Langjähriger Red Bull-Manager fordert Umdenken in der Bildung

Langjähriger Red Bull-Manager fordert Umdenken in der Bildung

Thomas Leitner Thomas Leitner, Tips Redaktion, 04.03.2019 10:55 Uhr

WOLFGANGSEE/ST. GILGEN. Manfred Hückel schaffte mit vielen Unterstützern den Turnaround der St. Gilgen International School.

Manfred Hückel leistete einen wesentlichen Beitrag zum Welterfolg des Energydrinks Red Bull. Er startete seine Karriere 1995 als einer der ersten Red Bull-Mitarbeiter und war bis 2018 weltweiter Vertriebschef des Getränkekonzerns. Im April 2016 hatte Hückel gemeinsam mit weiteren Eltern den Fortbestand der St. Gilgen International School gesichert, die acht Jahre nach ihrer Gründung vor dem wirtschaftlichen Aus stand. In seiner neuen ehrenamtlichen Tätigkeit widmet er sich seither hauptsächlich der Bildung.

Drei Jahre später scheint die Neustrukturierung der St. Gilgen International School hin zu einer Not-for-Profit-Organisation, die auf einer ehrenamtlichen Führung der Eltern beruht, voll aufzugehen. Die Anzahl der Schüler befindet sich mit 186 auf einem Höchststand. Zudem beschäftigt sich die Privatschule am Wolfgangsee bereits mit Ausbauplänen, um weitere Schülerinnen und Schüler aufnehmen zu können. Die einzigartige Lage am Wolfgangsee, der individuelle Unterrichtsansatz und das umfangreiche Aktivitätenprogramm machen die St. Gilgen International School zu einer der weltweit besten internationalen Bildungseinrichtungen. Damit die Talente der Schülerinnen und Schüler entdeckt werden können, legt die Privatschule großen Wert auf eine familiäre Umgebung. Lehrkräfte und Mentoren betreuen die Schüler auch außerhalb des Unterrichts.

„Ich bin der Überzeugung, dass das Schulsystem eine Revolution braucht“, erklärt der selbsternannte 52-jährige Bildungsaktivist Hückel, der in der Mittelmäßigkeit - egal ob in Wirtschaft, Schule oder Sport - eine große Gefahr sieht. „Das Konzept Stärken stärken“ spielt in der aktuellen Bildungspolitik leider keine Rolle. Selbstverständlich sollten Schüler in ihren schwachen Fächern ein Mindestniveau erreichen. Aber auch nicht viel mehr.„ Daher fordert Hückel ein Umdenken in der Ausbildung: “Je näher sich Schülerinnen und Schüler ihrem Ausbildungsende nähern, umso mehr sollten sie sich mit Lerninhalten beschäftigen, in denen sie ihre Stärken gefunden haben.„ Das System der Internationalen Matura (IB), das an der St. Gilgen International School angewandt wird, bietet diesbezüglich eine exzellente Vorbereitung für anschließende Studien im In- und Ausland.

Schaffung von “Islands of Excellence„ als Basis von außergewöhnlichen Erfolgen

In Leadership Vorträgen und Lehrveranstaltungen an der Hochschule St. Gallen (CH), an der WU in Wien oder der HHL in Leipzig gibt Hückel einen Einblick in seine persönliche Erfolgsformel als langjähriger Red Bull-Manager. Als Kernelement sieht er dabei die Schaffung von sogenannten 'Islands of Excellence'. “In diesen überschaubaren Einheiten sind Weltklasseleistungen in der Wirtschaft, im Sport und der Bildung ohne Hilfe von außen möglich„, ist Hückel überzeugt. Wichtig dabei sind drei Punkte: Alle Teammitglieder müssen die Vision nicht nur kennen, sondern auch leben und spüren. Neben den Talenten der handelnden Personen ist auch der Charakter und vor allem ein ausgeprägtes Durchhaltevermögen von großer Bedeutung sowie ein kompromissloser Fokus auf die individuellen Stärken unter weitgehender Vernachlässigung der Schwächen.

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