Erhalt der Mühlkreisbahn ist für Stadt Linz kein Thema mehr

Christian Hartl, Leserartikel, 29.08.2012

ROHRBACH/LINZ. Während sich Grüne und die Plattform Zu(g)kunft Mühlkreisbahn für Erhaltung und Eingliederung der Pendlerbahn in ein S-Bahn-System stark machen, kann die Stadt Linz nur wenig damit anfangen: Es käme zu teuer und würde die Pendler wieder nicht an ihr Ziel bringen.

Während sich die Zahl der Linz-Pendler in den vergangenen 30 Jahren mehr als verdoppelt hat, steht die Zukunft der Mühlkreisbahn am Abstellgleis: „Regionalbahnen werden ausgehungert und sind wegen ihrer langen Fahrzeiten und unregelmäßigen Fahrpläne für Pendler unattraktiv. Die meisten haben keine andere Wahl als mit dem Auto zu fahren und im Stau zu stehen“, ärgert sich Ulrike Schwarz (Grüne) über den derzeitigen Ist-Stand der Verkehrspolitik. Ihr Lösungsansatz: Wie die Plattform Zu(g)kunft Mühlkreisbahn fordert auch sie, die Bahn auszubauen und in ein attraktives S-Bahnsystem mit dichtem Fahrplan einzugliedern. Herzstück dieses Systems soll der Linzer Hauptbahnhof sein. Diese Maßnahme würde laut Grüne die Fahrgastzahlen von derzeit 4500 pro Werktag gewaltig steigern.Eisenbahnbrücke ist marod „Nördlich von Rottenegg wären so knapp 900 Wege pro Tag möglich, südlich von Rottenegg über 15.000“, erhärtet Schwarz ihr Argument, das in Linz auf wenig Gegenliebe stößt. „So ein System ist äußerst unrealistisch, da ein Zug wichtige Pendlerpunkte wie die Industriezeile nicht erreicht, außerdem müssten wir eine Bahnstrecke quer durch die Stadt bauen - das wird sehr teuer“, erklärt Verkehrsstadtrat Klaus Luger (SP). Er plädiert dafür, die Mühlkreisbahn zukünftig als Straßenbahn zu führen. Auch das wäre attraktiv. „Pendler müssten nicht mehr umsteigen.“ Außerdem wird es in Zukunft eher schwierig, eine Schienenverbindung über die Donau zu erhalten. Denn: Die Eisenbahnbrücke ist marod und könnte mittelfristig für den Verkehr gesperrt beziehungsweise abgerissen und von einer neuen Brücke ersetzt werden.

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