So bunt wie das Angebot selbst: Arge Soziale Dienste feierte 30 Jahre Miteinander ohne Neid und Argwohn

So bunt wie das Angebot selbst: Arge Soziale Dienste feierte 30 Jahre Miteinander ohne Neid und Argwohn

Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 11.11.2017 09:53 Uhr

ROHRBACH-BERG. So vielfältig wie das soziale Angebot im Bezirk ist, so abwechslungsreich präsentierte sich auch das Jubiläumsfest der Arge Soziale Dienste, das gestern Abend im Centro gefeiert wurde. Seit 30 Jahren bündeln 40 Organisationen, Einrichtungen und Behörden ihre Kräfte, um Menschen in verschiedensten Lebenslagen beizustehen.
 

„Wenn viele engagierte Menschen beschließen, sich zusammenzutun, hat das viele Vorteile. Wir können uns gegenseitig stärken, Synergien nutzen und Doppelgleisigkeiten vermeiden“, brachte es Rita Schlagnitweit vom Sozialhilfeverband Rohrbach, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Soziale Dienste, auf den Punkt. Mehr als 120 Treffen hat es seit 1987 gegeben; dazu einige Unternehmungen, Besichtigungen und Projekte, die initiiert wurden. So wurde auf Armutsfallen aufmerksam gemacht, eine Petition zum Wohnbauförderungsgesetz initiiert, Lebensgeschichten niedergeschrieben und vorgetragen  oder soziale Sicherheit thematisiert. Ihr Stellvertreter Heinrich Steinmayr vom Arcus Sozialnetzwerk, ergänzte: „Unsere Arbeit ist manchmal anstrengend, herausfordernd – und man darf den Humor nicht verlieren.“  

Bunter Abend mit viel Musik

Letzter kam auch am Jubiläumsabend nicht zu kurz: Nach einem lebendigen Einstieg mit Margit Scherrer, die zum Miteinander und Aufeinander zugehen einlud, gab es Gstanzln über die einzelnen Einrichtungen des Netzwerks zu hören, berührende Lebensgeschichten, den Pax Nobis-Chor, der als Friedensprojekt entstanden ist,  und auch die Theatergruppen Courage und Weltweiber hatten ihren Auftritt. Zum Abschluss stand die Bühne für alle offen, die einen Beitrag zum bunten Abend leisten wollten.

Gewinnbringender Austausch

Voll des Lobes für das seit vielen Jahren funktionierende Netzwerk war auch Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ): „Miteinander und voneinander wissen ist wichtig für die soziale Arbeit. Dieses Zusammentun ist sicher sehr befruchtend und ein gewinnbringender Austausch für alle.“ Gerstorfer nutzte auch die Gelegenheit, um auf die „massiven Einschränkungen im Budget, die sehr herausfordernd sind“, hinzuweisen und gleich um Verständnis für mögliche Einsparungen zu bitten. „Mein Herz schmerzt aber dabei“, meinte sie.

Politikersprache übersetzt

Nachdem sie selbst ein Gstanzl zum Besten gegeben hatte, übersetzte Gstanzl-Sänger Paul Mathe die Politikersprache ins Musikalische.  Ebenso fasste er die Ansprachen von Rohrbach-Bergs Bürgermeister Andreas Lindorfer und Bezirkshauptfrau und SHV-Obfrau Wilbirg Mitterlehner zusammen. Beide lobten den Zusammenhalt im sozialen Bereich, der wertvoll und wichtig ist, um Herausforderungen zu bewältigen. Mitterlehner verglich die Arge mit einem Orchester, in dem jeder seine Fähigkeit und sein Können einbringt zum Wohle des Ganzen.  

 

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