Ein Lebensraum wird plastiksackerlfrei - und Kinder fangen an
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Ein Lebensraum wird plastiksackerlfrei - und Kinder fangen an

Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 21.05.2014 08:00 Uhr

NIEDERKAPPEL. Aus der ursprünglichen Absicht, den Lebensraum Donau-Ameisberg plastiksackerlfrei zu machen, ist ein ganzes Schulprojekt geworden: Gemeinsam mit der Volksschule Niederkappel und dem BAV wurde ein Materialpaket ausgearbeitet, mit dem schon die Kinder lernen, Müll richtig zu trennen und wenn möglich gleich zu vermeiden.

Dass der Bezirksabfallverband an die Kindergärten und Schulen kommt, ist ja nicht neu. „Viele Schulen rufen regelmäßig an und vereinbaren eine Unterrichtsstunde mit unseren Abfallberaterin“, berichtet Ursula Salomon. „Langfristiges Ziel ist, dass alle Kinder im ganzen Bezirk den BAV kennen und wenigstens einmal in einem Sammelzentrum waren“, sagt Salomon.Da kommt das Schulprojekt im Lebensraum Donau-Ameisberg genau richtig: Mit einem ganzen Paket an Lehrunterlagen können die Abfallberater nun auch alle anderen Schulen erreichen. Lernen mit Alfons & Apfelsine Das Material ist altersgerecht auf die Klassen abgestimmt, wie Hannes Sonnleitner ergänzt: In der ersten Klasse räumen die Kinder den Teich auf, in der zweiten und dritten wird das Thema mit Arbeitsblättern und bei der Altstoffrallye behandelt und in der vierten Klasse fahren die Schüler hinaus in die Altstoffsammelzentren. Bei alldem sollen schon die Kleinen lernen, wie man richtig trennt – und warum. Sie lernen, dass Müll wertvoller Rohstoff ist. Als Maskottchen begleiten Alfons und Apfelsine die Kinder. Diese sind auch auf der Stofftasche drauf, die jetzt an alle Volksschüler im Lebensraum Donau-Ameisberg verteilt wird. Stoff statt Plastik Denn es geht auch um Müllvermeidung, was schon beim Einkauf beginnt. Dazu Hermann Hötzendorfer vom Lebensraum Donau-Ameisberg: „Auch die Mülltrennung hat in den Schulen begonnen. Kinder sollen jetzt ihre Eltern erziehen, damit sie beim Einkaufen eine Stofftasche oder einen Korb mitnehmen.“Nach dem Start der Pilotphase in der Volksschule Niederkappel, wo Müllvermeidung ohnehin schon einen großen Stellwert einnimmt, soll das fertig ausgereifte Paket im Herbst vorerst an alle Schulen in der Region Donau-Ameisberg verteilt werden. Dann können die Lehrer das Thema in den Unterrichtsplan einbauen. „Das Material muss gut aufbereitet sein, sonst legt man“s weg„, weiß VS-Direktorin Martina Eibl, die deshalb bei der Entwicklung aktiv mit dabei war. Später soll das Müll-Projekt auf den ganzen Bezirk ausgeweitet werden.
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