Kartenglück hinter Gittern: Justizanstalt Suben spendet 600 Euro an Weißen Ring

Alexandra Dick Alexandra Dick, Tips Redaktion, 13.10.2017 09:37 Uhr

SUBEN. 60 Spieler suchten ihr Kartenglück hinter Gittern. Den Reinerlös des Tarockturniers in der Höhe von 600 Euro spendete die Justizanstalt Suben an den Weißen Ring, um damit Oper von Gewalt und Verbrechen zu unterstützen.

„Das Turnier ist eine tolle Veranstaltung“, sagt Franz Grünbart, Landesleiter des Weißen Rings, als er die Spende von 600 Euro entgegennimmt. Bereits zum dritten Mal veranstaltete Organisator und Turnierleiter Anton Zweimüller ein Charity-Tarockturnier in der Justizanstalt Suben. Dieses Mal kommt der Reinerlös Opfern von Gewalt und Verbrechen zugute. „Das erste Mal haben wir für Schmetterlingskinder gespendet, das zweite Mal für einen Kollegen, den das Hochwasser schwer erwischt hat.“

Insassen haben mitgeholfen

Drei Insassen haben am diesjährigen Turnier ehrenamtlich mitgewirkt und gekellnert. „Sie waren sofort Feuer und Flamme“, erzählt Zweimüller, der den Häftlingen das Tarockieren hinter Gittern lernt, „und haben sogar ihr Trinkgeld gespendet.“ Mit dieser Spende will das Gefängnis das Bewusstsein, dass es bei jeder Straftat auch ein Opfer gibt, stärken und einen kleinen Teil zur Wiedergutmachung leisten. Während die Justizwachebeamten mit den Tätern zu tun haben, legt der Weiße Ring seit 1978 den Fokus auf die Verbrechens­opfer. „Als Polizist siehst du immer nur die Täter, es ist aber auch wichtig, die Opfer zu unterstützen“, sagt der ehemalige Polizist, Franz Grünbart. Weil er auch in der Pension etwas bewirken wollte, arbeitet er seit 31 Jahren ehrenamtlich beim Weißen Ring. Vor 26 Jahren hat er den Landesvorsitz übernommen. Nicht nur psychologische Hilfe bietet die Organisation an, sie verhilft den Opfern auch zu ihrem Recht.

Spende kommt Kindern zugute

Der Weiße Ring betreut auch Kinder, die Verbrechen zum Opfer fielen oder Familientragödien miterleben mussten und dadurch zu Waisen oder Halbwaisen wurden. Ihnen wird das gespendete Geld der Justizanstalt Suben zugute kommen. Zu Weihnachten werden diese nach Wien zu einer Feier eingeladen und mit einem Sparbuch überrascht. „Es sind berührende, aber zugleich bedrückende Szenen, denn es stecken tragische Schicksale hinter den Geschichten dieser jungen Menschen“, erzählt Grünbart.

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