitungsstelle befindet sich ein beliebter Badeplatz für Familien und Kinder“, zeigt sich Auer besorgt.

Thema im Gemeinderat

Allerdings müsste für die geplante Rohrleitung ein Grundstück der Gemeinde gequert werden. „Wir werden bei der nächsten Gemeinderatssitzung einen Antrag einbringen, dass die Gemeinde dafür keine Genehmigung erteilt“, kündigen die beiden SPÖ-Politikerinnen an. Offen sind auch noch viele weitere Fragen: Wie groß ist der Umfang der geplanten Deponie und wie viele Jahre soll sie betrieben werden? Wie wird kontrolliert, dass die eingebrachten Baureste keine Giftstoffe enthalten? Wie sieht die Staub- und Verkehrsbelastung aus? Wie wird sichergestellt, dass keine Schadstoffe versickern?

Rasche Information

„Uns geht es jetzt vor allem darum, dass die Bevölkerung so rasch wie möglich über das Projekt informiert wird. Wir wollen Antworten auf die vielen offenen Fragen. Wir fordern daher von der Firma Hasenöhrl, dass sie unverzüglich eine Informationsveranstaltung in Neuzeug abhält. Besser heute als morgen“, so Brameshuber und Auer.

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