Jochen Fallmann: „Es wird nicht lange dauern, bis ich wieder voller Tatendrang bin“

Thomas Lettner Thomas Lettner, Tips Redaktion, 13.09.2017 11:09 Uhr

ST. PÖLTEN. Jochen Fallmann ist als Trainer des SKN St. Pölten Geschichte. Tips sprach mit dem 38-Jährigen über seinen Rücktritt und seine weiteren Pläne sowie über seinen Nachfolger Oliver Lederer, mit dem er einst bei der Admira und beim LASK spielte.

Tips: Jochen, wie geht es dir jetzt nach deiner Entscheidung, als Trainer des SKN zurückzutreten?

Fallmann: Wir haben die Zusammenarbeit einvernehmlich aufgelöst. Das Ganze ist stillschweigend vereinbart worden. Es war eine schwierige Entscheidung für mich, aber ich bin nach reiflichen Überlegungen und einigen Gesprächen zu dem Entschluss gekommen, dass es einfach das Beste ist, da ich in dieser Konstellation nicht mehr weiter arbeiten kann. Natürlich denke ich noch viel darüber nach, das wird wahrscheinlich noch ein paar Tage dauern. Im Großen und Ganzen ist es aber glaube ich die richtige Entscheidung für alle Beteiligten.

War die Entscheidung schon vor der Niederlage gegen Altach klar oder hat es sich erst nachher entschieden?

Die Entscheidung war überhaupt nicht klar. Es gab nach dem Spiel viele Gespräche. Ich bin für mich selbst bei meiner Analyse in der Nacht zu dem Entschluss gekommen.

Bist du der Entscheidung der strategischen Partner zuvorgekommen? Die sind ja am Montagabend zusammen getreten?

Von der Sitzung habe ich vorher nichts gewusst. Ich habe es für mich selbst entschieden. Es war im Gegenteil so, dass ich vorige Woche das Gefühl hatte, dass die strategischen Partner meine Arbeit honorieren und mit mir zufrieden sind – natürlich nicht mit der Punkteausbeute.

Wie bewertest du deine Zeit beim SKN seit der Übernahme des Traineramts von Karl Daxbacher?

Die Ziele, die ich mir selber gesteckt habe und die mir von Vereinsseite vorgegeben wurden, habe ich definitiv erreicht. Der Start in diese Saison war natürlich nicht gut. Ich glaube aber, dass die Vorzeichen nicht gut waren. Nichtsdestotrotz ist ein Punkt aus sieben Spielen zu wenig, das ist ganz klar.

Man lernt bei jeder Station als Trainer etwas dazu. Was kannst du dir aus der letzten mitnehmen?

In einer Phase, in der es nicht so läuft, kann man sich am meisten mitnehmen. Natürlich macht man, wenn man so einen schlechten Start hinlegt, auch Fehler, aber die werde ich für mich noch ganz genau analysieren. Ich habe manche Dinge nicht richtig gemacht, die mir in der Zukunft so nicht passieren werden.

Du hast vor ein paar Wochen noch gesagt, dass Trainersein dein Traumjob ist. Was wirst du jetzt angehen?

Fußball ist meine große Liebe abgesehen von meiner Familie. Ich werde sicher wieder in dem Bereich tätig werden. Jetzt ist erst einmal wichtig, dass ich die Akkus auflade und die anstrengende Zeit mit dem Abstiegskampf und den letzten Wochen verdaue. Wenn ich wieder voll da bin, wird sich automatisch wieder etwas ergeben. So wie ich mich kenne, wird es nicht lange dauern, bis ich wieder voller Tatendrang bin.

Könnte es auch sein, dass du vielleicht wieder im Amateurbereich trainierst oder vielleicht sogar ins Ausland gehst?

Prinzipiell bin ich für alles offen, ich habe aber auch meine Ziele und werde mir ganz genau überlegen, was für mich das Beste ist.

Was sagst du zum neuen SKN-Trainer Oliver Lederer?

Ich kenne Oliver sehr gut und schon sehr lange.Wir haben gemeinsam bei der Admira und beim LASK gespielt und machen gerade auch die UEFA-Pro-Lizenz. Uns verbindet eine Sport-Freundschaft und ich wünsche ihm viel Kraft und viel Glück.

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