Europa-Gemeinderat Leberbauer: „Jede Alternative zu diesem Projekt EU wäre ein Rückschritt“

Europa-Gemeinderat Leberbauer: „Jede Alternative zu diesem Projekt EU wäre ein Rückschritt“

Michaela Primessnig Michaela Primessnig, Tips Redaktion, 15.05.2019 11:06 Uhr

PREGARTEN. Seit 2016 gibt es in jeder zweiten Gemeinde in Österreich einen Europa-Gemeinderat. Dessen Aufgabe ist es, Europa näher zu den Menschen zu bringen. Hermann Leberbauer hat diese Aufgabe in Pregarten übernommen.

Nur mehr rund eineinhalb Wochen bis zur EU-Wahl. Doch wie sehr können sich die Bürger eigentlich mit der Europäischen Union identifizieren? Wie nah ist ihnen die EU? „Nicht einmal ein Viertel würde einen EU-Austritt befürworten. Laut Politwissenschaftlern der Universitäten Graz und Krems kann sich eine Mehrheit auch für eine Art Vereinigte Staaten von Europa erwärmen. Mit allen Hindernissen ist da sicher noch Luft nach oben. Aber in Summe ist dieses Wirtschafts- und Friedensprojekt eine gute Sache, die nach vorne getrieben werden muss. Jede Alternative wäre ein Rückschritt“, so Hermann Leberbauer im Tips-Gespräch.

„Bürger haben Recht aufausreichend Informationen“

Als Europa-Gemeinderat sieht er sich als Bindeglied zwischen den Bürgern der Gemeinde und den Vertretern in Brüssel und steht bei Fragen zur Europäischen Union gerne zur Verfügung. Aktuelle Informationen werden regelmäßig in Schaukästen veröffentlicht. „Die Bürger haben ein Recht darauf, Zugang zu diesen Informationen zu haben. Es ergeben sich auch immer wieder interessante Diskussionen“ verrät Leberbauer.

Durch EU-Förderung ist vieles möglich

Europa sei auch in der Region über verschiedene Projekte spürbar, die nur durch EU-Förderungen umgesetzt werden können. „Über Leader konnten wir den Wassererlebnispark realisieren, ein toller Ausflugsort für Familien. Zu 100 Prozent über die EU finanziert ist auch das Projekt Wifi4EU. Pregarten hat sich beworben und wurde genommen. Dadurch kann am Stadtplatz bald freies Wifi angeboten werden.“

Wünschen würde sich der Kommunalpolitiker, dass in den kommenden Jahren vor allem der gemeinsame Waren- und Kapitalmarkt gestärkt wird. „Bei der Einreisepolitik gibt es kaum Antworten, das führt zu Verunsicherung in der Bevölkerung. Das zu lösen, sehe ich als größte Aufgabe“, sagt Leberbauer.

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