Balluch: Wenn man den politischen Willen hätte, könnte man wahnsinnig viel ändern

Balluch: „Wenn man den politischen Willen hätte, könnte man wahnsinnig viel ändern“

Victoria  Preining Victoria Preining, Tips Redaktion, 13.03.2019 08:00 Uhr

URFAHR-UMGEBUNG. Am Freitag, den 15. März wird der Tier­ethiker, Aktivist und Obmann des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) bei dem Film-Vortragsabend „Hope for all“ im Buchensaal in Puchenau als Redner fungieren. Tips hat vorab mit ihm gesprochen.

Tips: Wie sind Sie zum Tierschutz gekommen?

Martin Balluch: An und für sich ist das schon sehr, sehr lange her. Ich habe mich immer sehr für Tiere interessiert,  aber eben das noch nicht so mit Tierschutz verbunden - wie man das halt als Kind und Jugendlicher macht. Ich war dann als Student für den Umweltschutz engagiert und da haben wir damals Tierschutz noch unter den Umweltschutz subsummiert.

Ich würde sagen mein Erweckungserlebnis war die Besetzung der Hainburger Au im Dezember 1984. Weil da war ich schon auch dort wegen den einzelnen Tieren die dort leben und meiner Vorstellung, weil die jetzt da ein Wasserkraftwerk bauen und die da alle ertrinken und ihr Zuhause verlieren werden. Und aus diesen Lagerfeuern da im Winter habe ich gemerkt, dass andere auch so empfinden. Das also der Tierschutz doch ein bisschen etwas anderes ist als der Umweltschutz, dass es da um einzelne Tiere geht. So hat sich das für mich vom Umweltschutz in Tierschutz gewandelt. Wir haben dann im Jänner so eine Tierschutzgruppe von Studenten an der Uni Wien gegründet und haben dann begonnen, Tierschutzthemen zu diskutieren und Seminare zu machen. Und das war für mich eigentlich der Beginn, mich für Tierschutz zu engagieren.

Tips: Was hat sich im Tierschutz von damals bis heute so getan?

Balluch: Das ist ein komplett zweischneidiges Schwert. Einerseits hat sich im Bewusstsein der Menschen irrsinnig viel getan. Wie ich das in den 80er Jahren begonnen habe, war Nutztierschutz überhaupt kein Thema. Da haben die Menschen das Gefühl gehabt, wie es den Nutztieren geht, ist egal – die wollen wir ja essen oder nutzen und da ist ja möglichst billig möglichst gut. Die Tierschutzthemen waren Tierversuche und Wildtiere - und Haustiere waren immer schon das erste Tierschutzthema. Aber Nutztiere gar nicht und deswegen habe ich mich ja dann auch im VGT engagiert, um Nutztiere zum Thema zu machen. Und wenn ich das jetzt vergleiche von damals bis heute, so hat sich im Nutztierbereich im Bewusstsein der Menschen irrsinnig viel getan.

Erstens gibt es für Vieles Alternativen, es gibt Bio-Linien, es gibt Freilandhaltung – was es damals nicht gegeben hat! In den 80er Jahren gab es keine Freilandhaltung von Hühnern. Da war praktisch jedes Huhn – außer die Privat genützten – in einem Käfig in einer Lege-Fabrik. Und da hat sich in dem Bewusstsein etwas getan und es gibt eine Nische, wo man Alternativen bekommt. Manche Spitzen sind entschärft worden, wie eben, dass die Legebatterien verboten wurden.

Aber - und das ist jetzt die andere Seite der Medaille - in der Industrialisierung ist es schlimmer geworden. Wir haben jetzt viel größere Betriebe, wie haben eine viel größere Zentralisierung, wir haben größere Schlachthöfe, größere Transportstrecken zwischen den Großbetrieben und den Schlachthöfen, wir haben einen globalisierten Markt, wo die Tiere noch viel weiter transportiert werden und da geht die Entwicklung immer weiter. Die Betriebe werden immer größer, die Haltung wird intensiver, das sind mehr Tiere auf geringerem Raum und das bremst momentan nicht. Weil die Betriebe immer größer werden und immer mehr Geld haben und eben auch ihre Werbung unterbringen und ihre Aktionspreise für besonders billiges Fleisch. Man kriegt ja eigentlich überall und immer Aktions-Fleisch. Da wird das Fleisch eindeutig und ganz klar unter dem Produktionswert verkauft. Das heißt, das funktioniert nur, wenn man die subventioniert. Sonst geht das gar nicht. Das heißt natürlich, billigstes Produktionsniveau und das heißt immer am Rücken der Tiere.

