Wo EZA draufsteht, ist 100 Prozent fairer Handel drin

Wo EZA draufsteht, ist 100 Prozent fairer Handel drin

Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 29.05.2018 05:46 Uhr

ST. PETER/OÖ. Bereits Ende der 1970er-Jahre hat die Katholische Männerbewegung mit SEI SO FREI über die EZA Fairer Handels GmbH fair gehandelte Produkte nach Österreich gebracht. Heute ist Fair Trade populärer denn je, wobei Konsumenten vor allem auf das EZA-Siegel achten sollen. Denn hier ist tatsächlich 100 Prozent fairer Handel drin, betont Oberösterreichs SEI SO FREI-Geschäftsführer Franz Hehenberger aus St. Peter.

Während zu Beginn vor allem aus Solidarität mit den Menschen in Entwicklungsländern EZA-Produkte gekauft wurden, ist es heute die „nachvollziehbare Philosophie und Ideologie, die dahintersteckt – und vor allem, weil“s schmeckt„, sagt Franz Hehenberger, der regelmäßig Projektpartner in Südamerika, Afrika und im asiatischen Raum besucht und sich ein Bild von der Lage macht. “Die Bedeutung des fairen Preises steigt, denn dieser ist die einzige Chance zum guten Überleben der Kleinbauern und ihrer Familien.„ Für einen Sack Kaffee gibt es nach dem Welthandelspreis derzeit 120 Dollar; über die EZA erhalten die Bauern 190 Dollar. “140 Dollar ist unsere Untergrenze. Damit können die Landwirte dann auch investieren und sich Existenzen aufbauen„, beschreibt der SEI SO FREI-Chef.

Netzwerk an Bio-Bauern

Hauptprodukte der EZA sind Kaffee, Kakao, Schokolade sowie Tee und Gewürze. Die Handelspartner sind Bio-Kleinbauern mit bis zu vier Hektar Fläche. “Da geht es vor allem darum, wie viel die Leute setzen, pflegen, ernten können, denn es ist viel Handarbeit notwendig„, weiß Franz Hehenberger. “Außerdem erklären wir ihnen, dass sie mehr davon haben, wenn sie biologisch und nach den Kriterien des fairen Handels produzieren, weil sie dafür einen höheren Preis bekommen.„ EZA-Produkte gibt es in vielen Bioläden, in Weltläden und auch in den Supermärkten. “Die Nachfrage bestimmt den Markt„, appelliert Hehenberger an die Konsumenten, bei Bedarf direkt nach den fair gehandelten Produkten zu fragen.

Beste Bohne, höchster Genuss

Weil die beste Bohne auch ausgefeilte Technik braucht, gibt es ein eigenes Kaffeesystem für den fair gehandelten EZA-Kaffee. Hehenberger informiert: “Betriebe, Institutionen, Schulen, die sich bis Ende September für dieses System von Weltkaffee entscheiden, können ein Monat lang kostenlos Kaffee konsumieren.„

www.eza.cc

www.weltkaffee.at

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