Lesewelt will gemeinnützig bleiben

„Lesewelt“ will gemeinnützig bleiben

Daniela Toth Daniela Toth, Tips Redaktion, 12.12.2018 16:30 Uhr

PINSDORF. Weil das Finanzamt seine Gemeinnützigkeit anzweifelt, soll der Verein Lesewelt Pinsdorf 1.900 Euro an Steuern nachzahlen. Obmann Peter Kaiser kämpft dagegen an – und hat in den Neos OÖ einen Verbündeten gefunden.

Der Verein Lesewelt Pinsdorf hat es sich seit mehreren Jahren zur Aufgabe gemacht, eine Brücke zwischen den gehörlosen Menschen der Lebenswelt Pinsdorf und den Pinsdorfer Volksschulkindern zu schlagen. So lernten die Kinder Gebärdensprache und gestalteten gemeinsam mit Lebenswelt-Klienten zwei Kinderbücher in Schrift- und Gebärdensprache. Im Vorjahr erhielt der Verein den Solidaritätspreis der oö. Kirchenzeitung.

Nun zweifelt das Finanzamt die Gemeinnützigkeit jedoch an und fordert 1.900 Euro an Gewinnsteuer, rückwirkend für die vergangenen fünf Jahre. Viel Geld für das engagierte ehrenamtliche Team rund um Peter Kaiser. Der Scharnsteiner Steuerberater Hannes Schober vertritt den Verein aus persönlicher Überzeugung zu einem Bruchteil der tatsächlichen Kosten und unterstützt ihn auch bei der Berufung vor dem Bundesfinanzgericht Linz.

„Willkürliches Vorgehen“

Auch die Neos OÖ haben den Fall aufgegriffen: Sie sehen ein „willkürliches Vorgehen der Finanz“. Zudem würde bei kleinen ehrenamtlichen Vereinen jeder Euro hinterfragt, während die „dicken parteinahen Fische“ unbehelligt Millionengewinne machen, kritisiert Neos-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn. Als Beispiel nennt er die WIFI Gmbh. Trotz Millionengewinnen in den vergangenen Jahren werde hier die Gemeinnützigkeit nicht angezweifelt.

Hohe Kosten für Einsprüche

Zudem seien die Kosten, einen derartigen Bescheid zu bekämpfen für viele Vereine unfinanzierbar hoch: Im Fall der Lesewelt wären für die Bekämpfung der 1.900 Euro hohen Forderung – ohne das Entgegenkommen von Hannes Schober – bisher allein 6.000 Euro an Steuerberatungskosten angelaufen.

 

Artikel weiterempfehlen:

+ Jetzt verfassen

Kommentar verfassen






Jugendförderverein 4645 errichtete Niederseilgarten

Jugendförderverein 4645 errichtete Niederseilgarten

GRÜNAU. Unter dem Motto Kids for Kids steht der Niederseilgarten am Gelände östlich des Spielplatzes, den der Jugendförderverein 4645.komm mit Unterstützung aus Leader-Mitteln ... weiterlesen »

21 gefälschte „Bad Ischler-Gulden“ aufgetaucht

21 gefälschte „Bad Ischler-Gulden“ aufgetaucht

BAD ISCHL.  Letzte Woche sind in Betrieben der Kaiserstadt insgesamt 21 Imitate des beliebten Bad Ischler Gulden aufgetaucht. weiterlesen »

Dachstein-Seilbahn startet den Sommerbetrieb

Dachstein-Seilbahn startet den Sommerbetrieb

OBERTRAUN. Start in den Sommerbetrieb am Dachstein Krippenstein mit täglichem Seilbahnbetrieb bis auf 2.100 Meter Seehöhe. weiterlesen »

Innovatives Büroprojekt: Im Almtal entsteht ein Coworking-Space

Innovatives Büroprojekt: Im Almtal entsteht ein Coworking-Space

GRÜNAU. Digitalisierung im ländlichen Raum, unkompliziert mietbare Büroräumlichkeiten und die Möglichkeit zur Vernetzung: Das ist die Idee hinter dem Coworking Space Almtal, der ... weiterlesen »

Selfies aus Gschwandt gesucht

Selfies aus Gschwandt gesucht

GSCHWANDT. Am 8./9. Mai erscheint in der Tips-Ausgabe Gmunden eine Ortsreportage über Gschwandt. Alle Gschwandtner, die sich mit einem Selfie daran beteiligen, können zwei First Class Star ... weiterlesen »

Eine 70 Jahre alte Grauganskolonie und vieles mehr

Eine 70 Jahre alte Grauganskolonie und vieles mehr

GRÜNAU. Den Cumberland Wildpark kennt fast jeder. Weniger bekannt ist die nahe gelegene Konrad Lorenz Forschungsstelle (KLF), wo noch heute die Nachkommen der berühmten Lorenz-Graugänse ... weiterlesen »

Verkehrsunfall auf dem Weg zum Feuerwehreinsatz

Verkehrsunfall auf dem Weg zum Feuerwehreinsatz

VORCHDORF. Auf dem Weg zu einem Brandeinsatz wurde ein 17jähriger Feuerwehrmann bei einem Verkehrsunfall auf der Vorchdorfer Straße L1306 verletzt. weiterlesen »

Die Weißenbachtal-Bundesstraße  ist Müllvorreiter im ganzen Bezirk

Die Weißenbachtal-Bundesstraße ist Müllvorreiter im ganzen Bezirk

BAD ISCHL. Florianijünger aus Mitterweißenbach sammelten eine Lkw-Ladung voll Müll entlang der B153. weiterlesen »


Wir trauern