Also ja, die Menschen sind aufmerksamer geworden und es gibt so ein paar kosmetische Schritte aber die Industrialisierung der Tiernutzung ist viel schlimmer geworden und entwickelt sich weiter zum immer Schlimmeren. Je globalisierter und freier der Markt ist, je mehr es ein TTIP und Ceta gibt, desto mehr kommen dann auch solche Billigprodukte von irgendwo anders nach Österreich. Und dabei zerstören sie dann den Haltungs-Standard in Österreich: weil die dann eben nicht konkurrieren können und dann orientiert man sich am internationalen Stand. Wir haben alle Hände voll zutun, Verschlechterungen zu verhindern. Sie wollten zum Beispiel sie die Besatzdichte bei Puten um die Hälfte ansteigen lassen, sodass man um 50 Prozent mehr Puten hineinstopft. Und wenn ich so eine Putenhalle anschaue, dann ist die bummvoll und da wollen sie nochmal 50 Prozent mehr? Und bei den Hühnern 30 Prozent und dieser Druck nimmt zu.

Tips: Was müsste die Politik unbedingt machen, damit es Verbesserungen gibt?

Balluch: Das war ja auch ein Grund die EU zu gründen: das es so einen globalen Markt gibt. Da produziert man an einer Stelle, wo es billig ist und schafft es dann an die andere Stelle, wo man das Produkt eben nicht so gut und so billig produzieren kann. Und das sei eben gut, weil es die Wirtschaft fördert und Ressourcen schont. Nur das trifft auf Tiere nicht zu. Man kann Tiere nicht kreuz und quer herumschiffen. Bei Tieren müsste ein anderer Standard angesetzt werden. Da ist ein freier Markt Gift. Da ist ein freier Markt genau das Gegenteil. Da brauchen wir regionale, klein-strukturierte Märkte und nach außen hin nicht Offenheit. Aber das ist jetzt ein strukturelles Problem.

Aber man bräuchte auf jeden Fall die Möglichkeit, Schutzgesetze zu machen, die auch auf importierte Produkte zutreffen müssen. Das man sagt, wir wollen in Österreich keine Käfig-Eier haben. Das heißt, wenn wir hier die Käfig-Eier-Produktion verbieten, dann muss es auch möglich sein, zu verbieten, dass Käfig-Eier eingeführt werden. Es muss doch möglich sein, zu sagen, der Standard den wir in Österreich haben, muss für jedes Tierprodukt gelten, das hereinkommt. Das müsste die EU zustande bringen. Das bräuchte man ja nur bei Tieren machen, das bräuchte ja nicht bei irgendwelchen anderen Produkten sein. Aber bei Tieren wäre das eben sehr wichtig, dass dieser freie Markt eingeschränkt wird.

Wenn man den politischen Willen hätte, könnte man wahnsinnig viel ändern. Weil die Regierung sagt mir immer - wenn man mit ihnen normal zum reden kommt - wir können keine Verbesserungen einführen, weil wir verkaufen das nicht. Ja warum kaufen sie es nicht? Weil es dagegen massive Fleisch-Werbung gibt und Aktionsprogramme. Ja und dann muss man halt das Geld investieren.

Man könnte zum Beispiel fordern, dass die Fleisch-Werbung realistisch ist. Man darf nicht einfach Tiere in der Wiese zeigen und damit Tierfabrik-Produkte verkaufen - was dauernd passiert! Man könnte eine Fleischsteuer einführen – also zumindest für Tierprodukte aus einer schlimmeren Haltung -  man könnte sagen, die müssen ein bisschen höher versteuert sein. Dann haben natürlich die mit einer Alternativhaltung ein besseres finanzielles Standbein.

