Wolfram Pirchner kandidiert auf der Landesliste der ÖVP Niederösterreich für die Landtagswahl 2018

Wolfram Pirchner kandidiert auf der Landesliste der ÖVP Niederösterreich für die Landtagswahl 2018

Thomas Lettner Thomas Lettner, Tips Redaktion, 21.12.2017 15:04 Uhr

ST. PÖLTEN. Heute wurden die 35 Kandidaten der Landesliste der ÖVP NÖ präsentiert. Mit dabei sind auch einige Neu- und Quereinsteiger wie der ehemalige ORF-Fernsehmoderator Wolfram Pirchner. Der 59-Jährige aus Bruck an der Leitha steht auf Platz 24 der Landesliste.

Tips: Wie kommt es, dass Sie jetzt in die Politik wechseln?

Pirchner: Ich wechsle nicht in die Politik, ich stehe auf der Landesliste. Meine Intention ist es, die Landeshauptfrau, das Regierungsteam und die niederösterreichische ÖVP zu unterstützen und die Wähler zu animieren, am 28. Jänner auch wirklich zur Wahl gehen. Die gute Stimmung, die im Moment herrscht, darf nicht verwechselt werden mit Stimmen. Man muss aus meiner Sicht schon das Kreuzerl dann auch an der richtigen Stelle machen. Ich mache es auch deshalb, weil ich von der Politik dieser Landesregierung voll und ganz überzeugt bin. Ich müsste es nicht machen, aus welchem Grund auch immer. Ich möchte nicht Landesrat oder Landeshauptmann oder Minister werden. Es geht mir sehr gut in meinem Leben. Der Grund, warum ich mich auf die Landesliste habe setzen lassen, ist, die herausragende Arbeit – ich lebe ja doch schon zwanzig Jahre in Niederösterreich – aktiv zu unterstützen.

Tips: Sie sind aber mit der Arbeit der ÖVP auf Bundesebene auch zufrieden, oder?

Pirchner: Ich bin mit der Arbeit der niederösterreichischen ÖVP zufriedener als mit der Arbeit der ÖVP auf Bundesebene. Was die neue ÖVP – quasi die Liste Sebastian Kurz – schaffen wird, wird man erst sehen, aber wenn Sie mich jetzt schon fragen - ich bin Mitglied der niederösterreichischen ÖVP und nicht der Bundes-ÖVP.

Tips: Seit wann sind Sie Mitglied?

Pirchner: Seit zwei Jahren.

Tips: Haben Sie sich vorher schon politisch engagiert?

Pirchner: Nein, ich habe mich nicht politisch engagiert. Ich habe mich immer als Freund der niederösterreichischen Volkspartei und als Freund des ehemaligen Landeshauptmanns Erwin Pröll deklariert. Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich in meiner Freizeit tun und lassen kann, was ich möchte, sofern ich nicht gegen Gesetze verstoße, und das habe ich bis jetzt noch nicht gemacht.

Tips: Ist die ÖVP NÖ auf Sie zugekommen oder umgekehrt?

Pirchner: Die ÖVP ist auf mich zugekommen, das ergab sich im freundschaftlichen Dialog. Es war keine Frage, dass ich Ja gesagt habe, wobei ich als Mentalcoach schon über die Fähigkeit verfüge, ohne Begründung Nein zu sagen, egal wer mich was fragt.

Tips: Wie wird Ihr politisches Engagement Ihre Arbeit beim ORF beeinflussen?

Pirchner: Meine Arbeit beim ORF beeinflusst es gar nicht mehr, weil ich Ende August in großer Harmonie aus dem ORF ausgeschieden bin. Wäre ich noch beim ORF, dürfte ich mich aus Gründen der Objektivität ja nicht politisch engagieren. Aber noch einmal: Ich habe schon zu meinen ORF-Zeiten keinen Hehl daraus gemacht, dass mir die Volkspartei Niederösterreich sehr am Herzen liegt. Ich bin auch so erzogen worden, kein Duckmäuser zu sein. Ich sage prinzipiell das, was ich möchte oder was ich mache. Das disqualifiziert mich beispielsweise für eine Funktion im Außenministerium. Da muss man ja diplomatisch sein - nein, das war jetzt ein Spaß (schmunzelt).

Tips: Sie sind also beim ORF nicht aufgrund Ihres politischen Interesses ausgeschieden?

Pirchner: Nein. Wenn es nach dem gegangen wäre, hätte ich mit 25 schon aus dem ORF ausscheiden müssen. Ich bin ausgeschieden, weil mir verschiedene methodische und didaktische Wege des ORF nicht mehr gefallen haben. Deshalb habe ich das Angebot, das sie allen meines Jahrgangs gemacht haben – das des vorzeitigen Ausstiegs, auch genannt Vorruhestand, in meinem Fall ist es ein Vorunruhestand – gerne angenommen und habe den ORF harmonisch nach 37 Jahren verlassen. Ich werde auch nicht mehr zurückkehren, egal in welcher Funktion.

 

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