Noch mehr Platz für market calling

Petra Hanner Petra Hanner, Tips Redaktion, 06.10.2017 17:27 Uhr

NIEDERWALDKIRCHEN. 1,5 Millionen Kundenkontakte servicieren die 130 market calling-Mitarbeiter aus der Region jedes Jahr. Und dafür braucht man Platz. Deshalb wurde heute ein Zubau feierlich eröffnet.

market calling Marketing GmbH ist die gemeinsame Tochtergesellschaft der Energie AG Oberösterreich und des market-Marktforschungsinstituts für Kundenservice, Marketing und Marktforschung. Im Callcenter in Niederwaldkirchen werden aktuell täglich zwischen 3500 und 4500 Telefonate geführt und bis zu 2000 E-Mails bearbeitet. Neu im Leistungsspektrum sind seit einiger Zeit die Kommunikationskanäle aus dem Social Media-Bereich (Facebook, Twitter,…) sowie die Servicierung verschiedener Onlinedienste (z.B. Chat). Erledigt wird dieser enorme Arbeitsaufwand von den vorwiegend weiblichen Mitarbeitern, die in Niederwaldkirchen beschäftigt sind.

Zukunftstrategie Digitalisierung

Mit dem Ausbau des Callcenters sind am Standort Niederwaldkirchen nicht nur passende Räume für das Service-Team der Energie AG entstanden, gleichzeitig wurde die Ausstattung an den letzten Stand der Technik angepasst. Damit nimmt das Callcenter, das die Digitalisierung zu einem vollwertigen Kundenservice-Center macht, eine wesentliche Rolle im Energie AG-Konzern ein: Kurzfristig wird hier bereits ein erstes Leuchtturmprojekt der Digitalisierungsstrategie umgesetzt. Das „Omni Channel“-Service startet mit einem Videotelefonie-Kanal für Kunden mit Glasfaser-Internetanschluss von der Energie AG. Mit der Videotelefonie ist es künftig möglich, die Kunden vor Ort mit ihrem Handy-Display per Video zu instruieren. „Die Energie AG beschreitet damit einen neuen innovativen Weg im Bereich Kundenservice, der zum Nutzen unserer Kunden ist“, sagt Energie AG-Generaldirektor Werner Steinecker.

Bewährungsprobe Sturmnacht

Die Erweiterung bietet auch Möglichkeiten für weiteres Wachstum. Im Zuge des Erweiterungsbaus wurden am Standort auch eine Photovoltaik-Anlage und eine E-Tankstelle errichtet. Zudem wurde die technische Rückfallebene (Notstromversorgung etc.) so ausgeführt, dass das Callcenter auch für Ausnahme- und Notfallsituationen bestens gerüstet ist: Dieses Service weiß nicht nur die Energie AG selbst zu schätzen, sondern auch das Land Oberösterreich, das mit der Landeskrisenhotline auch auf die Ressourcen in Niederwaldkirchen zurückgreift. Steinecker: „Die getroffenen Maßnahmen haben sich bereits im Sommer bestens bewährt, als Orkanböen mit bis zu 130 Stundenkilometern schwere Schäden am Stromnetz verursacht haben – bis zu 150.000 Kundenanlagen konnten deshalb nicht versorgt werden. Nicht nur vor Ort haben die Netztechniker dabei hervorragende Arbeit geleistet, sondern auch in Niederwaldkirchen waren die Kolleginnen und Kollegen viele Stunden Tag und Nacht im Einsatz, um den besorgten Kunden die richtigen Auskünfte zu geben bzw. die Störungen aufzunehmen. Nochmals herzlichen Dank für ihren Einsatz!“

BMW ist Neukunde

Zu den Kunden gehören neben den beiden Eigentümern Energie AG und dem Market-Marktforschungsinstitut heute die Wirtschaftskammer Österreich, die Gespag, zahlreiche Klein-, Mittel- und Großunternehmen sowie seit kurzem auch einige Gemeinden. Zudem freut sich market calling über den jüngsten Coup: BMW zählt jetzt ebenfalls zum Kundenstamm.

Wichtiger Arbeitgeber für Frauen in der Region

Diese Meinung teilt auch Betirebsratsvorsitzende Gerda Reisinger: „Vor allem die Frauen wissen das regionale Jobangebot des Unternehmens sehr zu schätzen.“ Aus mehr als 40 umliegenden Gemeinden kommen die Arbeitnehmer täglich zu ihrem Arbeitsplatz nach Niederwaldkirchen. Market Calling ermöglicht somit einen leichteren Wiedereinstieg ins Berufsleben nach der Familiengründung, die Zertifizierung „Beruf und Familie“ sowie die Partnerschaft mit dem „Bündnis für Familie“ unterstreicht hier die familiengerechte Orientierung des Unternehmens. Reisinger: „Wir arbeiten rund um die Uhr – das erfordert Flexibilität von den Mitarbeitern, ermöglicht andererseits aber auch flexible Arbeitszeitmodelle, was vor allem den Wiedereinsteigerinnen entgegen kommt.“ Auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird besonderer Wert gelegt, weshalb mit einem transparenten Gehalts- und individuellen Ausbildungskonzept jedem Mitarbeiter alle Wege inklusive Aufstiegsmöglichkeiten im Unternehmen offenstehen. Die Quote der weiblichen Führungskräfte ist mustergültig und liegt mittlerweile bei 75 Prozent, er Anteil der weiblichen Mitarbeiter liegt bei über 90 Prozent.

 

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