Man könnte explizit die Förderungen daran knüpfen, dass es eine gute Tierhaltung ist. Momentan ist es so, dass sie an der Anzahl der Tiere geknüpft ist. Und das heißt natürlich, die Großbetriebe bekommen viel mehr. Wir vergeben 2,5 Milliarden Euro pro Jahr an Subventionen und davon fließt der Großteil in Tierfabriken, weil die international am konkurrenzfähigsten gelten. Aber in Wahrheit müsste man es nicht an der Anzahl der Tiere festmachen, sondern an der Qualität der Haltung und explizit nur Betrieben eine Subvention geben, die den Tieren ein Mindestmaß an verbesserter Haltung ermöglichen. Sowas könnte man alles machen.

Und man könnte auch als Regierung öffentlich klar sagen: Woher kommt dieses Produkt und wie schaut da die Tierhaltung aus.  Man könnte zum Beispiel auftragen, dass bei jedem Produkt, das gekauft wird – wie bei den Zigaretten – darauf abgebildet sein muss, wie die Haltung von diesem Tier war. Theoretisch könnte man solche politischen Schritte setzen. Beim Rauchen ist es ja auch gegangen, dass da eine ziemliche Änderung möglich war. Ich meine, warum soll das da nicht auch möglich sein.

Ich glaube schon, dass die Menschen aufmerksam sind, nur man kann sie halt mit diesen ständigen Werbungen reinlegen und mit der Botschaft „Es ist eh wurscht, was ihr alles kauft, weil es ist alles irgendwie das gleiche“ und in Wahrheit ist das gar nicht so. Weil nämlich die Großbetriebe praktisch nie kontrolliert werden. Die konventionellen Betriebe müssen laut Gesetz im Mittel nur alle 50 Jahre kontrolliert werden, während ein Biobetrieb jedes Jahr kontrolliert wird. Das ist schon einmal ein ganz anderes Kontroll-Niveau und das müsste man natürlich alles an die Öffentlichkeit bringen. Und das kann man nicht einfach einem Haufen kleiner idealistischer Vereine überlassen, mit Spenden und ihren amtlichen Menschen da gegen eine riesen, mega Fleischindustrie ankämpfen zu müssen. Es müsste doch im Sinne der Gesellschaft sein, dieser Industrie aufzutragen, dass sie realistisch und echt angibt, woher  dieses Fleisch kommt und wie diese Tiere gehalten worden sind.

Tips: Haben sie das Gefühl, dass da auch Druck ausgeübt wird - auf die Länder und auf die EU? Gibt es diese Einflussnahme?

Balluch: Auf jeden Fall. Das Lobbying ist ja bekanntermaßen ein zentrales Thema in Brüssel. Und wir von der Tierschutz-Seite sind ja hilflos im Vergleich zu diesen riesen Industrien. Wir sind stolz, dass der Verein gegen Tierfabriken eine-Million-Euro-pro-Jahr-Budget überschritten hat. Aber das ist ja für jede einzelne Tierfabrik schon ein Witz. Jede einzelne Tierfabrik kriegt eine Million Euro Subventionen pro Jahr plus das, was sie selber umsetzt. Wir sind ein Zwerg im Vergleich zu einem einzigen Großbetrieb in dieser Tierindustrie. Und da sind wir ja hilflos, weil auf unser Lobbying kein Mensch hört. Während diese Industrien dort hingehen und sagen, wir ziehen unsere Betriebe ab, wir wandern einfach ins Umfeld. Da kann man sich schon vorstellen, was für ein Druck für eine Regierung entsteht, wenn die sagen: Na okay, wir wandern einfach ins angrenzende Ausland und produzieren dort, wenn ihr die Tierhaltung in Österreich verbessert. Und dann werden sie sich das genau überlegen, ob sie das machen, weil dann verlieren sie natürlich den Wirtschaftsstandort, sie verlieren Arbeitsplätze, sie verlieren ein Budget für den Staat und sie verlieren Steuereinnahmen, und und und. Und aus diesem Grund ist das ein wahnsinnig handfestes Argument.

Tips: Sie sprechen in Puchenau über Ihr neues Buch „Im Untergrund“: Worum geht es da?

