Rohrbacherin holt bestes Ergebnis für Österreich in der Geschichte des Trailrunnings

Petra Hanner Petra Hanner, Tips Redaktion, 13.06.2017 09:00 Uhr

ROHRBACH-BERG/BADIA PRATAGLIA. Die diesjährigen Weltmeisterschaften im Trailrunning wurden in Badia Prataglia, einem kleinen Bergdorf inmitten der Toskana, ausgetragen. Dabei waren 50 Kilometer und etwas über 3000 Höhenmeter zu bewältigen. 41 Nationen aus der ganzen Welt und rund 300 Teilnehmer wurden vom jeweiligen nationalen Verband nominiert und waren somit startberechtigt. Ein Bericht von SANDRA KOBLMÜLLER    

Auch ich konnte mich aufgrund meiner Erfolge im letzten Jahr dafür qualifizieren und durfte zum ersten Mal Österreich im Laufen vertreten (im Triathlon hatte ich aufgrund meiner Staatsmeistertitel bereits mehrmals die Chance).

Ziel: Platz im Mittelfeld

Das Damenfeld war sehr hochkarätig besetzt und es war für mich eine besonders große Ehre mich mit der Weltelite und den ganz großen Stars dieser Szene zu messen. Auch aus österreichischer Sicht waren mit Karin Freitag und Katharina Zisper die aktuell zwei besten Marathonläuferinnen auf der Straße am Start. Mein Ziel war ein Platz im Mittelfeld (Top 50) und einfach das Beste aus mir rausholen.

Beflügelt

Doch es verlief alles ganz anders. Bereits am Start merkte ich, dass ich heute besonders gute Beine hatte und konnte von Beginn an mit der Damenspitze mithalten. Doch 50 Kilometer sind lange und ich habe über solche Distanzen noch eher wenig Erfahrung. Ich riskierte einfach alles und versuchte das Tempo solange wie möglich mitzuhalten. Vor allem bergauf konnte ich immer wieder Plätze gut machen. Auf den letzten Kilometern wurde mir dann gesagt, dass ich unter den Top 10 bin. Das beflügelte mich noch einmal und ich konnte noch einen weiteren Platz gut machen. Somit überquerte ich als 9. Frau der Welt und beste Österreicherin mit einer Zeit von 5 Stunden und 20 Minuten überglücklich die Ziellinie. Was mich besonders freute war, dass ich nur sieben Minuten hinter dem besten Österreicher, Michael Kabicher, und vor einigen Männern aus dem Österreichischem Nationalteam ins Ziel kam!

Mit Ergebnis nicht gerechnet

Weites war es die bisher beste Platzierung jemals einer Österreicherin bei einer Trailrunning Weltmeisterschaft. Im Team erreichten wir schließlich den ausgezeichneten 5. Platz unter allen Nationen.

Ich war völlig verblüfft und hätte niemals mit so einem Ergebnis gerechnet. Ich war mitten unter der Weltspitze und konnte einige klingende Namen in dieser Szene hinter mir lassen.

Hartes Training lohnte sich

Das harte Training unter der Leitung von Alfred Haselböck in den letzten Wochen hat sich also ausgezahlt. Ich bin sehr dankbar dafür. Dieser Erfolg bedeutet mir sehr sehr viel und ist sicher mein bisher schönster meiner sportlichen Karriere. Auch ein großes Danke an das gesamte österreichische Betreuerteam und meiner Mama Renate, die mich während des Rennens optimal versorgt haben.

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