Der lauteste Bus des Planeten brachte „Lords of Sound“ den Weltmeister-Titel

Der lauteste Bus des Planeten brachte „Lords of Sound“ den Weltmeister-Titel

Petra Hanner Petra Hanner, Tips Redaktion, 10.04.2018 17:00 Uhr

ST. OSWALD. Seit 1999 schrauben, basteln und tunen sich die „Lords of Sound“ durch die Car-Hi-Fi-Szene. Mit Erfolg: Ihr VW T3 brachte ihnen den Weltmeister-Titel ein. Keine Anlage der Welt (in dieser Klasse) ist lauter als die der „Lords“.

Car-Hi-Fi ist speziell. Im Fall der „Lords“ sind es 24 gestandene Männer, die es sich zum Ziel gesetzt haben, zum Einen die Klangqualität in ihren Fahrzeugen auf die Spitze zu treiben, zum Anderen aber die lauteste Anlage zu basteln, die es gibt. Ihr Markenzeichen sind die Nummerntafeln LORD 1 bis 9, die an ihren Autos prangen.

Wie eine Sucht

Was sie zu ihrem Hobby bewegt, das wissen sie selbst nicht so genau, nur: „Wenn man einmal infiziert ist, kann man nicht mehr aufhören“, sind sich Gründer Wolfgang Bauer und sein Bruder Gerald einig. Für Gerald ist es das Schrauben und Basteln, das den gelernten Tischler so fasziniert: „Manchmal ist es nur eine Kleinigkeit, die man verändert, und man kommt dem Ziel wieder einen Schritt näher.“ Wolfgang hingegen wollte damals einfach eine bessere, lautere Anlage in seinen Golf einbauen. Von da an ließ es ihn nicht mehr los.

Clubprojekt VW-Bus

Vor rund 15 Jahren haben die „Lords“ ihr Clubprojekt gestartet. Ein VW T3 Bus wurde nach und nach umgebaut, mit verschiedensten Anlagen ausgestattet und immer wieder verändert. Mit ihm sind sie auf Car-Hi-Fi-Tuningbewerben unterwegs. „Wo wir auch hinkommen, überall schauen die Leute und staunen über ihn. Er ist rein auf Show aufgebaut“, sagen die Bauer-Brüder nicht ohne Stolz. Letztes Jahr wurden sie mit dem Bus Staatsmeister im dB Drag. Dabei geht es einzig und alleine um Lautstärke. Um die 155 Dezibel schafft der Lords-Bus – und weil keiner in seiner Klasse lauter ist, dürfen sie nun offiziell auch den Titel „Weltmeister“ führen. Zum Vergleich: Der EU-Grenzwert zum Schutz vor Gehörschäden liegt bei 140 Dezibel. Die Anlage ist lauter als ein Düsenjet. Mit dem Lords-Bus wollen die Tuner auch heuer wieder bei etlichen Wettbewerben starten und wenn möglich ihren eigenen Rekord brechen.

Klangwunder

Dass es den Bastlern aber nicht nur um Lautstärke geht, beweist der jüngste Erfolg der Truppe, genauer gesagt des Haslachers Thomas Harrer. Er wurde nach dem Sieg bei der EMMA (European Mobile Media Association)-Staatsmeisterschaft im November nun auch Dritter bei der Europameisterschaft in der Klasse „Sound Quality“. Dabei wird ausschließlich Wert auf die Klangqualität einer Anlage gelegt. Lautsprecher dürfen dabei nur an originalen Einbauplätzen verbaut werden. Eine Jury bewertet Klangqualität und technische Details. „Für uns ist das der größte bisherige Erfolg am Klangsektor“, ist Wolfgang Bauer stolz.

Tuningtreffen im Juni

Dass die Schrauberei ordentlich Geld kostet, ist klar. Alleine in den Lords-Bus haben die Tüftler schon geschätzt an die 20.000 Euro investiert. Das Geld dafür kommt über das alljährliche Tuningtreffen der „Lords of Sound“ herein, das auch heuer am 30. Juni am Sportplatz St. Oswald über die Bühne geht. Dort kann man nicht nur den Lords-Weltrekord-Bus mit eigenen Augen und Ohren bestaunen, sondern auch live dB-Messungen erleben. Mehr auf www.lords-of-sound.at

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