Es ist ein Sterben auf Raten für die Nahversorgung

„Es ist ein Sterben auf Raten für die Nahversorgung“

Petra Hanner Petra Hanner, Tips Redaktion, 08.01.2019 12:02 Uhr

ROHRBACH-BERG. Mit einem facebook-Posting (hier klicken) zum Sterben der Nahversorgung auf Raten hat die Rohrbach-Berger Unternehmerin Elke Kneidinger große Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Ihr Beitrag wurde x-Male auf der sozialen Plattform geteilt.

Was sie dazu veranlasste, das Posting zu verfassen, erklärt sie im Tips-Gespräch: „Das ist etwas, das mich als Unternehmerin Tag und Nacht beschäftigt. Wir Konsumenten – und ich nehme niemanden aus – suchen uns immer den leichtesten Weg und denken uns das Schönste dazu. Etwa beim Billig-Fleisch aus dem Supermarkt: Vor unserem geistigen Auge sehen wir das niedliche Schwein aus der Werbung, obwohl wir genau wissen, dass das nicht zusammenpasst. Das Problem, auch bei meinem Beitrag auf facebook, ist, dass ihn zwar viele teilen, aber keiner setzt es dann auch um.“

„Bei uns wird es noch schneller gehen“

Kneidinger hat das Sterben der Nahversorgung in Amerika beobachtet – ihre Schwester wohnt in San Fancisco. Dort werden inzwischen sogar vollautomatische Supermärkte ohne Kassen getestet. Das Personal wird durch Kameras und Scanner ersetzt. „In Amerika ist es schon passiert und wir sind nicht mehr weit davon entfernt. Nur, dass es bei uns noch schneller gehen wird“, befürchtet die Rohrbacher Unternehmerin.

Deshalb fehlen Arbeitsplätze

Sie beobachtet in ihrer Branche der Gärtner und Floristen nichts anderes: „Vieles wird im Internet bestellt, ohne darüber nachzudenken, dass dadurch das Geld nicht in einen Betrieb kommt, der beispielsweise Lehrlinge ausbildet. Aber wer bezahlt eigentlich den Lehrling oder Mitarbeiter? Nicht wir Unternehmer, sondern die Kunden! Und dann wundern wir uns auch noch, wenn Arbeitsplätze vor Ort fehlen!“ Das mache aber auch abhängig vom Online-Handel. Mal schnell was im Geschäft um die Ecke besorgen – wenn es so weitergeht, wird das bald nicht mehr möglich sein.

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