Tips-Leser ermöglichten Liam eine Delphin-Therapie

Gertrude Paltinger, BSc Gertrude Paltinger, BSc, Tips Redaktion, 19.07.2016 10:00 Uhr

OFFENHAUSEN. Von Dezember bis Jänner haben Tips-Leser im Rahmen der Glücksstern-Aktion 9820 Euro für den sechsjährigen Liam Weingartner gespendet. Jetzt hat der körperlich schwer beeinträchtigte Bub seine Delphintherapie absolviert - mit viel Erfolg.

„Man erwartet sich natürlich eine Verbesserung, wenn man dorthin fliegt, aber ich hätte es mir nicht zu träumen gewagt, dass wir so einen großen Erfolg haben“, erzählt Liams Mutter Kerstin Weingartner im Gespräch mit der Tips-Redakteurin. Zwei Wochen hat die Familie Weingartner in Marmaris in der Türkei verbracht. Neben Liam und seinen Eltern Kerstin und Gernot waren auch seine dreijährigen Schwestern Celina und Eliana und die Großeltern dabei. Oma und Opa sind als Unterstützung mitgefahren und haben sich den Urlaub selber bezahlt. Gewohnt hat die große Familie in einem barrierefreien Hotel in Marmaris ganz in der Nähe des Onmega Delphintherapiezentrums.

Schöne, anstrengende Tage

Die Tage haben für Liam und seine Mutter früh begonnen, schon um 6 Uhr sind sie aufgestanden, um nach dem Frühstück um 8.40 Uhr bei den Delphinen zu sein. Eine Delphin-Therapie dauerte rund 40 Minuten, nach einer Pause kamen Physio- und Cranio-Sacral-Therapie dazu. Gegen Mittag trafen sich Mutter und Sohn dann wieder mit den anderen Familienmitgliedern zum Baden. Der Nachmittag gehörte dann der Familie, „die Kinder haben aber wegen der Hitze viel geschlafen“, erzählt Weingartner von den Tagen in der Türkei. „Für uns war es sehr anstrengend, eigentlich kein richtiger Urlaub, aber das ist ok so“, fasst die dreifache Mutter zusammen. Sie ist jetzt überglücklich, dass die Therapie für Liam so erfolgreich war.

Viele Verbesserungen

Seine Handkoordination hat sich sehr verbessert, Liam möchte jetzt auch immer wieder gezielt nach etwas greifen. Auch seine Spastik ist zurückgegangen und er versucht jetzt öfter zu sprechen. Dass sich seine Rumpfstabilität verbessert hat, merkt man daran, dass man nun das selbstständige Sitzen und den Vierfüßlerstand üben kann. Es sind die kleinen Dingen, an denen man erkennt wie auch das Selbstbewusstsein von Liam gestärkt wurde. Er glaubt mehr an sich und versucht seinen Rollstuhl selber in Bewegung zu setzen.

Erzählt die Mutter vom Urlaub, merkt man auch bei Liam noch die Aufregung, er strahlt und möchte etwas von den Erlebnissen berichten: „Am Abend sind wir spazierengegangen“, vermittelt er der Tips-Redakteurin mit Hilfe seines Sprachcomputers.

Wieder zu Hause heißt es für die tapfere Familie nun weiterarbeiten, um den Alltag mit Kinderbetreuung, Pflege und Beruf zu bewältigen. Vielleicht schafft man in zwei Jahren noch eine Delphin-Therapie, vorgenommen hat man es sich jedenfalls.

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