Balluch: Ich hab bis jetzt einige Sachbücher geschrieben. Mein erstes Sachbuch war ein Mathematik-Buch. Dann habe ich vier Sachbücher zum Tierschutz geschrieben. Das eine war meine Dissertation in Tierethik. Ich habe dann ein Buch über diesen Tierschutzprozess in Wiener Neustadt geschrieben, dann habe ich ein Buch über Aktivismus und noch ein viertes über die Beziehung zu meinem Hund geschrieben, der da jetzt neben mir liegt. Über das hinweg habe ich jetzt ein neues Buch geschrieben, das ein Roman ist. Das ist eine Geschichte und nicht mehr ein Sachbuch. Sie ist aber insofern sachbuchähnlich, weil eben alles was darin passiert, auch wirklich passiert ist. Es ist so ein Schlaglicht auf den Tierschutzaktivismus in den 1980er und 90er Jahren in England: Das war das Land, wo dieser Aktivismus viel früher begonnen hat als in anderen Ländern. Das ist eine sehr actionreiche Geschichte mit vielen Erlebnissen bei Tierschutzaktionen, wo man eben hautnah miterlebt, wie brutal die Tierindustrie vorgeht – auch gegen Kritiker – und die Polizei, wenn sie sich instrumentalisieren lässt.

Das Buch hat sozusagen den Sinn, einerseits diese historischen Augenblicke zu bewahren – weil das in einer Zeit vor dem Internet geschehen ist und es daher nirgendwo steht – und zweitens, hat das Buch das Ziel, das Menschen die sich denken: „Tierschutz? Aktivismus? Das ist aber Radikal!“, ein Verständnis lernen, warum man sich für Tiere so engagiert. Warum man zum Beispiel in der Nacht in eine Tierfabrik geht und dort filmt. Und damit zwar ein Gesetz bricht, aber eben eine Handlung setzt, dass die Menschen informiert sind über diese Dinge - und weil sie ansonsten die Katze im Sack kaufen und gar nicht wissen, wohin sie da das Geld investieren.

Die Idee ist, dass man das Buch liest als jemand, der sich noch nicht unbedingt für Tierschutz und für Aktivismus interessiert und keine Erfahrung hat. Aber eben mit dem Protagonisten – der auch von diesem Standpunkt ausgeht – dann langsam hineinrutscht und immer mehr und immer besser versteht, warum man sich überhaupt für Tierschutz einsetzt und warum man da sogar manchmal die akademische Karriere hinten anstellt und sich engagiert, weil einem dieses eklatante Tierleid so wehtut.

Tips: Kann man es sich heutzutage überhaupt noch leisten, kein Verständnis für Tierschutz zu haben?

Balluch: Von gewissen Kreisen wird versucht, das Wort „Tierschutz“ zu missbrauchen und irgendwie umzudeuten. Jetzt anlässlich dieser Fütterungs-Diskussion zum Beispiel versucht die Jägerschaft das Wort Tierschutz für sich zu reklamieren. Ich sage dazu, sie füttern Tiere und schießen dann im Herbst diese angefütterten Tiere alle wieder ab. Für mich ist das kein Tierschutz. Weil Tiere massenweise töten, die man zuerst streichelt und denen man Namen gibt – das ist inkompatibel. Tierschutz heißt wirklich, das Tier respektvoll zu behandeln und aus den Augen des Tieres die Welt zu sehen und zu versuchen, sie so zu strukturieren oder die Gesellschaft zu verändern, dass das Tier selber möglichst viel Positives und Gutes erlebt – und natürlich auch leben kann und nicht getötet wird.

Also Tierschutz an sich hat zwar einen positiven Klang, aber es gibt halt auch Bereiche, wo das missbraucht wird. Das erzählen zum Beispiel auch Leute, die Tierversuche machen, das Tierschutz eine gewisse Reduktion des Leides bei Tierversuchen bedeutet. Aber in Wahrheit ist das ein Feigenblatt der Pharmaindustrie. Weil in Wahrheit steigt die Anzahl der Tierversuche ständig an und deren Maßnahmen sind nicht geeignet, das Leid zusammengenommen zu reduzieren. Es wird halt Schindluder damit getrieben. Aber ja, man kann heute wirklich nicht mehr einfach so sagen, Tiere sind mir wurscht. Dazu sind sie viel zu offensichtlich leidensfähig und viel zu offensichtlich in diesen wichtigen Aspekten ähnlich zum Menschen.

