Der richtige Moment ist gekommen: Alois Ecker legt nach 18 Jahren sein Amt als Obmann der Musikkapelle Suben nieder

Der richtige Moment ist gekommen: Alois Ecker legt nach 18 Jahren sein Amt als Obmann der Musikkapelle Suben nieder

Alexandra Dick, Leserartikel, 13.03.2018 18:41 Uhr

SUBEN. Die durchschnittliche Amtszeit eines Obmanns in den Musikvereinen des Bezirks Schärding beträgt etwa sechs Jahre. Weit darüber hinaus geht die von Alois Ecker, der diese Position in der Musikkapelle Suben zwischen 2000 und 2018 einnahm. Bei der Jahreshauptversammlung übergab er sein Amt an die neue Obfrau Katharina Reiterer. Welche Höhen und Tiefen in dieser Zeit zu bewältigen waren, darüber spricht der Ex-Obmann im Interview.

Tips: Wie hat Ihre Karriere als Obmann begonnen?

Alois Ecker: Das war damals nicht direkt geplant, sondern ergab sich, weil ich schon vor 2000 einige Veranstaltungen für den Verein organisiert hatte. Als der damalige Obmann, Hans Mayrhofer, dann sein Amt zurücklegte, war es irgendwie eine natürliche Sache, dass ich in seine Fußstapfen trat.

Tips: Hätten Sie vor 18 Jahren damit gerechnet, so lange in dieser Position zu bleiben?

Ecker: Natürlich dachte ich damals überhaupt nicht, dass ich so lange in dieser Funktion bleiben würde. Ich hatte sogar zwischenzeitlich schon angemerkt, das Amt zurücklegen zu wollen, jedoch hätte damals der Zeitpunkt noch nicht gepasst. Der ist jetzt gekommen.

Tips: Welche Höhepunkte gab es in Ihrer Obmannschaft?

Ecker: Eine der größten Sachen war natürlich 2006 der Neubau des Musikheims, auch die neue Tracht in der jüngsten Vergangenheit. Aber auch die Weiterentwicklung der Kapelle selbst. Da hat sich kameradschaftlich sehr viel verbessert. Das hat man schon beim Probelokalbau gesehen. Damals wurden 2000 Arbeitsstunden von den Musikern und von Angehörigen eingebracht. Da hat man gespürt, dass der Zusammenhalt passt.

Tips: Was war für Sie die größte Herausforderung?

Ecker: Die größte Herausforderung oder die schwerste Zeit war sicher die Zeit des Kapellmeister-Suchens. Dann haben wir ja 2010 mit Gerold Kislinger einen super Kapellmeister gefunden.

Tips: Konnten Sie all Ihre Ziele umsetzen?

Ecker: Ich glaube schon, dass diese auch umgesetzt worden sind und dass es dorthin gegangen ist, wo ich es mir vorgestellt habe.

Tips: Könnten Sie ein Beispiel nennen?

Ecker: Was ganz wichtig war zu dieser Zeit, und da hat mein damaliger Stellvertreter Christoph Reitinger einen wichtigen Part übernommen, war die Jugendarbeit. Wir haben damals, als Anita Billinger 2003 Kapellmeisterin wurde, damit begonnen, auf Jugendlager zu fahren und diese Arbeit aufzubauen. Das hat es vorher so eigentlich nicht gegeben.

Tips: Sie haben als Obmann auch das über die Bezirksgrenzen hinaus bekannte Trio- und Weisenblasen in der Subener Bucht auf die Beine gestellt.

Ecker: 1999 haben wir das erste Fest der Musi gemacht, ein großes Zeltfest, und für Samstagabend ein Rahmenprogramm gesucht. Da hatte ich die Idee, die Subener Bucht miteinzubeziehen. So hat sich das entwickelt, dass ein paar Gruppen unten gespielt haben. Das hat uns so gefallen, dass wir sagten: „Machen wir doch daraus eine eigenständige Veranstaltung!“ Und so ist das Trio- und Weisenblasen entstanden.

Tips: Worauf freuen Sie sich nach Ihrer Amtsniederlegung am meisten?

Ecker: Die größte Freude ist es für mich, jetzt – unter Anführungszeichen – „nur“ als Musiker dabei zu sein. Jetzt kann ich mich wieder auf die Musik konzentrieren.

Tips: Was möchten Sie dem neuen Vorstandsteam mitgeben?

Ecker: Im neuen Vorstand sind lauter super Leute, die alle Ideen haben und ihren eigenen Weg gehen. Ich werde da nicht derjenige sein, der sagt, was richtig oder falsch ist. Trotzdem habe ich mit Katharina vereinbart, dass ich immer mit Tipps zur Seite stehe.

Vorschau 2018

Das neue Vorstandsteam geht mit viel Elan an die Arbeit und hat bereits einige Veranstaltungshighlights geplant. Am 8. April wird die Musikkapelle Suben bei der Konzertwertung in Riedau antreten. Am 21. April um 20 Uhr findet das Frühjahrskonzert im Veranstaltungssaal Suben statt. Ein weiteres Highlight ist das Trio- und Weisenblasen am 14. Juli ab 18.30 Uhr in der Subener Bucht.

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