iEARN - Jugendliche vernetzen sich über das Internet für gemeinsame Projekte

iEARN - Jugendliche vernetzen sich über das Internet für gemeinsame Projekte

Thomas Lettner Thomas Lettner, Tips Redaktion, 23.08.2017 12:00 Uhr

ST. PÖLTEN. Der Verein iEARN (steht für Internet-Erziehungs-Arbeit richtig nutzen) befasst sich mit Projekten, die dem Frieden oder dem Umweltschutz dienen. Auch an St. Pöltner Schulen werden seit 1999 Projekte durchgeführt.

iEARN, die weltweit größte NGO-Vereinigung, hat seinen Hauptsitz in Katalonien (Spanien). Gegründet wurde sie 1988, um US-amerikanische und russische Schulen zu verbinden und einander näher zu bringen. Heute umfasst das Netzwerk 30.000 Schulen und Jugendorganisationen in über 140 Ländern. „Der Sinn dahinter ist, sich weltweit zu vernetzen, Toleranz zu schaffen und Vorurteile abzubauen. Das zweite große Ziel ist, eine Veränderung bei den Jugendlichen zu bewirken“, sagt Maria Bader, die seit zwölf Jahren Österreich-Koordinatorin von iEARN ist.

Projekt mit Partnerschule in Weißrussland

Ein Projekt, das Bader mit St. Pöltner Schulen gestartet hat, nennt sich „Verwenden statt verschwenden“. Dieses drehte sich vorerst ums Wassersparen und in weiterer Folge um Upcycling (Umwandlung von Abfallprodukten in neuwertige Produkte) sowie die Vermeidung und Trennung von Müll. Am Projekt beteiligt sind auch Partner-Schulen aus Brest (Weißrussland). „Ich war heuer dort zu Besuch und extrem überrascht, was die Schüler dort im Bereich Upcycling geleistet haben“, erzählt die 63-Jährige pensionierte Lehrerin. Ein zweites St. Pöltner Projekt nennt sich „Unkräuter sind Heilkräuter“. Im Frühjahr ging Bader mit Schülern in Gärten und pflückte Kräuter, aus denen dann Tees, Salben, Tinkturen und Öle hergestellt wurden. Zu jedem Projekt wurde ein mehrsprachiges Buch verfasst, das auf der iEARN-Homepage einzusehen ist.

Verbreitung neuer Ideen

Bei ihren Projekten ist Bader mit 700 Schulen in 54 Staaten vernetzt. Als Plattform dient das Internet. „Aktuell laufen rund 80 Projekte. Man kann sich kostenlos und unverbindlich registrieren und sich für ein Projekt anmelden oder sich eine Schule aussuchen, mit der man eine Partnerschaft eingehen will“, berichtet Bader. Neue Ideen finden so schnell weltweite Verbreitung und können von anderen Schulen oder Organisationen übernommen werden. Grundsätzlich können aber auch Privatpersonen an den iEARN-Projekten teilnehmen. „Ich weiß, die Situation heute ist für Lehrer eine vielfach schwerere und sehr anfordernde geworden, und so scheuen viele vor Projektarbeit zurück. Doch durch die Beteiligung an internationalen Projekten wird die Gemeinschaft in der Klasse verstärkt und damit Zusammenarbeit und Integration erleichtert. Die Projektarbeit und mein allfälliger Besuch in der Klasse sind darüber hinaus kostenlos“, wirbt Bader für Mitarbeit bei iEARN.

 

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