Bahnkonzept baut auf Schmalspur

Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 02.10.2012

ROHRBACH. Erhalt der Vollbahn bis Aigen-Schlägl: Das ist der Wunsch der Rohrbacher Bürgermeister in Sachen Mühlkreisbahn, den sie Landesrat Reinhold Entholzer (SP) bei einem Gespräch klar machten. Allerdings geht jedes Wunschkonzert mal zu Ende, wie Hubert Hartl als Verkehrssprecher des Bezirkes resümierte.

„Das Bahnkonzept des Landes baut auf Schmalspur und daran wird wohl nicht mehr herumgetüftelt werden“, zeigt sich Hartl realistisch. Geprüft wird allerdings noch, ob nicht doch der Beibehalt der aktuellen Trasse bis Aigen-Schlägl vernünftiger wäre, als die Neuerrichtung von Haslach bis Rohrbach (mit Tunnellösung). „Unser Wunsch wäre, nicht einfach eine Region abzuschneiden und vor allem den Tourismus an den Schienenverkehr anzubinden“, sagt Hartl. „Allerdings“, so meint er weiter, „wenn am Ende des Geldes zu viel Strecke übrig bleibt, weiß man ohnehin nicht, wie weit die Mühlkreisbahn künftig in den Bezirk führen wird.“Etwas optimistischer sieht die Situation Bürgermeister-Sprecher Josef Moser aus Schlägl: Er hofft, dass die landesinterne Prüfung positiv für die Mühlkreisbahn bis Aigen-Schlägl ausfällt und so der Regionalzug touristisch besser genutzt werden kann.Jahrelange BauzeitBis allerdings die Mühlkreisbahn neu tatsächlich realisiert ist, wird noch viel Wasser die Mühl runterfließen. Und hier sieht Hubert Hartl das eigentliche Problem: „Die fangen ja nicht im Frühjahr an und zu Schulbeginn fahren alle mit der elektrischen Eisenbahn“, weist er auf die jahrelange Bauzeit hin. Deshalb gehöre schon jetzt, während der Planungsphase, der Bestand verbessert und die Fahrzeiten attraktiviert. Denn Busfahren könne langfristig keine Lösung sein. Mühlkreisbahn verlängern Mit einem neuen Vorschlag lässt hingegen Walter Höllhuber, Obmann des Dreiländer-infrastrukturvereins, aufhorchen: Er plädiert für eine Verlängerung der Bahn bis zur Summerauerbahn (Steyregg), um dann beide gemeinsam in den Linzer Bahnhof einbinden zu können. „Damit wäre auch keine neue Eisenbahnbrücke über die Donau nötig“, sagt Höllhuber. Er will eine Abkoppelung des oberen Bereichs oder gar eine Schließung der Mühlkreisbahn nicht hinnehmen.

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