Bürgerproteste für Verkehrsberuhigung

Margarete Frühwirth Margarete Frühwirth, Tips Redaktion, 20.09.2013 20:00 Uhr

SCHWERTBERG. Ein Fahrverbot, das die B123 zwischen Mauthausen und Pregarten vom Schwerverkehr entlasten soll, führt in den letzten Jahren zu einem verstärkten Verkehrsaufkommen in der Gemeinde Schwertberg. Der Anteil der Mautflüchtlinge, der durch das Aisttal rollen, veranlasst die Anrainer seit Jahren, aktiv zu werden. Sie versuchen unermüdlich, mit Aktionen auf ihre Situation aufmerksam zu machen.

Seit zweieinhalb Jahren kämpft die Bürgerinitiative Aisttalstraße für verkehrsberuhigende Maßnahmen. Bereits im Mai 2012 machte man auf die bei einer offiziellen Verkehrszählung des Landes festgestellte durchschnittliche Tagesbelastung von 461 Schwerfahrzeugen aufmerksam. Ein Jahr zuvor hatte der damalige Verkehrs-Landesrat Hermann Kepplinger angesichts damaliger Zählungen gemeint: „384 Lkw täglich im Josefstal sind zu viel“. Der Durchgangsverkehr stieg trotz eingeführter Geschwindigkeitsbeschränkung für LKW über 7,5 Tonnen auf 30 km/h überproportional an. Eine Hauptforderung der Bürgerinitiative war bereits damals die Aufhebung des 2004 wegen der „Autobahn-Mautflüchtlinge“ eingeführten Lkw-Fahrverbots auf der B123 zwischen Mauthausen und Pregarten. Diese Forderung wurde bei der letzten Kundgebung vergangenen Freitagnachmittag, die mit einer Totalsperre zwischen Tankstelle „König“ und Marktbrücke abgehalten wurde, wiederholt. „Da hat man die B123 bei Zirking großzügig ausgebaut.  Der Verkehr würde sich doch aufteilen, wenn man dort das Fahrverbot aufheben würde, “ sagt eine besorgte Großmutter, deren Enkelkinder täglich den Schulweg entlang der Aisttalstraße zurücklegen müssen.     Musikalisch begleitet von Herwig Strobl und Eveline Bauernfeind zog der Demonstrationszug mit einem aufrollbaren  Zebrasteifen zu der Stelle, für die bei der der letzten Gemeinderatssitzung mit 17:14 Stimmen für die Errichtung eines Fußgängerüberganges abgestimmt wurde. Die Anrainer hoffen nun auf rasche Umsetzung und weitere Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. Sie fürchten mit dem Ausbau der Mühlviertler Schnellstraße und der Realisierung einer neuen Donaubrücke in Mauthausen eine Verkehrshölle von einem ungeheuren Ausmaß. „Wir fordern Tempo 30 nicht nur für LKW“s über 7,5 Tonnen, sondern ab 3,5 Tonnen und das im Straßenverlauf der L1415 zwischen den Ortstafeln und nicht nur auf einem kurzen Straßenstück.„ Spätestens mit der Fertigstellung der S10 und der Anbindung an eine neue Mauthausener Donaubrücke müsse diese Forderung überdacht werden. “Unser Fernziel muss dann ein Radweg von Au an der Donau bis Krumau sein. Wenn schon für den Autoverkehr verbesserte Bedingungen geplant sind, dürfen auch Fußgänger und Radfahrer erwarten, dass man ihre Interessen wahr nimmt, „ sagt der Sprecher der Bürgerinitiative Peter Laher.

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