Tips: Wie sieht es denn bei Tierversuchen für Kosmetika aus?

Balluch: Bei Tierversuchen für Kosmetika hat sich die EU wirklich bemüht, sich einzuschränken. Allerdings gibt es das Problem, dass man an den Inhaltsstoffen Tierversuche durchführen darf. Nur halt nicht am fertigen Produkt. Ich habe gelesen, dass dadurch die Tierversuche um zehn Prozent zurückgegangen sind, weil die das eben alles auf die Inhaltsstoffe verlegen. 

Aber man muss sagen, dass in Österreich jedenfalls Tierversuche für Kosmetika eine ganz kleine Anzahl, bis gar nicht passieren. Was bei uns aber trotzdem passiert, sind völlig sinnlose Versuche. Da darf man halt nicht aus den Augen verlieren, dass Tierversuche oft gar nichts mit der medizinischen Gesundheit vom Menschen zutun haben. Es gibt in Österreich momentan 37 Tierversuchs-Projekte, wo für jedes Projekt zum Teil 3.000, 4.000 Schweine - oder mehrere hundert Tiere verwendet werden, die nur der Effizienzsteigerung der Tiernutzung dienen. Es werden also Versuche gemacht, wie man noch mehr Geld aus den Hühnern, Puten oder Schweinen oder Rindern machen kann. Zum Beispiel indem man schaut, was für Medikamente man ihnen geben kann, dass sie rascher wieder schwanger werden, dass sie mehr Kinder kriegen oder dass man den Eisprung eindeutiger identifizieren kann. Was für Fütter kann man ihnen geben, damit sie möglichst viel Fleisch anlegen oder möglichst viel Eier legen? Solche Versuche, die zum Teil ziemlich brutal sind. Also sie laufen unter schwerem Leid, weil da eben auch zum Teil Tiere mit Krankheiten infiziert werden und dann bekommen sie eben gewisses Futter um zu schauen, ob man ihnen da ein standardisiertes Futter geben kann, das diese Krankheitsausbrüche minimiert. Obwohl es also medizinische Hilfe für diese Tiere gäbe. Man möchte es nur als Futter haben, damit es nicht der Tierarzt verschreiben muss und damit man es billig jederzeit in der Tierfabrik verfüttern kann. Sowas darf stattfinden in Österreich. Da wäre eigentlich noch viel nachzubessern an dem Tierversuchs-Gesetz.

Und wenn man jetzt sagt, wir wollen die Tierversuche in den Griff kriegen, dann würde ich sagen: Es dürften eigentlich nur welche stattfinden, die nachweislich Menschen helfen, die krank werden oder krank werden könnten. Wenn man das machen würde, würde man schon einen Großteil der Tierversuche loswerden. 

Tips: Was ist bei ihrer Arbeit ihr ganz persönliches Ziel? 

Balluch: Ich bin jetzt schon dreieinhalb Jahrzehnte im Tierschutz mehr oder weniger engagiert. Und anfangs war man noch ohne viel Selbstbewusstsein. Da war der Tierschutz ja noch eine Minderheitenmeinung. Da war man ganz komisch, wenn man Vegetarier ist. Da war unser Ziel einfach nur, dass das Thema überhaupt wahrgenommen wird. Das haben wir schon geschafft.

Jetzt habe ich weitergesteckte Ziele. Jetzt möchte ich schon gern, dass sich die Gesellschaft strukturell verändert. Das man genügend Einfluss auf die Politik gewinnt, eben durch öffentlichen Druck oder durch Wählerverhalten, dass die Politik reagiert und Schritte setzt, um das Tierwohl zu verbessern. Und mein Ziel wäre, dass man das auf allen Ebenen zustande bringt. Das man also kurz zusammengefasst Strukturen schafft in dieser Gesellschaft, dass sich Tierschutz innerhalb der Politik, innerhalb der Regierung in einer Weise etabliert, zum Beispiel dass es ein Regierungsprogramm gibt,  das auf NGO`s gehört wird und das auch wirklich strukturelle Änderungen kommen - jedes Jahr oder jede Legislaturperiode wenigstens.

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