Kein gutes Zeugnis für Jobangebot - Betriebe brauchen besseres Marketing

Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 24.04.2012

ROHRBACH. Kein überraschendes Ergebnis brachte die Pendlerbefragung, die der Wirtschaftspark Oberes Mühlviertel in Auftrag gegeben hat: Demnach sind die Rohrbacher mit ihrem Wohnumfeld zufrieden, nicht aber mit dem Jobangebot in der Region. Deswegen nehmen sie auch die Belastungen des Pendelns in Kauf.

68 Prozent sind mit dem Jobangebot vor der Haustür nicht zufrieden, 63 Prozent haben sich aber auch noch nie konkret um einen Job im Wohnumfeld beworben, zeigt die schriftliche Befragung des market Institutes auf. Der Großteil der Pendler ist der Meinung, der Zentralraum biete für die Berufsausbildung angemessenere Arbeitsplätze, Jobsicherheit und bessere Verdienstmöglichkeiten. Dass dem nicht so ist, müsse man jetzt aufzeigen, betonen Wirtschaftspark-Obmann Wolfgang Schirz und WK-Bezirksstellenobmann Herbert Mairhofer. „Der Bevölkerung ist nicht bewusst, welch tolle, international erfolgreichen Betriebe im Bezirk tätig sind. Auf diese Stärken müssen wir verstärkt aufmerksam machen.“Ins selbe Horn stößt Johannes Artmayr, Geschäftsführer von Strasser Steine: „Es gilt, Denkmuster aufzubrechen. Und dazu braucht es eine breite Aufklärungskampagne.“ Ansetzen will man schon bei den Jugendlichen, um einen drohenden Fachkräftemangel zu verhindern.Dass Arbeitnehmer in absehbarer Zeit fehlen werden, zeigt AMS-Leiter Helmut Mondl auf: „Mit den geburtenschwachen Jahrgängen wird es ab 2015 zu einem Konkurrenzkampf zwischen Wirtschaft und Schulen kommen.“ Nicht nur eine Frage des Verdienstes Für einen Arbeitsplatz in der Region spricht vor allem die höhere Lebensqualität. „Wenn man sich Zeit und Kosten anschaut, die beim Pendeln auf der Strecke bleiben, relativiert sich ein etwas besserer Verdienst“, meint dazu WK-Bezirksstellenleiter Klaus Grad.AK-Bezirksstellenleiter Manfred Riepl nimmt aber auch die Unternehmen in die Pflicht: „Es gibt viele Betriebe mit tollem Image, was Überstundenzahlung, Arbeitszeit oder Betriebsklima angeht. Aber auch einige schwarze Schafe. Die müssen sich was einfallen lassen.“

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