Neuwahl in Peuerbach nach Fusion: Bürgerliste und SPÖ fixieren Antritt, Gemeindearzt startet Wahlkampf

Sabrina Lang Sabrina Lang, Tips Redaktion, 14.11.2017 18:31 Uhr

PEUERBACH. Mit Frühjahr bleibt in Peuerbach kein Stein auf dem anderen - im wahrsten Sinne, denn nach der Fusion mit Bruck-Waasen wird für das große Peuerbach ein neuer - oder auch alter - Bürgermeister gewählt und auch eine Ortsgestaltung steht an, bei der sich die Bürger nun rege beteiligen dürfen. Währenddessen Bürgerlisten und SPÖ ihre Antreten fixieren, hält man sich, was den Namen des Spitzenkandidaten angeht, in ÖVP-Kreisen noch bedeckt.

Im Frühjahr 2018 - der Wahltermin steht noch nicht exakt fest - machen die Peuerbacher ihr Kreuzerl für den zukünftigen Weg der fusionierten Stadtgemeinde. Ab 1. Jänner übernimmt der Regierungskommissar Andreas Wenzl die Bürgermeistergeschäfte interimistisch bis zur Wahl.

 

Zweite Bürgerliste fixiert Wahlantritt

Neben der Bürgerliste Peuerbach von Gemeindearzt Martin Gollner tritt mit der Liste Gemeinsame Zukunft Bruck-Waasen/Peuerbach eine, laut eigenen Angaben der Verantwortlichen, parteipolitisch unabhängige Bürgerbewegung an. Das sei nun fix. „Wir werden bei der Gemeinderatswahl 2018 als parteifreie, unabhängige Liste antreten. Mit unserer Kandidatur haben die Wähler die Möglichkeit, ihre Stimme für unsere Region abzugeben und nicht für eine Partei, die zentralistisch gesteuert ist“, heißt es von Seiten der Bürgerliste. Mit konkreten Namen über einen möglichen Spitzenkandidat für die Bürgermeisterwahl und Parteimitglieder hält man sich noch bedeckt. „Wir stehen für einen respektvollen und wertschätzenden Umgang der Menschen miteinander und wollen die Zukunft unserer Stadtgemeinde Peuerbach zum Wohle aller Generationen vernünftig mitgestalten. Ehrlichkeit, Transparenz und Bürgernähe sind unsere Ziele“ meint der Vorstand der Bürgerliste „Gemeinsame Zukunft Bruck-Waasen/Peuerbach“, der aus elf Personen besteht. 40 bis 50 Menschen würden laut Bürgerliste noch aktiv dahinter stehen. Das Wahlziel: zwei bis drei Mandate und ein zweistelliges Wahlergebnis.

 

Auch SPÖ stellt Kandidaten

Für die SPÖ mit Fraktionsobmann Hans Prodinger steht fest: ein Wahlantritt ist fix, dennoch will man nichts überstürzen. „Wir haben noch nichts fixiert. Wir werden ja auch nicht fünf Monate vor der Wahl mit dem Wahlkampf anfangen, wir lassen uns da nicht antreiben. In erster Linie ist mir wichtig, dass die Zusammenlegung anständig über die Bühne geht. Viele Sachen stellen sich nun doch als nicht so einfach heraus. Es sind ja doch zwei verschiedene Gemeinden“, meint Prodinger zur Zusammenlegung. Zum Bürgermeisterkandidaten der SPÖ meint Prodinger: „Ich bin nicht der, der unbedingt handeln muss, wenn sich noch jemand zur Verfügung stellt, oder jemand das machen will und Zeit hat, ist mir das auch recht“, erklärt der SPÖ-Fraktionsobmann und Stadtrat.

Kein Kandidat der FPÖ

Keine Zeit für„s Bürgermeisteramt hat die FPÖ. “Bei unserem Kandidaten scheitert es an der Zeit. Es ist so gut wie fix, dass wir keinen Kandidaten aufstellen werden„, erklärt FPÖ-Fraktionsobmann Siegfried Lumetsberger. Für die FPÖ wäre Tierarzt und der Fraktionsobmann der FPÖ Bruck-Waasen Hans Lackenberger in Frage gekommen.Stillschweigen bei der ÖVPDie hartnäckigen Gerüchte, dass nun Wolfgang Oberlehner nach einer internen ÖVP-Klausur zum Bürgermeisterkandidaten gewählt wurde, wollte in ÖVP-Kreisen niemand bestätigen. Man hält sich bedeckt, zumindest bis Neujahr: “Die ÖVP Peuerbach und Bruck-Waasen wird bis Ende des Jahres ihre gewohnte Arbeit fortsetzen und hier keine Zeit für den Wahlkampf aufbringen„, erklärt ÖVP-Obmann Martin Baldinger. Man werde sich zu einem passenden Zeitpunkt dazu äußern.

 

Gemeindearzt befindet sich mitten im Wahlkampf

Wer sich bereits selbst mitten im Wahlkampf befindet, ist Gemeindearzt Martin Gollner mit seiner Bürgerliste Peuerbach. Ein Wappen, in dem sich beide Gemeinden wiederfinden sollen, wurde ebenso kreiert wie auch ein eigens Schaufenster in der Stadt mit Infos rund um die Bürgerliste. Zudem wurden in St. Pius Werbegeschenke bestellt. Mit einem Punschstand am 7. Dezember in Peuerbach möchte man Bürgernähe schaffen. “Für mich selber sehe ich, dass ich derzeit bei 20 Prozent stehe. Für die Wahl wünsche ich mir schlussendlich 30 Prozent„, erklärt Gollner.

Ein Vertreter der Grünen konnte bis Druckschluss für ein Statement leider nicht erreicht werden.

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Kommentare

  1. Gastuser 15.11.2017 09:48 Uhr

    30 % - 30 % will er mit seiner Bürgerliste? :-)

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