SV Ried: Geprüft und für gut befunden: „Alle Finanztransaktionen in Ordnung“ (Update: Offener Brief Wenzel Schmidt)
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SV Ried: Geprüft und für gut befunden: „Alle Finanztransaktionen in Ordnung“ (Update: Offener Brief Wenzel Schmidt)

Walter Horn Walter Horn, Tips Redaktion, 06.12.2018 15:07 Uhr

RIED. Durch die „Enthüllungen“ angeblicher Ungereimtheiten bei der Absicherung eines Kredites erhielt die sonst eher beschauliche Weihnachtsfeier der SV Guntamatic Ried unerwartete Brisanz. Finanzvorstand Roland Daxl hielt eine sehr emotionale und kämpferische Rede.

Die öffentliche Meinung stehe im krassen Widerspruch zur Realität, sagte er: „Sechs Punkte Rückstand sind nicht optimal, aber alle Ziele sind erreichbar, ohne dass wir ein oder mehrere Wunder beanspruchen müssen. Im vorigen Jahr wurden wir gejagt und erlegt. Heuer jagen wir.“

Daxl appellierte eindringlich an den Zusammenhalt im Verein, gestand aber auch Fehler ein – zum einen in der Kommunikation, zum Anderen sei trotz des größten Budgets der Liga der Aufstieg verpasst worden.

Schmutzkübelkampagne aus persönlichen Rachegelüsten

Organisatorisch und finanziell seien die Voraussetzungen für eine erfolgreiche und sichere Zukunft geschaffen worden. Trotz der „Leere“ nach dem verpassten Aufstieg konnten 95 Prozent der Sponsoren gehalten werden. Für die schlechte Wahrnehmung seien Personen verantwortlich, „die aus rein persönlichen Rachegelüsten“ gegen die SVR agieren, wobei ihnen „Kollateralschaden völlig egal“ seien. Daxl warnte: „Ihr könnt euch sicher sein, dass diese Leute ihre Kontakte weiter pflegen und ihre Schmutzkübelkampagne weiterführen werden. Da müssen wir durch.“

Landesfinanzabteilung und Stadt Ried hätten den Verein bestätigt: „Die SVR hat keinen Fehler gemacht. Wir haben alles richtig abgehandelt und kein Geld verschoben.“ Klar sei aber auch, „dass wir keine Millionen auf der Seite liegen haben – wir müssen sparen“.

Bestätigung vom Bürgermeister

Rieds Bürgermeister Albert Ortig, der normalerweise nicht zur SVR-Weihnachtsfeier kommt, aber in der aktuellen Situation ein Zeichen setzen wollte, bestätigte, dass die finanziellen Transaktionen von der Stadt ordnungsgemäß geprüft wurden und dass im Einklang mit der Finanzabteilung des Landes festgestellt wurde: „Alle Transaktionen sind in Ordnung!“

Fränky Schiemer

Der scheidende Sportdirektor Fränky Schiemer zog eine durchaus selbstkritische Bilanz, meinte aber auch: „Vom dritten Platz aus ist alles möglich. Ich glaube nach wie vor daran, dass wir uns am Saisonende in den Armen liegen und jubeln.“ Vor einem Jahr sei die SV Ried mit einem Durchschnitt von 1,9 Punkten pro Spiel Herbstmeister geworden; heuer liege der Schnitt bei 1,866.

Gallisches Dorf

Durch die aktuellen Themen ging fast ein wenig unter, dass die SVR auch einen neuen Traienr und Sportlichen Leiter hat. Zu seinem Doppeljob meinte Gerald Baumgartner, dass er mit der damit verbundenen Belastung schon Erfahrung habe: „Wenn wir einmal Champions League oder Europacup spielen, dann trenne ich die Jobs vielleicht.“ Dass die SVR nicht als Tabellenführer ins Frühjahr gehe, könne auch positiv sein: „Dass wir der Jäger sind, hilft uns vielleicht. Wir wollen Druck ausüben und zuhause wieder das unbezwingbare gallische Dorf werden.“

Ehrung

Ein Höhepunkt des Abends war die Ehrung von Rocky Artner, der nach mehr als zwölf Jahren als Zeugwart in Pension geht und von den Spielern mit Standing Ovations bedacht wurde.

 

Ergänzung: Offener Brief des Ehrenpräsidenten

In einem offenen Brief hat der Ehrenpräsident der SV Guntamatic Ried, Wenzel Schmid, zu den Medienberichten der letzten Wochen Stellung bezogen und den SVR-Geschäftsführer und Finanzvorstand Roland Daxl verteidigt.

Einige Berichte seien „nur auf die gezielte Diffamierung des Vereines aus“, schreibt Schmidt. „Fakten, auch wenn sie von vielen Seiten bestätigt werden, werden dabei einfach ignoriert.“

Als „ganz besonders abscheulich“ bezeichnet Schmidt die „permanente Verunglimpfung“ von Roland Daxl, der vor zwei Jahren die SVR vor dem finanziellen Absturz gerettet habe.

Mit dieser „menschenverachtenden und hasserfüllten Berichterstattung“ sei eine rote Linie überschritten worden. Schmidt vermutet als Hintergrund der Kampagne, dass gezielt versucht werde, „einen Menschen zu diskreditieren, damit er auf seine Funktion bei der SV Ried verzichtet“. Zudem hinterließen diese Berichte auch im familiären Umfeld Spuren. Diese „Menschenhatz“ habe mit Journalismus nichts zu tun.

Schmidt schließt den Brief mit den Worten: „Mein Herz hängt an der SV Ried. Ich lasse mir diesen Verein nicht kaputtmachen.“

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