Eine Kämpferin für unterdrückte Frauen

Eine Kämpferin für unterdrückte Frauen

Werner Pelz, Leserartikel, 18.09.2014 08:00 Uhr
Wer Maria Imlinger kennt, weiß, dass sie bei Bedarf mit ihrer Meinung erstens nie hinterm Berg hält und zweitens diese durchaus pointiert - oder besser gesagt - resolut vorbringt. Vor allem dann, wenn es um den Schutz von Frauen geht, die in einer Beziehung von Gewalt bedroht werden. Diese finden im 1984 gegründeten und seit 1991 von Maria Imlinger geleiteten Frauenhaus temporäre Aufnahme. In ihrer 24-jährigen Tätigkeit als St. Pöltens Frauenhausleiterin entwickelte Imlinger diese Sozialeinrichtung weiter und erhöhte die ursprüngliche sechs vorhandenen Plätze auf nunmehr 36.     Hochsicherheitseinrichtung Frauenhaus Da gewaltbereite Männer eine Gefahr für die Einrichtung sind, wurde das Frauenhaus fast zu einer Hochsicherheitseinrichtung, geschützt von Kameras, Sicherheitstüren, Gitterfenstern uvm. Männern ist hier der Zutritt generell untersagt.     Kompetent und engagiert Für ihre herausragenden Leistungen und Verdienste erhielt Maria Imlinger nun den wichtigen „Anton-Kalcher Preis“ der Lions. Imlinger wurde 1956 in Schwanenstadt (OÖ) geboren und ist seit 1992 verheiratet. Von 1980 bis 1990 arbeitete sie als diplomierte Sozialarbeiterin in der sozialpsychiatrischen  Ambulanz des Magistrats der Stadt Wien. Seit 1991 leitet sie das Frauenhaus St. Pölten. Sie hat national und international bei zahlreichen Projekten, Workshops und Plattformen teilgenommen. So gehörte sie von 1993 bis 1995 auch zu den Mitgliedern des österreichischen Nationalkomitees zur Vorbereitung der Weltfrauenkonferenz in Peking. 2011erhielt Maria Imlinger für ihr beeindruckendes und umfangreiches Engagement das Ehrenzeichen der Stadt St. Pölten verliehen.     Information zum Anton Kalcher-Preis: Anton Kalcher (1800-1861) gründete in St. Pölten eine Erziehungsanstalt für arme schutzbedürftige Knaben, in der diese entweder vollständig verpflegt und erzogen oder während der schulfreien Zeit betreut wurden. Die Einrichtung etablierte sich rasch und wurde ständig ausgebaut. Nach dem Tod Anton Kalchers übernahm dessen Sohn Johann Kalcher mit Zustimmung der Gemeinde die Leitung der Anstalt. Später kam die Einrichtung unter die Verwaltung des städtischen Jugendamtes und war noch nach dem 2. Weltkrieg als Kinderannahmestelle in Verwendung.   Die Preisverleihung wurde durch eine unabhängige Jury, der namhafte Persönlichkeiten der Stadt St. Pölten angehören, einstimmig beschlossen. _____________________ TIPS ST. PÖLTEN Printausgabe und OnlineRedaktion: Werner Pelz, Tel.: 0676 700 11 75, Mail: w.pelz@tips.at bzw. we_pe@gmx.atWerbeberatung: Christine Renner, Tel.: 0664 815 76 93, Mail: c.renner@tips.at   Weitere Artikel aus St. Pölten
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